Feb 29

Seit Monaten schon war er gefangen in diesem dunklen Raum. An Tag und Nachtrhythmus konnte er sich kaum noch erinnern. Nur sehr, sehr selten schien für einen kurzen Moment ein heller Lichtstrahl herein. In diesen Augenblicken konnte er sehen, dass er in diesem Gefängnis nicht alleine war. Es waren vermutlich hunderte, wenn nicht tausende Artgenossen, die sein Schicksal teilten. Er war also nicht alleine.

Schlimmer als die fast durchgehende Dunkelheit war aber die fürchterliche Kälte. Eine Kälte die ihm direkt aufgefallen war, als er das erste Mal in diesen Raum gelangte. Zuerst merkte er nur ein leichtes Frösteln an seiner Haut. Aber langsam, sehr langsam breitete sie sich weiter in ihm aus, bis er irgendwann endgültig erstarrte.

"Flucht aus dem ewigen Eis" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 31

Im dritten Teil der Blogparade Küchenausstattung geht es um elektrische Küchenhelfer. Und ich habe mich heute mal sehr kurzfristig entschlossen, auch daran teilzunehmen.

Ich habe etwas überlegt, welches meiner elektrischen Küchengeräte ich vorstellen sollte. Da gibt es einen 3 Kilowatt Wasserkocher, einen Slow-Cooker, einen Dampfgarer, einen Joghurtbereiter, eine Kenwood Küchenmaschine, einen Elektrogrill, usw..

Ja, ich bin ein Küchengadget-Fanatiker ;-). Letztendlich habe ich mich aber für zwei Teile entschieden, die ich auch sehr regelmässig benutze:

Waage und Thermometer

Meine digitale Küchenwaage misst in Gramm-Schritten bis zu 5 kg Gewicht, kann zwischendurch bei jedem Stand auf Null gesetzt werden und dient mir vor allem dazu, meine Portionsgrößen zu kontrollieren. Ansonsten koche ich halt gerne auch mal Reis statt nur für mich für 10 Personen ;-) (wobei ich Reis eher mit einer Tasse messe). Ausserdem ist sie natürlich absolut unersetzbar, wenn es ans Backen geht.

Das digitale Instant-Read-Thermometer zeigt mir nicht ganz "instant", aber doch recht schnell die Temperatur im Inneren z.B. von Fleisch an, dass ich gerade anbrate. Ich habe früher eigentlich immer gesagt, dass man sowas nicht braucht, weil man ja das Stück Fleisch auch eben einschneiden kann, um nachzuschauen, ob es gar ist. Aber inzwischen halte ich das für ein absolutes No-Go. Es gehört sich einfach nicht, Fleisch in Stücke zu schnippeln und anschliessend die Schnittstelle mit Soße abzudecken. Und was macht man, wenn das Stück noch nicht gar war? Wieder zusammenbasteln, um es dann an anderer Stelle zu zerschneiden? Nein. Das gehört sich einfach nicht. Abgesehen davon, dass man so natürlich auch viel Flüssigkeit aus dem Fleisch verliert. "Ruhen" braucht das Fleisch dann jedenfalls nicht mehr.

Mit dem Thermometer hat man alle diese Nachteile nicht und kann sich absolut sicher sein, dass das Fleisch gar ist. Was insbesondere wichtig ist, wenn man eventuellen Gästen keine rohe Hähnchenbrust servieren möchte. :-)

Beide Geräte haben zwar keinen Stecker, werden aber mit Batterie betrieben und gelten somit hoffentlich auch als "elektrische Küchenhelfer". :-)

Ein großer Flop in meinem Gadget-Park war übrigens ein Joghurt-Bereiter mit 7 kleinen Gläschen. Die jeweilige Portion war so klein, dass man immer 2 oder 3 Gläschen brauchte, mit dementsprechendem Reinigungsaufwand. Inzwischen habe ich einen Joghurtbereiter, in dem ein großes Glas Joghurt gemacht werden kann. Aber den stelle ich dann ein anderes mal vor. :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Okt 23

Auch wenn ich meinen Blog eigentlich stillgelegt habe, halte ich das aktuelle Thema der Blogparade Küchenausstattung für so interessant, dass ich hier eine der berühmten Ausnahmen mache. Der Fachanbieter Küchen-Atlas hat in Zusammenarbeit mit Jans Küchenleben im ersten Teil ein paar Fragen zum Thema "Schneiden".

Herd, Töpfe, Pfannen und Geschirr sind natürlich wichtige Werkzeuge in der Küche. Trotdem halte ich das Messer für das wichtigste. Ohne Töpfe kann man sich damit zur Not wenigstens einen kalten Salat zurechtschnippeln. ;-)

"Das wichtigste Küchenwerkzeug" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 10

Diesen Beitrag schiebe ich schon länger vor mir her.

Wie man am Stillstand in den letzten Wochen hier sehen konnte, habe ich ein wenig die Lust zu bloggen verloren. Allerdings ist es weniger die Lust am Bloggen selbst, sondern eher das was und wie ich blogge. Einerseits reicht es mir nicht, dass ich quasi nur meine Gerichte beschreibe, andererseits bin ich niemand, der Rezepte schreibt. Üblicherweise koche ich auch wenig nach Rezept, sondern schüttele mir mein Essen nach Möglichkeit aus dem Handgelenk in die Pfanne.

Das wiederum macht den Besuch des Blogs wenig interessant, weil eben dieser detaillierte Rezept-Mehrwert fehlt, der andere Food-Blogs ausmacht. Tolle Fotos auf der anderen Seite brauche ich mit meiner Handykamera gar nicht erst zu versuchen.

Solche Punkte sind mir in den letzten Wochen immer mal wieder durch den Kopf gezogen...

Als Resultat habe ich mich darum entschieden, hier erst einmal Schluss zu machen. Das bedeutet aber nicht, dass Ihr nicht wieder von mir hören werdet :-). Denn genauso wie das "Ende" dieses Blogs spukt mir ebenfalls schon länger ein anderes Projekt im Kopf herum. Und ich werde jetzt endlich mal anfangen, das weiter auszuarbeiten und loszulegen.

Ich schrieb "Ende", weil ich auch hier noch bloggen werde, wenn mir danach ist. Aber es wird dann vermutlich weniger um Ernährung und Essen gehen.

Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von Euch dann ja bei meinem neuen Projekt oder zumindest Ihr mich ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mär 23

Was? Da schreibt Balu monatelang gar nichts mehr in seinem Blog und dann kommt er plötzlich mit Werbung um die Ecke? Was soll denn der Mist?

Ganz einfach. Ich wurde quasi gerade von Sammelhamster mit einer kleinen Überraschung angestupst.

Und weil ich die Aktion von MySwissChocolate toll finde, nehme ich einfach dran teil. Es ist ja schliesslich mein Blog hier. Also hört auf zu meckern ;-).

Natürlich sammeln sie damit Links auf Ihre Seite, aber die Aktion hätten sie so oder so gemacht und es hätten garantiert auch viele Blogs mitgemacht. Wenn sie jetzt noch etwas für Japan spenden ist es doch umso besser.

Ich weiss nur nicht, ob ich noch Blogs finden werde, die noch nicht teilnehmen :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 15

Das Foto schlummert auch schon länger auf meiner Platte. Gestern dachte ich dann: Hey, das wäre doch ein Blogpost für den heutigen Valentinstag. Aber der ist ja offensichtlich auch schon vorbei. Trotzdem kann ich das vielleicht noch zum Valentinstag-Event vom Kochtopf einreichen.

Es handelt sich bei den Kuchenbällchen um eine kleine Schummelei, denn auch wenn man sie als eine leckere Süßigkeit verschenken kann, handelt es sich eigentlich um eine Resteverwertung von altem Trockenkuchen.

Sie sind schon einmal unter dem englischen Namen "Cake Balls" durch verschiedene Blogs getourt, also im Grunde nichts neues. Weil sie aber wirklich lecker sind und auf einer Party mit Sti(e)l (damit man sich keine Schokofinger holt) sehr gut angekommen sind, gibt es auch ein kleines Rezept.

Kuchenbällchen am Stiel

100-150 g Trockenkuchen (oder z.B. übrig gebliebene Muffins) zerbröseln, 20 g Frischkäse, 5 g Butter und je nach gewünschten Süßgrad noch 1-2 EL Puderzucker vermengen und zu einer Art Teig verkneten.

Hier hat man die Chance, verschiedene Geschmacksrichtungen zu erzeugen. Einfach noch 20 g Marzipan, 20 g Nougat, Limetten-Zesten, Rumaroma, Orangenlikör, Amaretto oder ähnliches Aroma mit in den Teig kneten.

Anschliessend den Teig für ein paar Stunden kalt stellen.

Knapp 10 kleine Kügelchen aus dem Teig formen und in einem Bad aus geschmolzener Kuvertüre mit Schokolade bedecken.

Auch hier gibt es etliche Variationsmöglichkeiten: Helle, dunkle, nussige oder Vollmilch-Kuvertüre stehen unter anderem zur Wahl. Und natürlich kann man die Bällchen auch noch in Zuckerstreusel, Mandelstückchen, Kokosraspeln oder Haselnuss-Krokant rollen, solange die Kuvertüre noch nicht wieder fest geworden ist.

Eine tolle Sache, der man nicht anmerkt, dass es sich eigentlich um Resteverwertung handelt. Eigentlich ist es sogar sinnvoll, dafür extra Kuchen zu backen, nur ein Stück zu Essen und aus dem Rest die Kuchenbällchen zu formen.

Am Valentinstag kann man natürlich auch kleine Herzförmchen benutzen, um die "Pralinen" in Form zu bringen :-)...

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 1

Ich sehe schon die Fragezeichen bei den Lesern... Runde Jägerschnitzel? Tomatensoße? Bist Du jetzt völlig übergeschnappt, Balu?

Irgendwann einmal hat mir jemand erzählt, dass er beim Urlaub im östlichen Teil Deutschlands in einer Dorfgaststätte ein Jägerschnitzel bestellt hat und dann etwas ähnliches bekommen hat, wie im folgenden Bild zu sehen.

Jägerschnitzel (Ost)

Vor kurzem bin ich dann über einen ähnlichen Bericht gestolpert und habe mich einmal auf die Suche nach den ominösen runden Schnitzeln gemacht.

Schließlich bin ich darüber gestolpert, dass diese Art Jägerschnitzel in der ehemaligen DDR (kennt die noch jemand?) sehr beliebt war und auch heute wohl noch ist.

Fleisch war knapp, an Wurst war eher zu kommen und sie war vor allen Dingen billiger. Also hat man für die "falschen Schnitzel" Jagdwurst oder Bierschinken genommen. Ihr glaubt mir nicht? Glaubt Ihr der Wikipedia?

Das Gericht scheint aber schon älter zu sein und aus Pommern oder Schlesien zu stammen.

Wer es nachkochen will, nimmt fingerdicke Jagdwurstscheiben und paniert diese auf klassische Art: Erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und schließlich in Paniermehl wenden. Je nachdem, wie stark die Jagdwurst schon gewürzt ist, kann man z.B. das Ei noch mit Salz, Paprika oder anderen Gewürzen oder Kräutern vermengen.

Dazu gibt es Nudeln mit einer schnellen Tomatensoße aus angedünsteten Zwiebeln, (ggfs. etwas Mehlschwitze), Tomatenmark, Wasser und natürlich Salz und anderen Gewürzen.

Gelegentlich brate ich mir auch mal eine Scheibe Fleisch-, Schinken-, Kinderwurst oder "wie auch immer ihr sie nennt" an. Und so verschieden ist das von dieser Art Jägerschnitzel nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder diese Art so sehr gut finden.

Also, wenn Ihr demnächst ein Jägerschnitzel bestellt und kein Schnitzel Wiener Art mit sahniger Pilzsoße bekommt, bitte nicht mehr wundern.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 29

Drei verschrumpelte Pastinaken und ein Rest Rotkohl waren noch im Kühlschrank. Aber was isst man dazu? Vielleicht etwas klassisch deftiges in der Winterzeit?

Leberbrot, Wurstebrot, Pastinakenpüree, Rotkohl

Leberbrot ist eine Kochwurst aus dem Münsterland aus Schweinefleisch, Leber, fettem Speck, Mehl und Gewürzen. Klassisch ist man sie mit Roter Bete oder gebratenen Apfelscheiben.

Dagegen ist Wurstebrot eine Grützwurst ebenfalls aus dem Münsterland und wird aus Blut (na, wer hat jetzt noch Appetit?), Roggenschrot, fettem Speck, Schweinefleisch, Mehl und Gewürzen hergestellt.

Im Winter isst man diese oft in Kombination. Beide werden als dicke Scheiben in der Pfanne gebraten - gegebenfalls zusammen mit Apfelscheiben oder -würfeln.

Bei mir gab es dazu Rotkohl und ein Püree aus gestampften Pastinaken mit Frischkäse und etwas Petersilie.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 22

Schon seit Jahren lese ich das Blog "Essen kommen" von Ludger Freese. Ich habe ihn in seiner Fleischerei in Visbeck sogar schon zwei Mal besucht.

Ludger ist unheimlich kreativ, sowohl was die Nutzung des Internets angeht, als auch bei seinen Produkten. Und es ist immer wieder spannend und überraschend, auf welche Ideen er kommt.

Zum Relaunch seiner Webseiten hat er ein neues Gericht entwickelt: ein Social Media-Ragout. Hierfür hat er Produkte aus verschiedenen Ecken zusammengeführt: Lammkeulen aus Neuseeland, Curry aus Indien, Orangensaft aus der Kelterei Walther bei Dresden und feine Möhrenscheiben aus dem Oldenburger Münsterland.

Diese Kombination oder "Vernetzung" der Zutaten ist aber nur ein Teil dessen, was Social Media ausmacht. Der Begriff beinhaltet auch, dass die Netzgemeinde an sich beteiligt wird. Denn nicht nur die Vernetzung der Erzeuger ist wichtig, sondern vor allem auch die Meinung der Kunden.

Darum hat er an einige Besucher seines Blogs ein Glas zum Probieren geschickt. Er möchte, dass wir das Produkt bewerten, Empfehlungen weitergeben oder auch Kritik äussern und Verbesserungsvorschläge einreichen.

Freeses Lammkeulenwürfel in feiner Curry-Orangensauce

Im Web geht oft etwas schief, so hatte auch Ludger ein kurzfristiges Problem zu lösen. Ursprünglich sollte die Sauce in 500 ml Gläsern gekocht werden, aber dann waren nicht genug Gläser da. Also hat er kurzfristig auf 250 ml Gläser umdisponiert und uns auch den Grund dafür offen und ehrlich beschrieben.

Als Beilage hatte Ludger Rosmarinkartoffeln und Böhnchen, sowie ggfs. einen schönen Rotwein empfohlen. Aber wenn ich eine Curry-Orangensauce im Kopf habe, denke ich aufgrund des indischen Einschlags zuerst an Reis.

Da das Gericht im Weckglas geliefert wird, konnte ich einfach das Gummi abziehen und das Glas in der Mikrowelle erwärmen. Auch den Reis hatte ich bereits vorgekocht und konnte ihn schnell mit im Zauberkasten heiss werden lassen.

Die Lammkeulenwürfel und die Sauce haben mir gut gefallen. Das Lammfleisch war unheimlich zart und die Sauce schmeckte leicht nach Curry und einem Hauch Orange. Wenn ich das ganze noch ein zweites Mal esse, würde ich vielleicht noch mit ein wenig Curry nachwürzen.

Als Foodblogger interessiere ich mich auch immer für die Zutaten. Sie sind der Grund, wieso ich etwas länger darüber nachgedacht habe, wie ich über das Gericht berichten soll.

  • Lammfleisch (36%)
  • Fleischbrühe (30%)
  • Gemüse (12,5%)
  • Orangensaft (5%)
  • Sahne
  • Speisesalz
  • Kräuter
  • Gewürze
  • Sahnepulver
  • modifizierte Stärke
  • Maltodextrin
  • Aromen
  • Verdickungsmittel: Guarkernmehl
  • Hefeextrakt

Die Hauptzutaten sind ok, die würde ich auch in der Küche selber verwenden. Aber ab Sahnepulver wird es für einen kritischen Foodblogger problematisch. Warum setzt Ludger Sahnepulver ein, wenn er doch schon Sahne verwendet?

Maltodextrin wird wie modifizierte Stärke zur Verdickung, aber auch als Stabilisator, Füllstoff oder Konservierungsmittel benutzt. Mit dem Guarkernmehl sind dann drei Verdickungsmittel enthalten.

Ich vermute, dass diese Pülverchen dem Produktionsprozess geschuldet sind. Wenn die Sauce direkt im Glas zubereitet und geschlossen gekocht und so konserviert wird, kann die Flüssigkeit nicht wie im Topf durch Verdunstung angedickt werden. Auch in der privaten Küche verwendet man dann, wenn es z.B. schnell gehen muss, eine Mehlschwitze oder einen Slurry (wie heisst die Stärke-Aufschlämmung eigentlich im Deutschen? ;-)). Beides nutzt die Eigenschaft von Stärke, Wasser zu binden - genau wie die Produkte oben. Welche Vorteile bieten einem aber die oben aufgezählten Verdickungsmittel in der Produktion?

Hinter Aromen kann sich wiederum alles mögliche verstecken, sie sind nicht einmal als "natürliche" Aromen gekennzeichnet. Was wird hier im Detail genutzt und warum?

Und zu guter Letzt enthält es noch eine Zutat, die man auch immer mehr in anderen kommerziellen Fertiggerichten findet: Hefeextrakt. Hefeextrakt enthält freies Glutamat nicht in isolierter Form und gilt deshalb nach Gesetz nicht als Geschmacksverstärker. Darum besitzt es auch keine E-Nummer. In Tütensuppen wird oft "ohne Zugabe von Geschmacksverstärkern" geworben, aber dann doch Glutamat in Form von Hefeextrakt zugegeben. Keine Sorge - die Lebensmittelindustrie hat noch verschiedene andere Glutamatquellen in Petto, sollte Hefeextrakt auch einmal in Verruf geraten.

Über die Auswirkungen von Glutamat kann man streiten. Ich esse und nutze auch Glutamat, schliesslich ist es z.B. in Sojasauce, Parmesankäse oder Tomaten in relativ hoher Konzentration enthalten. Wenn es aber wie in der Industrie dazu genutzt wird, schlechte Ware geschmacklich zu "verbessern", werde ich misstrauisch.

Darum wundere ich mich, wieso Ludger einen Geschmacksverstärker in dieser Form überhaupt hinzufügt. Die Ausgangsmaterialien sind von guter, wenn nicht sehr guter Qualität. Es sollte nicht nötig sein, deren Geschmack künstlich aufzupeppen.

Das sind Fragen, die mich in den ersten Tagen nach Erhalt des Gerichtes beschäftigt haben. Und weil Ludger sich auch kritische Stimmen gewünscht hat, schreibe ich jetzt darüber. Denn genau dieser gegenseitige Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen, sowie die daraus entstehenden Diskussionen sind die Basis der "neuen" sozialen Medien. Und sie sind wichtig, weil sie jedem Mitglied der Netzgemeinschaft ermöglicht, Verbesserungen einzubringen, neue Sachen zu lernen und vor allem auch an andere weiterzugeben.

Und deswegen frage ich jetzt abschliessend natürlich auch: Habt Ihr auch etwas dazu zu sagen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 10

Warum mache ich auch den Fehler und schaue auf Zutatenlisten?

Unbehandelte Orangen zu bekommen ist heutzutage nicht einfach, selbst in Bioläden sind diese oft gewachst oder anders auf glänzend getrimmt. Natürlich kann man das Wachs gegebenenfalls abwaschen, aber den Aufwand wollte ich mir für ein kleines Experiment nicht antun.

Also habe ich mich im Supermarkt nach bereits geriebenen Orangenschalen umgeschaut und etwas von Dr. Oetker Finesse gefunden: Natürliches Orangenschalen Aroma laut Vorderseite "aus frischen Orangen für besonders natürlichen Fruchtgeschmack".

Orangenschalen-Aroma

Spannend ist dann die Zutatenliste auf der Rückseite:

Natürliches Aroma wird aus natürlichen Grundstoffen erzeugt und muss in der Natur vorkommen. Allerdings kann es auch sein, dass ein Himbeeraroma aus Holzspänen gewonnen wird.

Es ist in Deutschland aber gesetzlich vorgeschrieben, dass natürliche Aromen nur aus dem bezeichneten Lebensmittel stammen dürfen, wenn dessen Bezeichnung im Namen integriert ist. Natürliches Orangenaroma dürfte also wirklich aus Orangen(schalen) hergestellt worden sein. Im Gegensatz dazu kann "natürliches Aroma Erdbeer" aus anderen Quellen als Erdbeeren gewonnen werden.

Aber wieso wird hier erst Orangenaroma aus Orangenschalen gewonnen, um es dann mit Zitronen- und Grapefruitschalen, Zucker, Öl und anderen unaussprechlichen Zutaten wieder als Orangenschalen wirken zu lassen?

Ich verstehe die Lebensmittelchemiker einfach nicht, die sich sowas ausdenken....

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 19

An dieser Salsa wären selbst die hartgetrocknetsten Nachos zerbrochen...

epic fail photos - Recipe Fail

(via Failblog)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 16

[Hurz, was ist das? Als Entwurf gespeichert, aber nicht veröffentlicht? Da stimmt doch was nicht... *nachhol*]

Gibt es schon Untersuchungen zum Thema Blogfaulheit? Da muss es doch was in der Apotheke geben oder von... - ach lassen wir das.

Hier also eine Nachlieferung aus Juli(!):

Bento: Paprika, Wurstsalat, Nürnberger Würstchen und Fladenbrot

Ein schnelles "Fast-Food"-Bento sammelt man sich einfach im Kühlschrank zusammen: Auf die Verwertung wartende Nürnberger Würstchen mit einem halbierten Fladenbrot (indischer Art), ein paar Paprikastreifen und etwas Wurstsalat kombinieren. Fertig, knackig, lecker.

Das Bento ist übrigens das zweite aus Düsseldorf. Es ist wieder die "klassische" Version mit zwei Ebenen und einem Deckel, in dem sich statt Stäbchen dieses Mal Senf versteckt hatte.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 16

Was gibt es schöneres, um eine schon länger dauernde "Blogdepression" zu beenden (hoffentlich), als das jährliche DFssgF (Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete) Event von Rosa?

Nachdem ein großer Teil der Empfänger seine Pakete schon veröffentlicht hat, konnte ich meines heute morgen von der Post abholen und vor den Augen meiner staunenden Kollegen auspacken.

DFssgF 6 - Das Paket

Geschickt wurde es von Mareen von kochend-heiss.de, die vor langer Zeit meine Slow-Cooker-Verlosung gewonnen hatte. Die deutsche Foodblogger-Szene scheint doch kleiner zu sein als ich dachte...

Und das hier war drin (zumindest der Cocos-Schokoriegel ist es nicht mehr ;-)).

DFssgF 6 - Der Inhalt

  • Münchner Oktoberfest-Schüttelbrot
  • Cocos-Schokoriegel
  • Tomabella pflanzliche Pastete
  • Bulgur
  • Senf-Dill-Sauce
  • Chili Kakao Tee

Bis auf das Schüttelbrot hat alles Bio-Qualität. Ich bin gespannt und freue mich schon aufs Probieren. Vor den pflanzlichen Pasteten habe ich schon mehrfach gestanden und überlegt, ob ich sie mitnehmen soll. Und ich liebe Senf-Dill-Sauce :-).

Und Chili Kakao Tee? Wieso wusste ich vorher nicht, dass es sowas gibt? Da sind gleich drei Bestandteile im Namen, die mich glücklich machen ;-)

Vielen Dank für das schöne Paket. Ich werde auch wieder mehr bloggen. Versprochen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 14

Oha. Jetzt wird es aber Zeit, sonst verpasse ich noch das Event zum 6. Geburtstag(!) vom Kochtopf. Das Thema dieses Mal lautet: "In Hülle und Fülle". Eigentlich hatte ich Kohlrouladen im Slow-Cooker machen wollen, aber das hat zeitlich einfach nicht dazwischen gepasst.

Darum habe ich mir gestern kurzfristig etwas anderes überlegt und mich dafür entschieden, einen sehr einfachen Snack nachzumachen. In den Niederlanden bekommt man den Snack unter dem Namen Saucijzenbroodje sogar in Automaten. Bei uns findet man ihn sehr häufig in Tankstellen und Selbstbedienungsbäckereien unter dem Namen "Geflügelrolle".

Ursprünglich war es eine Art Hackfleischrolle in Blätterteig, die wohl aus England stammt, aber auch in Südafrika, Australien und Neuseeland sehr beliebt ist. Unsere niederländischen Nachbarn waren dann vermutlich die ersten, die statt Hackfleisch eine Frikandel eingewickelt haben.

In Deutschland haben sich einige Varianten verbreitet, die z.B. "Würstchen im Schlafrock" oder auch "Wursthuller" bzw. "Wurstwecken" heissen. Je nach Gebiet, wird hierfür Mettwurst, Bockwurst oder ähnliches verwendet. Allerdings ist hier das Umhüllen mit Blätterteig in diesem Fall nur eine Variante, denn ursprünglich werden die Würstchen in Brot- oder Brötchenteig gewickelt.

Saucijzenbroodje / Geflügelrolle

Für die einfachste Form, die ich gestern gemacht habe, nimmt man einfach Tiefkühl-Blätterteig und lässt ihn nach Packungsanweisung 10 Minuten auftauen. Frikandeln gibt es ebenfalls in der Tiefkühltruhe.

Die Frikandel wird dann in eine Scheibe Blätterteig gewickelt, der Blätterteig auf der Oberseite etwas eingeschnitten und mit etwas Milch oder Eigelb bestrichen.

Die Rollen legt man auf ein mit kaltem Wasser abgespültes Backblech in den auf 200 Grad Celsius vorgeheizten Ofen. Nach 20-25 Minuten (in meiner Heissluftmikrowelle gerne auch mal 45 Minuten) müssten die Geflügelrollen knusprig und fertig sein.

Sie schmecken warm besonders lecker, aber auch kalt kann man sie noch gut essen. Allerdings muss man sein schlechtes Gewissen gehörig in den Hintergrund schieben, weil die Kombination von Blätterteig und Würstchen nicht unbedingt in die kalorienarme Kategorie gehört.

Interessant wird es, wenn man sich Gedanken zu möglichen Variationen macht. Man könnte die Frikandeln z.B. aufschneiden und mit Senf beschmieren oder ein paar Streifen Käse zwischen die Wursthälften geben. Und natürlich schmeckt alles besser mit Bacon. Wieso also nicht die Würstchen mit Frühstücksspeck umwickeln? Ich könnte mir auch vorstellen, die Rollen in kleinere Stücke zu schneiden und mit Ketchup und anderen Dips oder Saucen als Fingerfood zum DVD-Abend zu reichen...

Habt Ihr noch andere Ideen für Saucijzenbroodje-Variationen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 13

Ein "kaltes" Bento kann man morgens auch schnell aus dem Handgelenk schütteln:

Bento: Kohlrabi, Frikadelle und Tomaten-Zwiebelsalat

(PS: Kürzester Blogbeitrag? ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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