Jun 27

Seit ein paar Tagen redet mir Chef Todd Mohr ins Gewissen, dass man den Gar-Grad von Fleisch nur mit Hilfe eines Thermometers bestimmen kann. Natürlich gibt es andere grobe Varianten: Aufschneiden des Fleischs und nachschauen, aber dann läuft Fleischsaft aus und es sieht auf dem Teller nicht mehr schön aus. Eine andere Methode ist das Betasten des Fleisches - was mir noch nie geholfen hat.

Wirklich sicher kann man aber nur sein, wenn man die Temperatur im Inneren des Stückes messen kann.

Also habe ich seit kurzem ein neues Küchen-Gadget:

Einstichthermometer

Sehr passend fand ich, dass Ludger von der Fleischerei Freese in seinem "Essen Kommen!"-Blog am selben Tag als das Päckchen geliefert wurde, seinen Artikel "Kernforschung" veröffentlicht hat. Das kann ja irgendwie kein Zufall sein ;-).

Zum Messen der Temperatur nimmt man das Stück Fleisch aus der Pfanne (man will ja nicht aus Versehen durchstechen und die Pfannentemperatur prüfen) und sticht das Thermometer an der dicksten Stelle bis ungefähr zur Mitte ein. Man kann die Hitze oft schon einige Grad vor der gewünschten Temperatur herunterdrehen, weil die Hitze noch etwas nachzieht.

In der Wikipedia findet man einen Artikel, in dem die einzelnen Kerntemperaturen von unterschiedlichen Fleischsorten aufgelistet werden.

Mein digitales Thermometer zeigt sowohl Celsius als auch Fahrenheit an. Der Messbereich reicht von -45 bis +200 °C, bei einer Messgenauigkeit von ca. einem °C. Die Sonde ist 12 cm lang. Das Thermometer kann in der Schutzhülle wie in einem Stift transportiert werden. Außerdem hat die Schutzhülle Löcher, durch die man das Thermometer stecken kann. So hat man eine Art "Griff", wenn man z.B. heisse Flüssigkeiten messen will, deren Dampf einem sonst die Finger verbrühen würde.

Wenn ich jetzt nur daran denke, das Fleisch rechtzeitig zu messen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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