Ach, ich bin schon wieder so blogfaul im Moment. Dabei gibt es ja noch etwas vom zweiten Tag in Hamburg zu berichten.
Holger hatte sich morgens direkt das Auto geschnappt, um damit Bekannte zu besuchen. Also habe ich mir eine Fahrt mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken gegönnt.
Dort angekommen habe ich mich aber nicht lange aufgehalten, sondern bin direkt zu Fuß weiter Richtung Speicherstadt gegangen. Auf dem Weg kommt man am Museums-Segelschiff "Rickmer Rickmers", was als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs gilt vorbei.

Außerdem liegt dort das weltgrößte Museums-Frachtschiff, die "Cap San Diego", am Anleger.

In der Speicherstadt hatte ich dann ein etwas anderes Spektakel vor mir - einen Besuch im Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahn der Welt. Ich war relativ früh dort, so dass ich nur eine Wartezeit von etwa 30 Minuten zu überstehen hatte.
Ich bin eigentlich kein großer Modellbahn-Fan und habe mich auch relativ wenig um die vorbeifahrenden Züge gekümmert. Wirklich interessant sind aber die ganzen Details, die um die eigentliche Bahn herum existieren. Wahrzeichen und Städte aus allen Ecken der Welt, fahrende LKWs, brennende Häuser, die natürlich einen Feuerwehreinsatz nach sich ziehen, Menschenansammlungen, Konzerte, große Containerschiffe und noch so viel mehr.
Hin und wieder kommt man an einem Knopf vorbei, der kleine Aktionen im Gelände startet. So wird z.B. ein Baum gefällt, ein Space-Shuttle startet, im Stadion wird gejubelt, usw.
Sehr überrascht hat mich dann auch, als es plötzlich dunkel wurde. Die Beleuchtung im Wunderland simuliert nämlich auch Tag und Nacht. Und Nachts wird es dann gleich nochmal interessanter. Tausende - ach Millionen - von kleinen Lämpchen beleuchten die Autos, Attraktionen, Kirmes, ...

Ihr merkt schon. Man kann dort locker Stunden verbringen und sich die Details anschauen. Aber am frühen Nachmittag sollte ich ja wieder mit Holger zusammentreffen. Nachdem er irgendwann einen Parkplatz gefunden hatte, stand eine weitere Sehenswürdigkeit an: Das Hamburg Dungeon, welches direkt neben dem Miniatur Wunderland liegt.
Das Hamburg Dungeon ist eine Art geführtes Gruselkabinett, in dem verschiedene Epochen aus der Hamburger Geschichte durchlebt werden können. So erfährt man etwas über die Zeit der Pest, erlebt die Sturmflut von 1717, den Großbrand in Hamburg oder Störtebeckers Hinrichtung. Insbesondere die Zeit der Inquisition war für mich eine Überraschung. Die mir vorgeworfenen Untaten werde ich hier lieber nicht aufzählen...
Ihr solltet Euch übrigens überlegen, wen Ihr nach Hamburg einladet. Es gibt Leute, die danken Euch das so:

Anschließend sollte es dann auch schon wieder nach Hause gehen, was sich als nicht ganz so einfach erwies. Unser Navigationssystem führte uns dazu erst einmal Richtung A7. Bereits auf dem Weg hierhin war kilometerlanges Stop-and-Go angesagt. Als wir endlich auf die Autobahn auffahren konnten, stand dort ebenfalls alles. Also sind wir direkt in der Auffahrspur geblieben und die nächste Abfahrt sofort wieder raus.
Dann waren wir und das Navigationssystem nicht einer Meinung. Irgendwie meinte das nämlich, uns immer wieder auf die A7 zurückführen zu wollen. Das führte dazu, dass wir erst durch verschiedene Stadteile getourt sind und schließlich das Navigationssystem einfach ausgeschaltet haben. Es sollte ja auch möglich sein, über die Beschilderung der Stadt zur A1 zu finden. Das klappte auch ganz gut, nur mussten wir dazu wieder quer durch die Stadt und zwar genau den Weg zurück, auf dem sich inzwischen auch alles staute.
Nach über zwei Stunden hatten wir es dann endlich aus Hamburg raus geschafft und waren auf der Autobahn. Als kleine Pause haben wir noch Halt in Bremen gemacht. Dort befindet sich der Spar-Markt des Shopbloggers, den ich auch einmal besuchen wollte. Glücklicherweise hat der Markt rund um die Uhr geöffnet, so dass unser Tour durch Hamburg uns davon nicht abhalten konnte.
Auch Björn hatte noch nicht Feierabend gemacht und war etwas verwirrt, als jemand "den Chef" sprechen wollte. Sein Gesichtausdruck war jedenfalls herrlich, als ich das Pfandgeld für diese Kiste eintreiben wollte. Er konnte sich kaum daran erinnern, da die Aktion ziemlich genau ein Jahr her war.
Wir haben uns dann kurz über diese und jene Geschichten aus dem Laden unterhalten, bevor Holger und ich mit ein wenig Proviant weitergezogen sind und dann kurz nach Beginn des neuen Tages auch endlich wieder in Münster waren.
Insgesamt hatten wir zwei schöne Tage, mal weg von Stress und täglichen Einerlei-Arbeitsleben. Und Hamburg wird uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen haben ![]()


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