Jan 31

Ultraschallreinigungsgeräte kennt man inzwischen sogar aus dem Discounter. Es gibt kleinere Geräte für Brillen, etwas größere, in denen man auch CDs unterbringen kann und bei Gizmodo wurde jetzt eines vorgestellt, in das man einen ganzen Gemüsekorb packen kann...

Ultraschall-Gemüseputzer

Für nur 380 Euro kann man darin sein Gemüse mit drei verschiedenen Reinigunsstufen vom Ultraschall putzen lassen.

Die Jungs und Mädels bei Gizmodo sind einiges an verrückten Gadgets gewohnt und dachten im ersten Moment wie ich: Und was soll das bitte?

Aber sie recherchieren auch und haben so herausgefunden, dass per Ultraschall gereinigtes Gemüse tatsächlich länger haltbar ist und sich schneller und mit weniger Energieaufwand einfrieren lässt. Ob es auch die kleinen Krabbeltierchen in meinem Salat erledigt?

Ich warte ja noch auf dieses Modell einer Spülmaschine. Dann kann ich das Gemüse genauso effektiv waschen, mein Geschirr spülen und Platten reinigen, sofern ich welche hätte.

PS: "Ernährung" passt eigentlich nicht wirklich als Kategorie. Aber ich habe auch keine Idee, unter was man es packen könnte. Über "Irre Küchengadgets" werde ich wohl seltener berichten :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 28

Der Slow-Cooker ist das ideale Gerät für Suppen, Eintöpfe, Gulaschs, Schmorgerichte usw. die oft sowieso lange garen müssen, damit der Geschmack gut durchzieht.

Da ich schon länger nicht mehr bei Blog-Events mitgemacht habe, kommt mir darum der Event "Eintopf" vom Kochtopf umso mehr gelegen.

Es gibt in den einschlägigen Blogs und Foren eine Menge Rezepte für Erbsensuppen bzw. -Eintöpfe.

Ich habe mir die Rezepte zwar durchgelesen, mich dann aber doch entschieden einfach etwas selber zusammen zu würfeln. Der Grundtenor ist sowieso bei allen derselbe:

Erbseneintopf mit Einlage

Ca. 250 g Kartoffeln schälen und würfeln. Ein Bund Suppengemüse putzen und in Scheiben oder Würfel schneiden. 2 Mettwürstchen (für die westfälische Variante) ebenfalls in Scheiben schneiden. Ein übrig gebliebenes Stück Kassler würfeln.

Alle Zutaten zusammen mit 500 g Schälerbsen in den Slow-Cooker geben und mit Brühe auffüllen, so dass alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Mein 3.5 L Slow-Cooker hatte dann noch ca. 2 cm Platz zum Deckel, was die empfohlene Maximal-Füllmenge um ca. einen halben Zentimeter überschreitet.

Bis hierhin konnte es nicht einfacher sein, aber dann fingen die Probleme auch schon an. Ich habe den Slow Cooker Abends um 23 Uhr eingestellt, weil ich davon ausgegangen war, dass 8-9 Stunden Garzeit auf Low reichen würden. Morgens wurde ich dann allerdings von noch absolut steinharten Erbsen und quasi rohen Kartoffeln enttäuscht.

Aber was solls. Es ist ein Slow-Cooker, den ich auch über Tag einfach weiter köcheln lassen kann. Also bin ich zur Arbeit gefahren und habe erst gegen 17 Uhr wieder nachgeschaut: Da waren die Erbsen doch tatsächlich immer noch hart.

Es gibt jetzt mehrere Möglichkeiten: Entweder mein Slow-Cooker wird auf Low nicht heiss genug, um Hülsenfrüchte zu garen oder er war schlicht zu voll, so dass die Heizkraft nicht ausreichte. Vielleicht hätte ich auch die Schälerbsen erst einweichen sollen (obwohl ich die genommen habe, weil sie das eben nicht brauchen).

Besser wurde es, als ich das ganze dann auf High gedreht und nochmal 3 oder 4 Stunden habe garen lassen. Dann bekam der Eintopf langsam die gewünschte Konsistenz. Ein Großteil der Erbsen löste sich (beim Rühren) quasi auf und sorgte so ohne extra Pürieren für einen schönen dicken Eintopf.

Zusätzlich zu den schon enthaltenen Mettwürstchen und dem Kassler gab es dann noch ein Geflügel-Würstchen als Zugabe.

Beim nächsten Mal werde ich erstens weniger kochen. Ich habe jetzt zwei Tage von der Suppe gegessen und immer noch mehr als die Hälfte im Kühlschrank. Ich werde das gleich noch portionsweise einfrieren, so dass ich erstmal genug Vorrat an Erbsensuppe haben sollte. Zweitens werde ich direkt auf der Stufe High loslegen. Ich rechne dann mit einer Garzeit von 4-5 Stunden, aber das muss eben ausprobiert werden.

Wenn das auch nicht klappt, werden die Erbsen erst über Nacht eingeweicht. Schlägt auch das fehl, gibt es weiter die leckere Erbsensuppe aus der Kanone auf dem Wochenend-Markt am Dom. :-)

Der Eintopf gilt übrigens als Nachzüger für die Suppe, die letzte Woche auf dem Plan stand. Sie war leider ausgefallen, weil der Kürbis von innen angefangen hatte zu schimmeln. Diese Woche wird also noch eine Suppe auf dem Plan stehen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 28

Tja, da stehe ich nun mit meinen Kategorien. Es ist ein Bento, aber gekocht habe ich es im Slow-Cooker und der Sauerkraut stammt aus der letzten Gemüsekiste... Ich glaube, ich muss mal eine Erweiterung für S9Y installieren, mit der ich einem Beitrag mehrere Kategorien zuordnen kann[1].

Bento: Ananas-Sauerkraut mit Kassler, Püree, Clementinen und Pudding

500 g Sauerkraut mit drei oder vier Scheiben Ananas (gestückelt) in den Slow-Cooker geben, etwa eine Tasse Brühe angiessen und ein ca. 1 kg großes Stück Kasslerlachs-Braten in die Mitte setzen.

Hätte ich gewusst, dass ich das erst heute blogge, hätte ich mir vielleicht die Zeit aufgeschrieben. Aber ich denke, ich habe es eine Stunde auf High und dann knapp 7 Stunden auf Low garen lassen.

Am Schluss war etwas viel Flüssigkeit im Keramik-Einsatz. Eventuell hätte eine halbe - oder gar keine(?) - Tasse Brühe gereicht.

Mit selbst gestampftem Kartoffelpüree als Beilage hatte ich dann ein leckeres Essen für zwei Tage. Und selbst danach war noch etwas Kassler übrig, das ich heute in einem Eintopf mit verwendet habe.

Im obigen Bento sieht man ausserdem noch ein paar Stücke Clementinen, einen kleinen Karamell-Schoko-Vanillepudding und den Finger eines Kollegen, der unbedingt mit aufs Foto wollte.

[1] Huch, das scheint auch so zu gehen, indem ich einfach die Kategorien aufklappe und mit gedrückter -Taste mehrere markiere.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 27

Ich schaffe es leider nicht immer, die Verwertung der Zutaten aus den Gemüsekisten mit Rezepten zu verbloggen. Manchmal werfe ich das Gemüse wie den Brokkoli nur mit in eine kleine asiatische Reispfanne oder ein Curry, bei dem sich das bloggen nicht lohnt. Andererseits wieder werden die Fotos nichts (Chicoree). Und der Kürbis hatte innen leider angefangen zu schimmeln, so dass ich ihn nicht zu der geplanten Kürbis-Apfel-Suppe verarbeiten konnte.

Avocado-Mus mit Knäckebrot

Nachdem ich Sammelhamster, das schon in einem Kommentar erklärt hatte, kann ich hier auch noch mit ein wenig Wikipedia-Wissen angeben:

Die Hass-Avocado heisst so, weil der Kalifornier Rudolph Hass den Baum in seinem Garten fand. Es ist eine zufällige Mutation, keine gezielte Züchtung, die aromatischer als andere Sorten schmeckt und darum ziemlich beliebt ist. Ausserdem sie sieht hässlicher aus als andere Sorten ;-). Es ist schon spannend, dass alle heutzutage geernteten Hass-Avocados von diesem einen zufällig entdeckten Baum abstammen. Wenn Euer Name berühmt werden soll, achtet also auf plötzlich im Garten stehende Bäume, die Ihr vorher noch nie dort gesehen habt.

Ich habe die Avocado am Sonntag als Mus zum Frühstück gegessen. Dazu habe ich die Avocado halbiert, den Kern entfernt und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausgekratzt.

In einer Schüssel habe ich sie dann mit einer Gabel zum Mus verarbeitet und etwas Zitronensaft, sowie eine halbe geschälte und sehr fein gewürfelte Zwiebel mit eingerührt. Abschmecken kann man das ganze noch mit sehr wenig Salz und/oder Pfeffer.

Dazu gab es ein paar Scheiben Knäckebrot.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 26

Och Menno, ich bin schon wieder etwas ins Hintertreffen geraten mit den zu veröffentlichen Gerichten.

Allerdings hatte ich am Freitag ein wirklich nicht leicht zu verkraftendes Erlebnis: Dramatik pur - mit tödlichem Ausgang.

Eigentlich sollte es ja nur ein gemütliches Treffen mit den alten Komilitonen bei einem Dinner im Kloster Knechtsteden werden. Sogar Professor Schöngeist war gekommen, um sich die vier Gänge nicht entgehen zu lassen. Als BWL-Student hatte ich mit ihm ja früher weniger zu tun, aber es war schön, dass sich wenigstens einer der Professoren hatte blicken lassen.

Nach einem kleinen Aperitif wurde uns schon die leckere Vorspeise aufgetischt:

Feldsalat, Friseesalat an Himbeerdressing mit Studentenfutterblini

Leider waren auch die nicht so erfreulichen Gäste mit von der Partie - z.B. Björn Krass. Der alte Angeber und Schwerenöter musste natürlich erstmal wieder mit Haus, Autos und Booten, sowie seinen Frauengeschichten angeben. Seine Ex-Frau, Miss "Ich-kriege-gute-Noten-weil-ich-gut-aussehe", Clarissa wäre vielleicht besser garnicht erst gekommen. Das dauernde Ankeifen der Beiden hat die Stimmung doch ziemlich runtergezogen.

Selbst der Lachmann war aufgetaucht aus seinem Whisky-Fass, in dem er sich wohl seit dem Studium verkrochen hatte. Die ganzen Jahre unter Alkohol waren an ihm nicht ganz ohne Spuren vorbei gegangen. Aber das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass seine Firma nach Untersuchungen von der Steuerfahndung pleite gegangen ist und er sehr viel Geld verloren hatte. Es wurde schon immer getuschelt, dass Björn daran nicht ganz unbeteiligt war.

Nichts desto trotz haben wir uns die Suppe schmecken lassen:

Klare Tomatensuppe mit Buchstaben und Gemüseperlen

Ich hatte vorher noch nie klare Tomatensuppe gegessen und war ziemlich überrascht über den sehr intensiven Tomatengeschmack. Während ich mich mit meinen Tischnachbarn noch darüber unterhielt, wie so etwas wohl zubereitet wird, geschah dann das Unfassbare.

Es wird etwas länger, darum geht es erst auf der zweiten Seite weiter...

"Todsicheres Wiedersehen..." vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 23

Es ist schon wieder zwei Tage her, da hat der Ökullus-Bringdienst mir meine Gemüsekiste vor die Tür gestellt. Und das war drin:

Gemüsekiste 2009-01-21

  • eine Hass-Avocado aus Spanien von caee
  • drei Klementinen aus Marocco von ecocert
  • zwei Kiwis aus Italien von icea
  • Brokkoli aus Spanien von caee
  • ein Hokkaido-Kürbis aus der Region von Bioland
  • drei Möhren aus der Region von Bioland
  • Chicoree aus Kalkriese von Bioland
  • ein Pack Sauerkraut aus Deutschland von Bioland
  • Cocktailtomaten aus Italien von icea

Nicht auf dem Bild sind die üblichen 6 Eier, sowie Süßkrams in der Form von jeweils zwei Himbeer-Joghurt- bzw. Orange-Joghurt-Sticks.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 20

Meinen ersten Slow-Cooker habe ich jetzt seit fast einem Monat und habe auch schon das ein oder andere Gericht damit gekocht.

Morphy Richards Slow Cooker Modell 48720

Aufgefallen ist irgendwie niemandem, dass ich in meinem ursprünglichen Beitrag das oben gezeigte Modell 48720 ("Oval Accents Burgundy") gezeigt habe, die Kohlsuppe aber aber in einem schwarzen Modell gekocht wurde :-) - und das kam so:

Die Geschichte ist etwas länger, darum geht es auf der zweiten Seite weiter...

"Morphy Richards Kundenservice" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 19

Die deutsche Bloggerwelt ist außer sich. Selbst Ärztinnen können es nicht fassen:

Saftblog-Geburtstagskuchen

Das Saftblog ist heute 3 Jahre alt geworden. Was haben wir hier in dieser Zeit nicht alles lesen können, über Rhabarber, Aronia, Äpfel, Kirschen, Praktikanten und noch so vieles mehr.

Das Saftblog war eines meiner ersten abonnierten Feeds, wenn ich mich richtig erinnere und ist so mit verantwortlich dafür, dass ich mich mehr und mehr für Blogs interessiert habe. Ob der Grund nun der persönliche Schreibstil, die Ehrlichkeit der Texte, die wissenswerten Infos oder die praktische Saftbox waren, weiß ich nicht mal mehr.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass Kirstin uns weiter mit interessanten Themen versorgt - für mindestens die nächsten 3 Jahre und darüber hinaus.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 18

Ich bin Euch diese Woche noch eine Suppe schuldig. Diese gab es heute Abend aus dem Slow-Cooker:

Scharfe Zucchini-Suppe mit Kresse

Sie war nicht ganz so, wie sich ich mir vorgestellt habe, aber schlecht geschmeckt hat sie auch nicht. Beim nächsten Mal werde ich weniger Wasser versuchen und die Zucchini schälen. Vielleicht war auch die Garzeit zu kurz.

Jedenfalls war die Suppe nicht cremig, sondern noch stückig, wenn auch sehr fein. Neu war für mich das Kürbiskernöl, welches am Ende mehr als nur zur Verzierung dient. Es schmeckt sehr nussig und hat eine sehr intensive dunkle Farbe.

Zutaten:

  • 500 g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • ca. 3 cm Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote
  • Öl
  • ca. 400-500 ml Brühe
  • Sojasauce
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Schale Kresse
  • Kürbiskernöl

Zubereitung:

500 g Zucchini putzen, eine Zwiebel schälen und beides grob würfeln. Ein ca. 3 cm langes Stück Ingwer fein reiben, Knoblauch schälen und hacken und eine Chili entkernen und in feine Streifen schneiden.

Zucchini, Zwiebel, Ingwer und Chili auf ein wenig Maiskeimöl in den 3,5 L Slow-Cooer geben. und 30 Minuten auf High andünsten.

Warme (wichtig, da der Keramikeinsatz bei kaltem Wasser vielleicht platzen würde, wenn er auf High vorgeheizt wurde) Brühe dazugeben, so dass das Gemüse eben bedeckt ist. Ich hatte hier vielleicht etwas zuviel Wasser. Das Gemüse ca. 4 Stunden auf High garen.

Mit Sojasauce, evtl. Salz und Cayennepfeffer abschmecken und pürieren.

Eine Dose Kokosmilch (400 ml oder weniger) hinzugeben und weitere 30 Minuten auf High erhitzen.

Vor dem Servieren eine Schale Kresse abschneiden und unter die Suppe rühren. Auf Suppenteller geben und mit einem Klecks Kürbiskernöl verzieren.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 18

Nach ein paar ordentlichen Stunden des Abhottens auf der 80s Party im Jovel gestern, bin ich erst spät wieder aus den Federn erwacht :-). Umso besser hat das deftige Frühstück dann heute morgen geschmeckt.

Strammer Max mit Kresse

"Strammer Max": Spiegelei auf Käse auf Putenbrust-Scheiben auf Pumpernickel und Vollkornbrot. Dazu eine ordentliche Portion Kresse.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 15

Sabrina hat mich in Ihrem Kommentar vor ein paar Tagen daran erinnert, dass ich hier auch einmal etwas Schärfe ins Blog bringen wollte.

Ich esse gerne scharf und wenn ich mein Essen mal wieder mit einer scharfen Soße wie der Vicious Viper verfeinere, höre ich immer dieselben Bemerkungen: Du brennst Dir ja Deine Geschmacksnerven kaputt. Aber genau das stimmt nämlich nicht.

rote Chilischoten

Kommen wir ein wenig zur Theorie: Schärfe ist kein Geschmack. Es gibt nur wenige Geschmacksrichtungen: bitter, sauer, süß, salzig und "neuerdings" umami. Genau dieses Richtungen werden von den Geschmacksnerven, die üblicherweise auf der Zunge sitzen, erkannt. Schärfe gehört aber nicht in diese Kategorie, denn sie wirkt auf Wärme- bzw. Schmerz-Rezeptoren. Rein chemisch wird im Körper also ein Hitze- oder Schmerzreiz ausgelöst, daher kommt auch der im englischen für die Schärfe verwendete Begriff "hot".

Diese Schmerzreize empfindet man nicht nur im Mund. Das hat jeder schon einmal erfahren müssen, der sich nach dem Schneiden von Chilis aus Versehen die Augen gerieben hat. Es gibt auch eine andere Stelle am Körper, bei der scharfes Essen oft ein zweites Mal wahrgenommen wird. Und ich finde es mehr als beruhigend, dass wir dort keine Geschmacksnerven haben.

Weil Schärfe also auf die Wärme-Rezeptoren wirkt, kann auch eine scharf gewürzte, aber kalte Suppe als "heiß" empfunden werden. Isst man diese Suppe zusätzlich noch warm, verstärken sich natürlich die Empfindungen an den Wärme-Rezeptoren und die Suppe wird als noch schärfer wahrgenommen.

Der menschliche Körper reagiert auf diese Reize automatisch, auch wenn er im Grunde reingelegt wird. Schliesslich werden die Rezeptoren nur gereizt, aber es ist nicht unbedingt die dafür nötige Hitze vorhanden. Seine Reaktion besteht dann z.B. aus einer besseren Durchblutung der betroffenen Zone, um die Wärme von dort abzuführen.

Diese stärkere Durchblutung bewirkt nun aber genau das Gegenteil der allgemeinen Meinung. Die Geschmacksnerven liegen nämlich ebenfalls in den besser durchbluteten Bereichen. Dadurch werden sie empfindlicher und reagieren stärker auf die eigentlichen Geschmacksrichtungen bitter, sauer, süß, salzig und umami.

Schärfe betäubt oder tötet also nicht den Geschmack, sondern verstärkt ihn im Gegenteil, solange man seinen individuellen Bereich an Schmerzempfinden nicht überschreitet. Ich selber bin einige Male von den unglaublich fruchtigen Geschmäckern verschiedener - natürlich sehr scharfer - Chilis überrascht worden.

Falls Ihr es nicht wusstet: In vielen Rheumasalben- und Pflastern ist Capsaicin, die Schärfe der Chilis in Reinform, enthalten. Dieser Stoff sorgt für die bessere Durchblutung z.B. des Rückens, erzeugt dadurch Wärme und hilft Muskeln zu entspannen und Schmerzen zu lindern.

Weitere Reaktionen des Körpers dienen dazu, die vermeintliche Hitze abzuschwächen. Die Poren der Haut öffnen sich am ganzen Körper und man beginnt zu schwitzen. Verdunstet der Schweiß, wird die Körpertemperatur effektiv herabgesenkt. Es gibt Vermutungen darüber, dass das der Grund ist, wieso gerade in warmen Ländern sehr gerne scharf gegessen wird.

Und zu guter Letzt muss der Körper auch noch auf den eigentlichen Schmerzreiz reagieren. Er versucht die Schmerzen zu lindern, indem er Glückshormone (Endorphin) ausschüttet. Da wir Menschen das mögen, ist es nicht nur ein Gerücht, dass scharfes Essen süchtig macht. Chili gilt tatsächlich als eine Art "Naturdroge".

Und hier kommt dann auch das einzige Problem von sehr scharfem Essen: Der Körper gewöhnt sich an die Schmerzreize und reagiert irgendwann weniger heftig darauf. Darum kann man scharfes Essen im wahrsten Sinne des Wortes trainieren. Ich habe auch nicht direkt mit der vollen Dosis angefangen.

Wenn man sich vorher informieren will worauf man sich einlässt, kann man die Scoville-Skala zu Hilfe nehmen. Scoville ist die Einheit in der Schärfe gemessen wird. Die oben bereits erwähnte Vicious Viper wird mit 250 000 Scoville eingestuft, Tabasco hat ca. 2 500 Scoville. Diese Zahl bedeutet einfach ausgedrückt, dass man einen Milliliter der Soße mit 250 000 Millilitern Wasser verdünnen müsste, um keine Schärfe mehr festzustellen. Reines Capsaicin wird heute auf 15 bis 16 000 000 Scoville geschätzt. Man bräuchte für einen Milliliter Capsaicin also 15 000 Liter Wasser, das entspricht ca. 75 Badewannen - für einen Milliliter wohlgemerkt. "Keine Schärfe mehr festzustellen" ist aber natürlich subjektiv, je nachdem, wie gut man an die Schärfe gewöhnt ist, nimmt man sie schliesslich weniger intensiv wahr.

Man sagt, dass ungeübte Europäer schon einen Wert von 1 000 Scoville in reiner Form als ungeniessbar betrachten.

Bleibt zum Schluss der Tipp: Falls Ihr Euch doch einmal übernehmt, vergesst Wasser und Brot als Gegenmittel, wenn Euch der Mund brennt. Wasser verteilt das Capsaicin nur und macht es dadurch noch schlimmer. Capsaicin-Schärfe wird nur durch Fett und Alkohol gelöst. Kalte Milch, Joghurt oder Käse helfen daher besonders gut. Milch enthält Emulgatoren, die das Capsaicin aufnehmen und Enzyme, die Capsaicin spalten können. Ich habe auch schon gelesen, dass eine Zuckerlösung ähnlich effektiv wie Milch helfen soll.

Hat man einmal das Essen zu sehr "verschärft", helfen Zucker oder Tomatensaft. Brennen der Haut z.B. nach dem Schneiden von Chilis kann durch Einreiben mit Alkohol gestoppt werden. Bei Reizung empfindlicher Körperteile (Geschlechtsteile, Augen) hilft etwas Speiseöl.

Es gibt übrigens auch Stoffe, die genau entgegengesetzt arbeiten und auf die Kälte-Rezeptoren wirken. Menthol ist hier ein gutes Beispiel. Darum schmecken Kaugummis und verschiedene Bonbons "erfrischend kühl". Und Minz-Eis schmeckt durch die Kälte wesentlich intensiver als die kleinen Minztäfelchen selber.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 15

Im Moment "geniesse" ich wieder die Möglichkeit, mein Mittagessen im Bistro Denkpause einfach nur abholen zu müssen. Meistens schmeckt das Essen für Großküchenverhältnisse auch relativ gut, aber...

Hackbällchen mit Tomatenreis und Krautsalat

... wenn eine neue Sorte Reis benutzt wird und die Köche noch nicht wissen, wieviel Wasser ein Sack Reis dieser neuen Sorte benötigt, wird die Freude schnell getrübt.

Spaghetti mit einer ähnlichen Konsistenz würden sich vermutlich nicht einmal biegen, wenn man sie aus dem Kochwasser holt.

Ich verstehe ja, dass Kochen für einige tausend Personen nicht so einfach ist, insbesondere wenn neue Zutaten benutzt werden. Aber trotzdem sollte es doch möglich sein, den Reis wenigstens einmal zu probieren, oder nicht?

Dafür war der Nachtisch - Griesspudding mit Mandarinenstückchen wieder sehr lecker :-).

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 13

Heute Abend gab es endlich den Chicoree aus der Gemüsekiste. Viel länger hätte er auch nicht mehr gelagert werden wollen.

Chicoree-Spaghetti-Pfanne

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 300 g Chicoree
  • 1 EL Olivenöl
  • 100 g gekochten oder geräucherten Schinken
  • 50 g Pecorino oder Gouda
  • 2 Eigelb
  • 150 g Creme fraiche
  • 300 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • 400 g Spaghetti

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Chicoree putzen, halbieren, den Keil herausschneiden. Den Chicoree längs in schmale Streifen schneiden und mit den Zwiebelwürfeln in Olivenöl andünsten.

Die Spaghetti nach Packungsanweisung in Salzwasser al dente garen.

Den Schinken in kleine Würfel schneiden. Den Käse reiben und mit Eigelb, Creme fraiche, Milch und Pfeffer verrühren.

2-3 EL Nudelwasser und die abgegossenen Nudeln zum Gemüse geben. Die Eier-Käse-Mischung und Schinkenwürfel untermischen und in der Pfanne kurz andicken lassen, aber nicht mehr kochen.

Auf Tellern verteilen, mit Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

Das Rezept stammt wieder von der Beilage zur Gemüsekiste. Ich finde es echt praktisch, dass eigentlich immer die passenden Rezepte für das enthaltene Gemüse mitgeliefert werden.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 11

Heute hatte ich wieder ein wenig Zeit und habe ein Rezept für den Slow-Cooker adaptiert:

Hackbraten Mexiko aus dem Slow-Cooker, angerichtet

Zutaten:

  • 1 Brötchen, altbacken
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Paprikaschote, rot
  • 1 Chilischote
  • 2 Gewürzgurken
  • 500 g Hackfleisch, gemischt
  • 1 Ei
  • 140 g Bonduelle Mexiko-Mix
  • 2 TL Kapern
  • Semmelbrösel
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Currypulver
  • Cayennepfeffer, Salz
  • Tomatenmark
  • 200 ml Tomaten, passiert
  • Zucker, Salz
  • 2-3 EL saure Sahne, 10%
  • 1 TL Tomatenmark

Zubereitung:

Das altbackene Brötchen in Wasser aufweichen. Die Zwiebeln schälen, die Paprika und die Chilischote putzen und jeweils in sehr kleine Würfel schneiden. Auch die Gewürzgurken in sehr kleine Würfel schneiden.

Statt des oben angegebenen Hackfleischs habe ich nur Schweine-Mett, also gewürztes Schweinehackfleisch, bekommen. Darum habe ich mich mit Salz und Gewürzen sehr zurückgehalten.

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben und die Hälfte der Zwiebeln, sowieso die Hälfte der Paprika mit in die Schüssel geben. Das Ei aufschlagen und mit der Chili, den Gewürzgurken, dem Mexiko-Mix und den Kapern hinzugeben. Das Brötchen ausdrücken und mit in die Hackfleischmasse kneten, so dass eine einheitliche Masse entsteht. Fühlt sich der Teig noch zu feucht oder weich an, kann man noch ein paar Esslöffel Semmelbrösel hinzugeben. Den Teig mit Paprika, Curry, Cayennepfeffer und Salz würzen und abschmecken.

Die restlichen Zwiebel- und Paprikawürfel in den Slow-Cooker geben und die passierten Tomaten angießen. Die Soße mit ein bis zwei Esslöffeln Tomatenmark, einer Prise Zucker und etwas Salz verrühren.

Die Hackfleischmasse zu einem länglichen Teig formen und in die Soße setzen.

Ich habe das ganze dann eine Stunde auf High und sechs Stunden auf Low gegart.

Da der Hackbraten im Slow-Cooker eher gekocht wird, fehlt die Ofen-Kruste. Ich habe ich ihn darum noch mit einer Mischung aus saurer Sahne und Tomatenmark bestrichen und unter dem Grill meiner Mikrowelle noch etwas gebräunt. Das Ergebnis sah dann so aus:

Hackbraten Mexiko aus dem Slow-Cooker

Man sieht auf dem Bild vielleicht, wie locker und leicht der Hackbraten geworden ist. Er ist innen noch relativ feucht, was zum einen durch das viele Gemüse kommt, zum anderen aber auch der niedrigen Gartemperatur zuzuschreiben ist.

Achso - serviert habe ich das ganze mit einer Wildreis-Mischung, die sehr gut zur Tomatensoße passte. Diese hatte ich wie schon beim letzten Mal mit etwas Tomatenmark angedickt.

Das war so lecker, das gibt's morgen nochmal ;-).

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 11

Ein wahrliches Schlemmerfrühstück am Sonntag Morgen:

Rührei mit Knäckebrot

Rührei mit Zwiebeln und Speck langsam und bei kleiner Hitze gerührt, damit es kein Gummi-Rührei wird. Ich habe noch ein wenig Kresse darüber gestreut und als Beilage ein paar Scheiben Amaranth-Knäcke dazu gegessen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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