Jan 28

Der Slow-Cooker ist das ideale Gerät für Suppen, Eintöpfe, Gulaschs, Schmorgerichte usw. die oft sowieso lange garen müssen, damit der Geschmack gut durchzieht.

Da ich schon länger nicht mehr bei Blog-Events mitgemacht habe, kommt mir darum der Event "Eintopf" vom Kochtopf umso mehr gelegen.

Es gibt in den einschlägigen Blogs und Foren eine Menge Rezepte für Erbsensuppen bzw. -Eintöpfe.

Ich habe mir die Rezepte zwar durchgelesen, mich dann aber doch entschieden einfach etwas selber zusammen zu würfeln. Der Grundtenor ist sowieso bei allen derselbe:

Erbseneintopf mit Einlage

Ca. 250 g Kartoffeln schälen und würfeln. Ein Bund Suppengemüse putzen und in Scheiben oder Würfel schneiden. 2 Mettwürstchen (für die westfälische Variante) ebenfalls in Scheiben schneiden. Ein übrig gebliebenes Stück Kassler würfeln.

Alle Zutaten zusammen mit 500 g Schälerbsen in den Slow-Cooker geben und mit Brühe auffüllen, so dass alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Mein 3.5 L Slow-Cooker hatte dann noch ca. 2 cm Platz zum Deckel, was die empfohlene Maximal-Füllmenge um ca. einen halben Zentimeter überschreitet.

Bis hierhin konnte es nicht einfacher sein, aber dann fingen die Probleme auch schon an. Ich habe den Slow Cooker Abends um 23 Uhr eingestellt, weil ich davon ausgegangen war, dass 8-9 Stunden Garzeit auf Low reichen würden. Morgens wurde ich dann allerdings von noch absolut steinharten Erbsen und quasi rohen Kartoffeln enttäuscht.

Aber was solls. Es ist ein Slow-Cooker, den ich auch über Tag einfach weiter köcheln lassen kann. Also bin ich zur Arbeit gefahren und habe erst gegen 17 Uhr wieder nachgeschaut: Da waren die Erbsen doch tatsächlich immer noch hart.

Es gibt jetzt mehrere Möglichkeiten: Entweder mein Slow-Cooker wird auf Low nicht heiss genug, um Hülsenfrüchte zu garen oder er war schlicht zu voll, so dass die Heizkraft nicht ausreichte. Vielleicht hätte ich auch die Schälerbsen erst einweichen sollen (obwohl ich die genommen habe, weil sie das eben nicht brauchen).

Besser wurde es, als ich das ganze dann auf High gedreht und nochmal 3 oder 4 Stunden habe garen lassen. Dann bekam der Eintopf langsam die gewünschte Konsistenz. Ein Großteil der Erbsen löste sich (beim Rühren) quasi auf und sorgte so ohne extra Pürieren für einen schönen dicken Eintopf.

Zusätzlich zu den schon enthaltenen Mettwürstchen und dem Kassler gab es dann noch ein Geflügel-Würstchen als Zugabe.

Beim nächsten Mal werde ich erstens weniger kochen. Ich habe jetzt zwei Tage von der Suppe gegessen und immer noch mehr als die Hälfte im Kühlschrank. Ich werde das gleich noch portionsweise einfrieren, so dass ich erstmal genug Vorrat an Erbsensuppe haben sollte. Zweitens werde ich direkt auf der Stufe High loslegen. Ich rechne dann mit einer Garzeit von 4-5 Stunden, aber das muss eben ausprobiert werden.

Wenn das auch nicht klappt, werden die Erbsen erst über Nacht eingeweicht. Schlägt auch das fehl, gibt es weiter die leckere Erbsensuppe aus der Kanone auf dem Wochenend-Markt am Dom. :-)

Der Eintopf gilt übrigens als Nachzüger für die Suppe, die letzte Woche auf dem Plan stand. Sie war leider ausgefallen, weil der Kürbis von innen angefangen hatte zu schimmeln. Diese Woche wird also noch eine Suppe auf dem Plan stehen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 28

Tja, da stehe ich nun mit meinen Kategorien. Es ist ein Bento, aber gekocht habe ich es im Slow-Cooker und der Sauerkraut stammt aus der letzten Gemüsekiste... Ich glaube, ich muss mal eine Erweiterung für S9Y installieren, mit der ich einem Beitrag mehrere Kategorien zuordnen kann[1].

Bento: Ananas-Sauerkraut mit Kassler, Püree, Clementinen und Pudding

500 g Sauerkraut mit drei oder vier Scheiben Ananas (gestückelt) in den Slow-Cooker geben, etwa eine Tasse Brühe angiessen und ein ca. 1 kg großes Stück Kasslerlachs-Braten in die Mitte setzen.

Hätte ich gewusst, dass ich das erst heute blogge, hätte ich mir vielleicht die Zeit aufgeschrieben. Aber ich denke, ich habe es eine Stunde auf High und dann knapp 7 Stunden auf Low garen lassen.

Am Schluss war etwas viel Flüssigkeit im Keramik-Einsatz. Eventuell hätte eine halbe - oder gar keine(?) - Tasse Brühe gereicht.

Mit selbst gestampftem Kartoffelpüree als Beilage hatte ich dann ein leckeres Essen für zwei Tage. Und selbst danach war noch etwas Kassler übrig, das ich heute in einem Eintopf mit verwendet habe.

Im obigen Bento sieht man ausserdem noch ein paar Stücke Clementinen, einen kleinen Karamell-Schoko-Vanillepudding und den Finger eines Kollegen, der unbedingt mit aufs Foto wollte.

[1] Huch, das scheint auch so zu gehen, indem ich einfach die Kategorien aufklappe und mit gedrückter -Taste mehrere markiere.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 20

Meinen ersten Slow-Cooker habe ich jetzt seit fast einem Monat und habe auch schon das ein oder andere Gericht damit gekocht.

Morphy Richards Slow Cooker Modell 48720

Aufgefallen ist irgendwie niemandem, dass ich in meinem ursprünglichen Beitrag das oben gezeigte Modell 48720 ("Oval Accents Burgundy") gezeigt habe, die Kohlsuppe aber aber in einem schwarzen Modell gekocht wurde :-) - und das kam so:

Die Geschichte ist etwas länger, darum geht es auf der zweiten Seite weiter...

"Morphy Richards Kundenservice" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 18

Ich bin Euch diese Woche noch eine Suppe schuldig. Diese gab es heute Abend aus dem Slow-Cooker:

Scharfe Zucchini-Suppe mit Kresse

Sie war nicht ganz so, wie sich ich mir vorgestellt habe, aber schlecht geschmeckt hat sie auch nicht. Beim nächsten Mal werde ich weniger Wasser versuchen und die Zucchini schälen. Vielleicht war auch die Garzeit zu kurz.

Jedenfalls war die Suppe nicht cremig, sondern noch stückig, wenn auch sehr fein. Neu war für mich das Kürbiskernöl, welches am Ende mehr als nur zur Verzierung dient. Es schmeckt sehr nussig und hat eine sehr intensive dunkle Farbe.

Zutaten:

  • 500 g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • ca. 3 cm Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote
  • Öl
  • ca. 400-500 ml Brühe
  • Sojasauce
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Schale Kresse
  • Kürbiskernöl

Zubereitung:

500 g Zucchini putzen, eine Zwiebel schälen und beides grob würfeln. Ein ca. 3 cm langes Stück Ingwer fein reiben, Knoblauch schälen und hacken und eine Chili entkernen und in feine Streifen schneiden.

Zucchini, Zwiebel, Ingwer und Chili auf ein wenig Maiskeimöl in den 3,5 L Slow-Cooer geben. und 30 Minuten auf High andünsten.

Warme (wichtig, da der Keramikeinsatz bei kaltem Wasser vielleicht platzen würde, wenn er auf High vorgeheizt wurde) Brühe dazugeben, so dass das Gemüse eben bedeckt ist. Ich hatte hier vielleicht etwas zuviel Wasser. Das Gemüse ca. 4 Stunden auf High garen.

Mit Sojasauce, evtl. Salz und Cayennepfeffer abschmecken und pürieren.

Eine Dose Kokosmilch (400 ml oder weniger) hinzugeben und weitere 30 Minuten auf High erhitzen.

Vor dem Servieren eine Schale Kresse abschneiden und unter die Suppe rühren. Auf Suppenteller geben und mit einem Klecks Kürbiskernöl verzieren.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 11

Heute hatte ich wieder ein wenig Zeit und habe ein Rezept für den Slow-Cooker adaptiert:

Hackbraten Mexiko aus dem Slow-Cooker, angerichtet

Zutaten:

  • 1 Brötchen, altbacken
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Paprikaschote, rot
  • 1 Chilischote
  • 2 Gewürzgurken
  • 500 g Hackfleisch, gemischt
  • 1 Ei
  • 140 g Bonduelle Mexiko-Mix
  • 2 TL Kapern
  • Semmelbrösel
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Currypulver
  • Cayennepfeffer, Salz
  • Tomatenmark
  • 200 ml Tomaten, passiert
  • Zucker, Salz
  • 2-3 EL saure Sahne, 10%
  • 1 TL Tomatenmark

Zubereitung:

Das altbackene Brötchen in Wasser aufweichen. Die Zwiebeln schälen, die Paprika und die Chilischote putzen und jeweils in sehr kleine Würfel schneiden. Auch die Gewürzgurken in sehr kleine Würfel schneiden.

Statt des oben angegebenen Hackfleischs habe ich nur Schweine-Mett, also gewürztes Schweinehackfleisch, bekommen. Darum habe ich mich mit Salz und Gewürzen sehr zurückgehalten.

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben und die Hälfte der Zwiebeln, sowieso die Hälfte der Paprika mit in die Schüssel geben. Das Ei aufschlagen und mit der Chili, den Gewürzgurken, dem Mexiko-Mix und den Kapern hinzugeben. Das Brötchen ausdrücken und mit in die Hackfleischmasse kneten, so dass eine einheitliche Masse entsteht. Fühlt sich der Teig noch zu feucht oder weich an, kann man noch ein paar Esslöffel Semmelbrösel hinzugeben. Den Teig mit Paprika, Curry, Cayennepfeffer und Salz würzen und abschmecken.

Die restlichen Zwiebel- und Paprikawürfel in den Slow-Cooker geben und die passierten Tomaten angießen. Die Soße mit ein bis zwei Esslöffeln Tomatenmark, einer Prise Zucker und etwas Salz verrühren.

Die Hackfleischmasse zu einem länglichen Teig formen und in die Soße setzen.

Ich habe das ganze dann eine Stunde auf High und sechs Stunden auf Low gegart.

Da der Hackbraten im Slow-Cooker eher gekocht wird, fehlt die Ofen-Kruste. Ich habe ich ihn darum noch mit einer Mischung aus saurer Sahne und Tomatenmark bestrichen und unter dem Grill meiner Mikrowelle noch etwas gebräunt. Das Ergebnis sah dann so aus:

Hackbraten Mexiko aus dem Slow-Cooker

Man sieht auf dem Bild vielleicht, wie locker und leicht der Hackbraten geworden ist. Er ist innen noch relativ feucht, was zum einen durch das viele Gemüse kommt, zum anderen aber auch der niedrigen Gartemperatur zuzuschreiben ist.

Achso - serviert habe ich das ganze mit einer Wildreis-Mischung, die sehr gut zur Tomatensoße passte. Diese hatte ich wie schon beim letzten Mal mit etwas Tomatenmark angedickt.

Das war so lecker, das gibt's morgen nochmal ;-).

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 7

Mein 3.5 L-Slow-Cooker hat Platz genug für zwei Tage. Darum gab es auch gestern und heute leckeres und vor allem schön scharfes (Habanero-Style)-Chili Con Carne.

Chili Con Carne

Da es aber schon genug Chili-Rezepte für den Slow-Cooker gibt und meins noch etwas Optimierungsbedarf hat, werde ich es nicht im Detail beschreiben.

Ich hatte es am Vorabend vorbereitet, indem ich das Hackfleisch angebraten, die Zwiebeln, Paprika Möhren und Chili-Schoten kleingeschnitten und dann alles zusammen mit Tomaten und Chili-Bohnen aus der Dose im Slow-Cooker-Einsatz gemischt habe. So brauchte ich es morgens nur aus dem Kühlschrank holen, noch mit ein wenig Paprikapulver, Salz, Kreuzkümmel, Korianderpulver und Habanero-Pulver würzen und dann - geplante - 4 Stunden auf High zu köcheln.

Leider ist mir etwas dazwischen gekommen, so dass das Chili 5 1/2 Stunden gebrutzelt hat. Das hat ihm natürlich nicht weh getan, mir aber dank des Slow-Cookers auch nicht. Ich konnte nämlich den Pott einfach vor sich hin schmurgeln lassen, ohne zwischendurch nachzuschauen oder mir Gedanken machen zu müssen.

Als ich dann endlich essen konnte, war das Chili noch viel zu flüssig. Im Slow-Cooker verdampft so gut wie keine Flüssigkeit. Also habe ich noch eine Tube Tomatenmark untergerührt und habe so jetzt doch das Rezept beschrieben :-).

Der Vollständigkeit halber sind hier zum Abschluss noch wichtige Chili-Fakten zu erwähnen, die ich schon vor ein paar Monaten im Crockyblog gelesen habe:

  • Chili Con Carne ist kein mexikanisches Gericht, sondern kreative Resteverwertung, die im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet entstanden ist: Zähes (oder zu lang abgehangenes) Rindfleisch wurde mit vielen Gewürzen weichgeschmort.
  • Ein Chili ist ein Fleischragout, kein Gemüseeintopf. Paprika und Mais gehören nicht hinein, in manchen Landstrichen nicht einmal Bohnen.
  • Chili wird mit süßlichem Maisbrot (oder allenfalls Baguette) serviert, wer mag reicht saure Sahne oder geriebenen Käse als Garnitur. Nudeln oder Reis? Geht gar nicht.

Wenigstens mit dem Baguette lag ich dann ja noch halbwegs richtig. :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 1

Heute habe ich dann meinen neuen schwarzen Slow Cooker eingeweiht und mich an einer Kohlsuppe versucht:

Kohlsuppe

Zutaten:

  • 500 g Weißkohl
  • Sellerie
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 2 Fenchelknollen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Gemüsebrühe
  • Basilikumblätter
  • etwas Olivenöl

Das Gemüse putzen, klein schneiden und mit dem Olivenöl in den Slow Cooker geben. Mit ca. 1 L Gemüsebrühe auffüllen und 4-5 Stunden auf High garen.

Mein 3.5 L Modell war mit der Menge an Gemüse schon fast überladen. Das Gemüse blieb trotz der langen Garzeit relativ knackig, was bei einer Suppe vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist. Aufgefallen ist mir aber, dass ich weniger Gemüsebrühen-Pulver gebraucht habe, weil die Brühe schon so einen intensiven Geschmack hatte - aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ;-).

Mal schauen, ob ich es schaffe wie Ulrike (deren Blogbeiträge einer der Gründe für die Anschaffung des Slow-Cookers waren) und jede Woche eine Suppe oder einen Eintopf auf den Tisch bringe :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter