Jul 28

Ach, ich bin schon wieder so blogfaul im Moment. Dabei gibt es ja noch etwas vom zweiten Tag in Hamburg zu berichten.

Holger hatte sich morgens direkt das Auto geschnappt, um damit Bekannte zu besuchen. Also habe ich mir eine Fahrt mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken gegönnt.

Dort angekommen habe ich mich aber nicht lange aufgehalten, sondern bin direkt zu Fuß weiter Richtung Speicherstadt gegangen. Auf dem Weg kommt man am Museums-Segelschiff "Rickmer Rickmers", was als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs gilt vorbei.

Museums-Segelschiff Rickmer Rickmers

Außerdem liegt dort das weltgrößte Museums-Frachtschiff, die "Cap San Diego", am Anleger.

Museums-Frachtschiff Cap San Diego

In der Speicherstadt hatte ich dann ein etwas anderes Spektakel vor mir - einen Besuch im Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahn der Welt. Ich war relativ früh dort, so dass ich nur eine Wartezeit von etwa 30 Minuten zu überstehen hatte.

Ich bin eigentlich kein großer Modellbahn-Fan und habe mich auch relativ wenig um die vorbeifahrenden Züge gekümmert. Wirklich interessant sind aber die ganzen Details, die um die eigentliche Bahn herum existieren. Wahrzeichen und Städte aus allen Ecken der Welt, fahrende LKWs, brennende Häuser, die natürlich einen Feuerwehreinsatz nach sich ziehen, Menschenansammlungen, Konzerte, große Containerschiffe und noch so viel mehr.

Hin und wieder kommt man an einem Knopf vorbei, der kleine Aktionen im Gelände startet. So wird z.B. ein Baum gefällt, ein Space-Shuttle startet, im Stadion wird gejubelt, usw.

Sehr überrascht hat mich dann auch, als es plötzlich dunkel wurde. Die Beleuchtung im Wunderland simuliert nämlich auch Tag und Nacht. Und Nachts wird es dann gleich nochmal interessanter. Tausende - ach Millionen - von kleinen Lämpchen beleuchten die Autos, Attraktionen, Kirmes, ...

Las Vegas bei Nacht (Miniatur Wunderland)

Ihr merkt schon. Man kann dort locker Stunden verbringen und sich die Details anschauen. Aber am frühen Nachmittag sollte ich ja wieder mit Holger zusammentreffen. Nachdem er irgendwann einen Parkplatz gefunden hatte, stand eine weitere Sehenswürdigkeit an: Das Hamburg Dungeon, welches direkt neben dem Miniatur Wunderland liegt.

Das Hamburg Dungeon ist eine Art geführtes Gruselkabinett, in dem verschiedene Epochen aus der Hamburger Geschichte durchlebt werden können. So erfährt man etwas über die Zeit der Pest, erlebt die Sturmflut von 1717, den Großbrand in Hamburg oder Störtebeckers Hinrichtung. Insbesondere die Zeit der Inquisition war für mich eine Überraschung. Die mir vorgeworfenen Untaten werde ich hier lieber nicht aufzählen...

Ihr solltet Euch übrigens überlegen, wen Ihr nach Hamburg einladet. Es gibt Leute, die danken Euch das so:

Hamburg Dungeon

Anschließend sollte es dann auch schon wieder nach Hause gehen, was sich als nicht ganz so einfach erwies. Unser Navigationssystem führte uns dazu erst einmal Richtung A7. Bereits auf dem Weg hierhin war kilometerlanges Stop-and-Go angesagt. Als wir endlich auf die Autobahn auffahren konnten, stand dort ebenfalls alles. Also sind wir direkt in der Auffahrspur geblieben und die nächste Abfahrt sofort wieder raus.

Dann waren wir und das Navigationssystem nicht einer Meinung. Irgendwie meinte das nämlich, uns immer wieder auf die A7 zurückführen zu wollen. Das führte dazu, dass wir erst durch verschiedene Stadteile getourt sind und schließlich das Navigationssystem einfach ausgeschaltet haben. Es sollte ja auch möglich sein, über die Beschilderung der Stadt zur A1 zu finden. Das klappte auch ganz gut, nur mussten wir dazu wieder quer durch die Stadt und zwar genau den Weg zurück, auf dem sich inzwischen auch alles staute.

Nach über zwei Stunden hatten wir es dann endlich aus Hamburg raus geschafft und waren auf der Autobahn. Als kleine Pause haben wir noch Halt in Bremen gemacht. Dort befindet sich der Spar-Markt des Shopbloggers, den ich auch einmal besuchen wollte. Glücklicherweise hat der Markt rund um die Uhr geöffnet, so dass unser Tour durch Hamburg uns davon nicht abhalten konnte.

Auch Björn hatte noch nicht Feierabend gemacht und war etwas verwirrt, als jemand "den Chef" sprechen wollte. Sein Gesichtausdruck war jedenfalls herrlich, als ich das Pfandgeld für diese Kiste eintreiben wollte. Er konnte sich kaum daran erinnern, da die Aktion ziemlich genau ein Jahr her war.

Wir haben uns dann kurz über diese und jene Geschichten aus dem Laden unterhalten, bevor Holger und ich mit ein wenig Proviant weitergezogen sind und dann kurz nach Beginn des neuen Tages auch endlich wieder in Münster waren.

Insgesamt hatten wir zwei schöne Tage, mal weg von Stress und täglichen Einerlei-Arbeitsleben. Und Hamburg wird uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen haben ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 17

Falls Ihr glaubt, es gibt bei mir im Moment nur noch Tiefkühl-Fertigessen, habt Ihr Euch getäuscht:

Gemüsekiste 2009-07-15

Ich habe den Salat ja ausgeschlossen, weil mein Mikrogarten mir eigentlich genug Salat liefert. Aus diesem Grund wurden mir am Mittwoch statt dessen die Minigurken geliefert.

  • Minigurken aus der Region von Bioland
  • Kohlrabi aus der Region von Bioland
  • bunter Mangold aus der Region von Bioland
  • eine Galia-Melone aus Spanien von caee
  • Möhren aus der neuen Ernte der Region von Bioland
  • eine Nektarine aus Spanien von caee
  • eine grüne Paprika aus der Region von Bioland
  • eine rote Paprika aus Spanien von caee
  • Tomaten aus der Region von Bioland

Zusätzlich bestellt hatte ich 6 Eier.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 12

Der Grund für unseren zweitägigen Kurztripp nach Hamburg in der letzten Woche war ein Besuch bei FRoSTA. Unsere FRoSTA-Scout-Ansprechpartner Sylwia, Marike und seit kurzem auch Stefanie hatten uns zu einem Besuch im Zusatzstoffmuseum und anschließender Gesprächs- und Probier-Runde ins Hamburger FRoSTA-Bistro eingeladen.

Das Zusatzstoffmuseum ist ein Projekt der Hamburger Lebensmittelstiftung und wird unter anderem von FRoSTA und der durch ihre Saftboxen und Saftblog bekannten Kelterei Walther unterstützt. Beide Firmen verzichten bei der Herstellung ihrer Produkte konsequent auf den Einsatz von Zusatzstoffen. An der wissenschaftlichen Entwicklung sind die Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Georg Schwedt und Udo Pollmer beteiligt.

Der erste Eindruck beim Besuch des Museums war für mich eher enttäuschend, denn eigentlich gibt es nicht viel zu sehen. Wenn man das Museum betritt, erklärt eine Zeittafel die Nutzung von Zusatzstoffen im Verlauf der Geschichte. Auffällig sind im Hauptraum die bedruckten Wände, die den Eindruck von Regalen in einem Supermarkt machen. Im Museum selber gibt es eher wenige Ausstellungsstücke, dafür aber umso mehr Informationen.

Gleich beim Eintritt steht man vor einem Regal, in dem eine Auswahl an erlaubten und verwendeten Zusatzstoffen zu sehen ist.

Regal mit Zusatzstoffen

Insgesamt dürfen in der EU tausende von Zusätzen zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Hierzu zählen Aroma- und Farbstoffe, Enzyme und natürlich Geschmacksverstärker. Viele müssen nicht einmal bei den Zutaten aufgelistet werden, da sie nur für die Produktion verwendet werden, aber im endgültigen Produkt nicht mehr vorkommen.

Wer jetzt glaubt, dass er durch den Kauf vor Bioprodukten vor diesen Stoffen geschützt ist, liegt falsch. Auch im Bio-Bereich sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt.

Ich schrieb bereits, dass das Museum auf den ersten Blick eher schlicht erscheint. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass man sich eine kleine Führung von einem Experten gönnt. In unserem Fall hat uns Herr Niemeyer in einer kurzen Runde die wichtigsten Informationen gegeben. Und diese haben es wirklich in sich.

Ich beschäftige mich jetzt seit einiger Zeit mit meiner Ernährung und versuche immer darauf zu achten, was ich so zu mir nehme. Aus diesem Grund habe ich mich auch mit Geschmacksverstärkern beschäftigt und wusste, dass "natürliche Aromen" nichts mit den eigentlichen Früchten zu tun haben.

Duftstation: Essigsäure + Schwefelsäure + Alkohol = Bananenaroma

Trotzdem blieb mir bei den Ausführungen von Herrn Niemeyer regelmässig der Mund offen stehen. Es ist wirklich unglaublich, wie dreist die Industrie uns Verbraucher an der Nase herumführt. Für die Glutamat-Verachter unter Euch hier ein kleiner Tipp: Achtet in Zukunft auch mal auf die Begriffe Hefeextrakt, Würze, Trockenmilcherzeugnis, usw.

Die tollsten Aromen werden übrigens unter anderem mit Schimmelpilzen hergestellt. Für Zitronensäure kann man sich einfach mal in einem schlecht geputzten Badezimmer umschauen. Für Himbeeraroma nimmt man einfach etwas Zedernholzspäne, mischt sie mit Wasser, Alkohol, verschiedenen Geheimzutaten und kocht das ganze etwas ein. Und weil Zedernholz in der Natur vorkommt, ist das ganze ein "natürliches Aroma".

Schuld an der Misere sind unter anderem wir Verbraucher. Solange wir Produkte immer noch billiger haben möchten, wird die Nahrungsmittelindustrie auch weiterhin Zusatzstoffe mit Sparpotential finden. So gab es eine Schautafel, in der gezeigt wurde, wie teuer es ist, 100 kg Joghurt zu aromatisieren: Frische Himbeeren: 31,50 Euro; Natürliches Aroma (Himbeeren als Grundstoff): 12,50 Euro; Natürliches Aroma Typ Himbeere (aus Sägespäne): 3,65 Euro; Naturidentisches Himbeeraroma (aus künstlichen Grundstoffen): 0,06 Euro.

Spannend war auch der Ausblick in die nähere Zukunft, in der wir vermutlich unsere Pizza nur bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzen dürfen, wenn sie noch nach Salami schmecken soll. Überschreitet man die Temperatur, muss man sich mit Thunfisch-Geschmack begnügen. Natürlich ist das nicht für uns wichtig, sondern für die Industrie. Diese kann dann in einem Produktionsablauf unterschiedliche Geschmäcker produzieren, ohne viel umstellen zu müssen.

Leider mussten wir relativ schnell weiter zu unserem Anschlusstermin. Man hat Herrn Niemeyer angemerkt, dass er mit uns locker das dreifache der Zeit hätte verbringen können. Auch mir hätten bestimmt noch ein oder zwei Fragen auf der Zunge gelegen, aber man wartete bereits im Bistro auf uns.

Dort wurden wir von einem Trupp von Mitarbeitern erwartet, die sich nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Ahlers selbst vorgestellt haben. Bereits mit im Museum waren Sylwia, Steffi, Marike, Jessica (Öffentlichkeitsarbeit) und Julian (Büro Bistro). Im Bistro haben sich neben Herrn Ahlers noch Herr Matthias (Trade Marketing), Herr Haliw (Büro Bistro), Herr Blunck (FRoSTA Bistro) und Herr Ehlers zu uns gesellt.

Begrüssung durch Herrn Ahlers

Die Gespräche im Bistro waren ebenfalls sehr interessant. Natürlich wurden wir Scouts zu unseren Erfahrungen mit den FRoSTA-Produkten befragt, aber auch wir haben viele Informationen über die Produkte und die Produktion bekommen. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass es für das FRoSTA-Team nicht einfach nur die Pflicht "Öffentlichkeitsarbeit" war. Man hat gemerkt, wie wichtig FRoSTA die Meinungen der Kunden sind und dass man stolz auf seine Produkte ist.

Leider waren neben Holger und mir nur noch drei oder vier andere Scouts anwesend. Aber nicht jeder ist so verrückt und nimmt für so einen Termin fast 600 km Fahrt auf sich :-).

Während der Diskussionen wurden uns vom Team des Bistros die verschiedensten Gerichte aufgetischt, so dass wir uns durch einen kleinen Teil der FRoSTA-Produkte probieren konnten. Das Sortiment von FRoSTA ist in einem Tiefkühlschrank des Bistros zu bestaunen.

Das FRoSTA-Sortiment

Der gelungene Abschluss des Abends war dann der Nachtisch, den es leider in der Form nicht als Tiefkühlware zu kaufen gibt ;-). Allerdings benutzt man im Bistro auch hierfür Mangos und Co. aus der FRoSTA-Produktion.

Schokokuchen, Mangoquark und Obstsalat

Alles in allem war das Treffen sehr interessant. Vielen Dank an das Scout-Team für die Einladung und die Organisation. Vielleicht schaffen wir es ja wirklich uns bei einem Besuch der Produktion wiederzusehen. Das wären sogar ein paar Kilometer weniger ;-).

(Die Fotos stammen zum großen Teil von Marike, mehr findet man im Flickr-Set "FRoSTA Scouts in Hamburg").

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 10

Vor ein paar Wochen wurde ich im Rahmen meiner FRoSTA-Scout Tätigkeit nach Hamburg eingeladen. Da ich ansonsten eher selten aus meinem täglichen Trott komme, habe ich mir das natürlich nicht entgehen lassen.

Damit die fast 300 km Autofahrt nicht so langweilig werden, habe ich mir dann noch Holger geschnappt und mich am Mittwoch auf einen kleinen Ausflug begeben.

Rein zufällig kamen wir dann zur Mittagszeit an einem Ort namens Visbeck vorbei. Was lag also näher, als sich dort etwas zu stärken. Wir haben uns dann einfach mal für das Fleischer-Fachgeschäft Freese entschieden.

Fleischer-Fachgeschäft Freese

Das ist die Heimat des "Essen kommen!"-Bloggers Ludger Freese, der als "Lusches" auch die Twitter-Welt unsicher macht.

Ludgers Blog lese ich schon seit einiger Zeit. Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich über die Safttante auf ihn gestossen. Auch ihr Saftblog lese ich schon ewig. Ihre Saftboxen kann man auch bei Ludger bekommen.

Es ist einfach spannend, mal die Leute hinter den Blogs kennen zu lernen. Ludgers Betrieb kenne ich schon von unzähligen Fotos, Berichten und sogar aus dem Fernsehen. Auch viele Familienmitglieder und Mitarbeiter habe ich schon mal gesehen.

Ich kenne seine Produkte von der World-Wide-Wurst über die Mockturtle-Suppe bis hin zum Grünkohl mit Pinkel und jetzt endlich auch ihn.

Ganz ungeplant war der Besuch natürlich nicht. Da ich wusste, dass er für seine Kunden auch einen Messer-Schleifservice anbietet, hatte ich kurzfristig noch mein kleines Messerset eingepackt. Ein Mitarbeiter hat mir die Messer dann rasiermesserscharf geschliffen. während Ludger uns durch den Betrieb geführt hat. Und rasiermesserscharf ist wörtlich gemeint. Denn am Schluss wird die Schärfe durch Abrasieren der Armbehaarung geprüft.

Holger und ich bevorzugen eher die konventionelle Methode, wie man auf dem Foto im Blogbeitrag zu unserem Besuch sehen kann.

Gestärkt haben wir uns dann auch im zum Betrieb gehörenden Restaurant. Neben Schnitzeln mit Bratkartoffeln kamen noch die unterschiedlichsten Themen auf den Tisch: Blogger-Bekanntschaften, Kochblogs, hierdurch entstehende Kooperationen und vieles mehr. Ludger bietet in seiner Fleischerei unter anderem verschiedene Produkte an, die durch Blog-Bekanntschaften entstanden sind.

Verpflegung von Ludger

Und natürlich konnte ich nicht ohne etwas Marschverpflegung weiterziehen: Freeses Wiener (neuerdings ohne Glutamat hergestellt) plus dem dazu gehörigen Wiener Senf, Orangen-Senf, Rinderrouladen in Soße, World-Wide-Wurst, die Malawi-Wurst, Mettwurst sowohl etwas trockener (für mich) als auch frisch (für Holger), Mockturtle, trockenen Weißburgunder Kabinett der "Edition Freese" und Kräuter-Olivenöl.

Ludger, vielen Dank für die Gastfreundschaft, die Führung, das leckere Mittagessen, das Messerschärfen, die Verpflegung und die interessanten Gespräche.

Und allen anderen Bloggern sei empfohlen: Wenn Ihr an Visbeck vorbei kommt, macht einen kurzen Abstecher. Ludger ist, wie man hier in Münster sagt, echt jovel.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 6

Nach diesem Gericht habe ich etwas länger gesucht. Schade eigentlich, da es mir besser als die Wildlachs-Varianten gefällt.

FRoSTA Seelachs-Filet Dijon-Senfsauce - vorne

Seelachs ist eine der wenigen Fischsorten, die ich auch mal esse. Aber dann ist es wichtig, dass die Beilagen gut passen und ich eine leckere Sauce habe, mit der ich den Fisch etwas in den Hintergrund rücken kann ;-).

"FRoSTA Gourmet: Seelachs-Filet Dijon-Senfsauce" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter