Feb 15

Das Foto schlummert auch schon länger auf meiner Platte. Gestern dachte ich dann: Hey, das wäre doch ein Blogpost für den heutigen Valentinstag. Aber der ist ja offensichtlich auch schon vorbei. Trotzdem kann ich das vielleicht noch zum Valentinstag-Event vom Kochtopf einreichen.

Es handelt sich bei den Kuchenbällchen um eine kleine Schummelei, denn auch wenn man sie als eine leckere Süßigkeit verschenken kann, handelt es sich eigentlich um eine Resteverwertung von altem Trockenkuchen.

Sie sind schon einmal unter dem englischen Namen "Cake Balls" durch verschiedene Blogs getourt, also im Grunde nichts neues. Weil sie aber wirklich lecker sind und auf einer Party mit Sti(e)l (damit man sich keine Schokofinger holt) sehr gut angekommen sind, gibt es auch ein kleines Rezept.

Kuchenbällchen am Stiel

100-150 g Trockenkuchen (oder z.B. übrig gebliebene Muffins) zerbröseln, 20 g Frischkäse, 5 g Butter und je nach gewünschten Süßgrad noch 1-2 EL Puderzucker vermengen und zu einer Art Teig verkneten.

Hier hat man die Chance, verschiedene Geschmacksrichtungen zu erzeugen. Einfach noch 20 g Marzipan, 20 g Nougat, Limetten-Zesten, Rumaroma, Orangenlikör, Amaretto oder ähnliches Aroma mit in den Teig kneten.

Anschliessend den Teig für ein paar Stunden kalt stellen.

Knapp 10 kleine Kügelchen aus dem Teig formen und in einem Bad aus geschmolzener Kuvertüre mit Schokolade bedecken.

Auch hier gibt es etliche Variationsmöglichkeiten: Helle, dunkle, nussige oder Vollmilch-Kuvertüre stehen unter anderem zur Wahl. Und natürlich kann man die Bällchen auch noch in Zuckerstreusel, Mandelstückchen, Kokosraspeln oder Haselnuss-Krokant rollen, solange die Kuvertüre noch nicht wieder fest geworden ist.

Eine tolle Sache, der man nicht anmerkt, dass es sich eigentlich um Resteverwertung handelt. Eigentlich ist es sogar sinnvoll, dafür extra Kuchen zu backen, nur ein Stück zu Essen und aus dem Rest die Kuchenbällchen zu formen.

Am Valentinstag kann man natürlich auch kleine Herzförmchen benutzen, um die "Pralinen" in Form zu bringen :-)...

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 1

Ich sehe schon die Fragezeichen bei den Lesern... Runde Jägerschnitzel? Tomatensoße? Bist Du jetzt völlig übergeschnappt, Balu?

Irgendwann einmal hat mir jemand erzählt, dass er beim Urlaub im östlichen Teil Deutschlands in einer Dorfgaststätte ein Jägerschnitzel bestellt hat und dann etwas ähnliches bekommen hat, wie im folgenden Bild zu sehen.

Jägerschnitzel (Ost)

Vor kurzem bin ich dann über einen ähnlichen Bericht gestolpert und habe mich einmal auf die Suche nach den ominösen runden Schnitzeln gemacht.

Schließlich bin ich darüber gestolpert, dass diese Art Jägerschnitzel in der ehemaligen DDR (kennt die noch jemand?) sehr beliebt war und auch heute wohl noch ist.

Fleisch war knapp, an Wurst war eher zu kommen und sie war vor allen Dingen billiger. Also hat man für die "falschen Schnitzel" Jagdwurst oder Bierschinken genommen. Ihr glaubt mir nicht? Glaubt Ihr der Wikipedia?

Das Gericht scheint aber schon älter zu sein und aus Pommern oder Schlesien zu stammen.

Wer es nachkochen will, nimmt fingerdicke Jagdwurstscheiben und paniert diese auf klassische Art: Erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und schließlich in Paniermehl wenden. Je nachdem, wie stark die Jagdwurst schon gewürzt ist, kann man z.B. das Ei noch mit Salz, Paprika oder anderen Gewürzen oder Kräutern vermengen.

Dazu gibt es Nudeln mit einer schnellen Tomatensoße aus angedünsteten Zwiebeln, (ggfs. etwas Mehlschwitze), Tomatenmark, Wasser und natürlich Salz und anderen Gewürzen.

Gelegentlich brate ich mir auch mal eine Scheibe Fleisch-, Schinken-, Kinderwurst oder "wie auch immer ihr sie nennt" an. Und so verschieden ist das von dieser Art Jägerschnitzel nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder diese Art so sehr gut finden.

Also, wenn Ihr demnächst ein Jägerschnitzel bestellt und kein Schnitzel Wiener Art mit sahniger Pilzsoße bekommt, bitte nicht mehr wundern.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter