Sep 14

Oha. Jetzt wird es aber Zeit, sonst verpasse ich noch das Event zum 6. Geburtstag(!) vom Kochtopf. Das Thema dieses Mal lautet: "In Hülle und Fülle". Eigentlich hatte ich Kohlrouladen im Slow-Cooker machen wollen, aber das hat zeitlich einfach nicht dazwischen gepasst.

Darum habe ich mir gestern kurzfristig etwas anderes überlegt und mich dafür entschieden, einen sehr einfachen Snack nachzumachen. In den Niederlanden bekommt man den Snack unter dem Namen Saucijzenbroodje sogar in Automaten. Bei uns findet man ihn sehr häufig in Tankstellen und Selbstbedienungsbäckereien unter dem Namen "Geflügelrolle".

Ursprünglich war es eine Art Hackfleischrolle in Blätterteig, die wohl aus England stammt, aber auch in Südafrika, Australien und Neuseeland sehr beliebt ist. Unsere niederländischen Nachbarn waren dann vermutlich die ersten, die statt Hackfleisch eine Frikandel eingewickelt haben.

In Deutschland haben sich einige Varianten verbreitet, die z.B. "Würstchen im Schlafrock" oder auch "Wursthuller" bzw. "Wurstwecken" heissen. Je nach Gebiet, wird hierfür Mettwurst, Bockwurst oder ähnliches verwendet. Allerdings ist hier das Umhüllen mit Blätterteig in diesem Fall nur eine Variante, denn ursprünglich werden die Würstchen in Brot- oder Brötchenteig gewickelt.

Saucijzenbroodje / Geflügelrolle

Für die einfachste Form, die ich gestern gemacht habe, nimmt man einfach Tiefkühl-Blätterteig und lässt ihn nach Packungsanweisung 10 Minuten auftauen. Frikandeln gibt es ebenfalls in der Tiefkühltruhe.

Die Frikandel wird dann in eine Scheibe Blätterteig gewickelt, der Blätterteig auf der Oberseite etwas eingeschnitten und mit etwas Milch oder Eigelb bestrichen.

Die Rollen legt man auf ein mit kaltem Wasser abgespültes Backblech in den auf 200 Grad Celsius vorgeheizten Ofen. Nach 20-25 Minuten (in meiner Heissluftmikrowelle gerne auch mal 45 Minuten) müssten die Geflügelrollen knusprig und fertig sein.

Sie schmecken warm besonders lecker, aber auch kalt kann man sie noch gut essen. Allerdings muss man sein schlechtes Gewissen gehörig in den Hintergrund schieben, weil die Kombination von Blätterteig und Würstchen nicht unbedingt in die kalorienarme Kategorie gehört.

Interessant wird es, wenn man sich Gedanken zu möglichen Variationen macht. Man könnte die Frikandeln z.B. aufschneiden und mit Senf beschmieren oder ein paar Streifen Käse zwischen die Wursthälften geben. Und natürlich schmeckt alles besser mit Bacon. Wieso also nicht die Würstchen mit Frühstücksspeck umwickeln? Ich könnte mir auch vorstellen, die Rollen in kleinere Stücke zu schneiden und mit Ketchup und anderen Dips oder Saucen als Fingerfood zum DVD-Abend zu reichen...

Habt Ihr noch andere Ideen für Saucijzenbroodje-Variationen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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4 Kommentare

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  1. zorra meint:

    Frikandel noch nie gehört, was ist denn das? Ich würde ja die Fleischfüllung lieber selbst machen, so weiss man wenigstens was man hat. ;-)

    Danke fürs Mitamchen am Event.

  2. Balu meint:

    Frikandel ist die holländische Wurst, die oft in HotDogs verwendet wird. Ein Bekannter sagt immer, bei der Wurst ist es wichtig, dass man nicht weiss, was drin ist - hauptsache sie schmeckt ;-)

    Definierend würde ich sagen "längliche, gewürzte Geflügelfrikadelle" ;-)

  3. Catering Berlin meint:

    Ich hab grad überlegt, ob man vielleicht einen Salat oder Gurkenstreifen mit einwickeln kann?! Müsste man mal ausprobieren, ob das wirklich die Frische verleiht, wie ich sie mir grad vorstelle.

    Aber zerschnitten als Fingerfood kann ich mir die auch sehr gut vorstellen. Vielleicht probier ich das demnächst mal aus.

    beste Grüße

    Catering Berlin

  4. Beate meint:

    Schmeckt auch sehr gut wenn man einfach Bockwürstchen nimmt. Die Idee mit dem Käse hört sich echt gut an. Ich denk grad an die Möglichkeit mit dem Bacon, ich überleg nur grad kross wird der ja sicher nicht. Das mit dem Salat würd ich nicht machen, kann mir nicht vorstellen das das was wird.

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