Dez 31

Im dritten Teil der Blogparade Küchenausstattung geht es um elektrische Küchenhelfer. Und ich habe mich heute mal sehr kurzfristig entschlossen, auch daran teilzunehmen.

Ich habe etwas überlegt, welches meiner elektrischen Küchengeräte ich vorstellen sollte. Da gibt es einen 3 Kilowatt Wasserkocher, einen Slow-Cooker, einen Dampfgarer, einen Joghurtbereiter, eine Kenwood Küchenmaschine, einen Elektrogrill, usw..

Ja, ich bin ein Küchengadget-Fanatiker ;-). Letztendlich habe ich mich aber für zwei Teile entschieden, die ich auch sehr regelmässig benutze:

Waage und Thermometer

Meine digitale Küchenwaage misst in Gramm-Schritten bis zu 5 kg Gewicht, kann zwischendurch bei jedem Stand auf Null gesetzt werden und dient mir vor allem dazu, meine Portionsgrößen zu kontrollieren. Ansonsten koche ich halt gerne auch mal Reis statt nur für mich für 10 Personen ;-) (wobei ich Reis eher mit einer Tasse messe). Ausserdem ist sie natürlich absolut unersetzbar, wenn es ans Backen geht.

Das digitale Instant-Read-Thermometer zeigt mir nicht ganz "instant", aber doch recht schnell die Temperatur im Inneren z.B. von Fleisch an, dass ich gerade anbrate. Ich habe früher eigentlich immer gesagt, dass man sowas nicht braucht, weil man ja das Stück Fleisch auch eben einschneiden kann, um nachzuschauen, ob es gar ist. Aber inzwischen halte ich das für ein absolutes No-Go. Es gehört sich einfach nicht, Fleisch in Stücke zu schnippeln und anschliessend die Schnittstelle mit Soße abzudecken. Und was macht man, wenn das Stück noch nicht gar war? Wieder zusammenbasteln, um es dann an anderer Stelle zu zerschneiden? Nein. Das gehört sich einfach nicht. Abgesehen davon, dass man so natürlich auch viel Flüssigkeit aus dem Fleisch verliert. "Ruhen" braucht das Fleisch dann jedenfalls nicht mehr.

Mit dem Thermometer hat man alle diese Nachteile nicht und kann sich absolut sicher sein, dass das Fleisch gar ist. Was insbesondere wichtig ist, wenn man eventuellen Gästen keine rohe Hähnchenbrust servieren möchte. :-)

Beide Geräte haben zwar keinen Stecker, werden aber mit Batterie betrieben und gelten somit hoffentlich auch als "elektrische Küchenhelfer". :-)

Ein großer Flop in meinem Gadget-Park war übrigens ein Joghurt-Bereiter mit 7 kleinen Gläschen. Die jeweilige Portion war so klein, dass man immer 2 oder 3 Gläschen brauchte, mit dementsprechendem Reinigungsaufwand. Inzwischen habe ich einen Joghurtbereiter, in dem ein großes Glas Joghurt gemacht werden kann. Aber den stelle ich dann ein anderes mal vor. :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 15

Das Foto schlummert auch schon länger auf meiner Platte. Gestern dachte ich dann: Hey, das wäre doch ein Blogpost für den heutigen Valentinstag. Aber der ist ja offensichtlich auch schon vorbei. Trotzdem kann ich das vielleicht noch zum Valentinstag-Event vom Kochtopf einreichen.

Es handelt sich bei den Kuchenbällchen um eine kleine Schummelei, denn auch wenn man sie als eine leckere Süßigkeit verschenken kann, handelt es sich eigentlich um eine Resteverwertung von altem Trockenkuchen.

Sie sind schon einmal unter dem englischen Namen "Cake Balls" durch verschiedene Blogs getourt, also im Grunde nichts neues. Weil sie aber wirklich lecker sind und auf einer Party mit Sti(e)l (damit man sich keine Schokofinger holt) sehr gut angekommen sind, gibt es auch ein kleines Rezept.

Kuchenbällchen am Stiel

100-150 g Trockenkuchen (oder z.B. übrig gebliebene Muffins) zerbröseln, 20 g Frischkäse, 5 g Butter und je nach gewünschten Süßgrad noch 1-2 EL Puderzucker vermengen und zu einer Art Teig verkneten.

Hier hat man die Chance, verschiedene Geschmacksrichtungen zu erzeugen. Einfach noch 20 g Marzipan, 20 g Nougat, Limetten-Zesten, Rumaroma, Orangenlikör, Amaretto oder ähnliches Aroma mit in den Teig kneten.

Anschliessend den Teig für ein paar Stunden kalt stellen.

Knapp 10 kleine Kügelchen aus dem Teig formen und in einem Bad aus geschmolzener Kuvertüre mit Schokolade bedecken.

Auch hier gibt es etliche Variationsmöglichkeiten: Helle, dunkle, nussige oder Vollmilch-Kuvertüre stehen unter anderem zur Wahl. Und natürlich kann man die Bällchen auch noch in Zuckerstreusel, Mandelstückchen, Kokosraspeln oder Haselnuss-Krokant rollen, solange die Kuvertüre noch nicht wieder fest geworden ist.

Eine tolle Sache, der man nicht anmerkt, dass es sich eigentlich um Resteverwertung handelt. Eigentlich ist es sogar sinnvoll, dafür extra Kuchen zu backen, nur ein Stück zu Essen und aus dem Rest die Kuchenbällchen zu formen.

Am Valentinstag kann man natürlich auch kleine Herzförmchen benutzen, um die "Pralinen" in Form zu bringen :-)...

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 1

Ich sehe schon die Fragezeichen bei den Lesern... Runde Jägerschnitzel? Tomatensoße? Bist Du jetzt völlig übergeschnappt, Balu?

Irgendwann einmal hat mir jemand erzählt, dass er beim Urlaub im östlichen Teil Deutschlands in einer Dorfgaststätte ein Jägerschnitzel bestellt hat und dann etwas ähnliches bekommen hat, wie im folgenden Bild zu sehen.

Jägerschnitzel (Ost)

Vor kurzem bin ich dann über einen ähnlichen Bericht gestolpert und habe mich einmal auf die Suche nach den ominösen runden Schnitzeln gemacht.

Schließlich bin ich darüber gestolpert, dass diese Art Jägerschnitzel in der ehemaligen DDR (kennt die noch jemand?) sehr beliebt war und auch heute wohl noch ist.

Fleisch war knapp, an Wurst war eher zu kommen und sie war vor allen Dingen billiger. Also hat man für die "falschen Schnitzel" Jagdwurst oder Bierschinken genommen. Ihr glaubt mir nicht? Glaubt Ihr der Wikipedia?

Das Gericht scheint aber schon älter zu sein und aus Pommern oder Schlesien zu stammen.

Wer es nachkochen will, nimmt fingerdicke Jagdwurstscheiben und paniert diese auf klassische Art: Erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und schließlich in Paniermehl wenden. Je nachdem, wie stark die Jagdwurst schon gewürzt ist, kann man z.B. das Ei noch mit Salz, Paprika oder anderen Gewürzen oder Kräutern vermengen.

Dazu gibt es Nudeln mit einer schnellen Tomatensoße aus angedünsteten Zwiebeln, (ggfs. etwas Mehlschwitze), Tomatenmark, Wasser und natürlich Salz und anderen Gewürzen.

Gelegentlich brate ich mir auch mal eine Scheibe Fleisch-, Schinken-, Kinderwurst oder "wie auch immer ihr sie nennt" an. Und so verschieden ist das von dieser Art Jägerschnitzel nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder diese Art so sehr gut finden.

Also, wenn Ihr demnächst ein Jägerschnitzel bestellt und kein Schnitzel Wiener Art mit sahniger Pilzsoße bekommt, bitte nicht mehr wundern.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 29

Drei verschrumpelte Pastinaken und ein Rest Rotkohl waren noch im Kühlschrank. Aber was isst man dazu? Vielleicht etwas klassisch deftiges in der Winterzeit?

Leberbrot, Wurstebrot, Pastinakenpüree, Rotkohl

Leberbrot ist eine Kochwurst aus dem Münsterland aus Schweinefleisch, Leber, fettem Speck, Mehl und Gewürzen. Klassisch ist man sie mit Roter Bete oder gebratenen Apfelscheiben.

Dagegen ist Wurstebrot eine Grützwurst ebenfalls aus dem Münsterland und wird aus Blut (na, wer hat jetzt noch Appetit?), Roggenschrot, fettem Speck, Schweinefleisch, Mehl und Gewürzen hergestellt.

Im Winter isst man diese oft in Kombination. Beide werden als dicke Scheiben in der Pfanne gebraten - gegebenfalls zusammen mit Apfelscheiben oder -würfeln.

Bei mir gab es dazu Rotkohl und ein Püree aus gestampften Pastinaken mit Frischkäse und etwas Petersilie.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 22

Schon seit Jahren lese ich das Blog "Essen kommen" von Ludger Freese. Ich habe ihn in seiner Fleischerei in Visbeck sogar schon zwei Mal besucht.

Ludger ist unheimlich kreativ, sowohl was die Nutzung des Internets angeht, als auch bei seinen Produkten. Und es ist immer wieder spannend und überraschend, auf welche Ideen er kommt.

Zum Relaunch seiner Webseiten hat er ein neues Gericht entwickelt: ein Social Media-Ragout. Hierfür hat er Produkte aus verschiedenen Ecken zusammengeführt: Lammkeulen aus Neuseeland, Curry aus Indien, Orangensaft aus der Kelterei Walther bei Dresden und feine Möhrenscheiben aus dem Oldenburger Münsterland.

Diese Kombination oder "Vernetzung" der Zutaten ist aber nur ein Teil dessen, was Social Media ausmacht. Der Begriff beinhaltet auch, dass die Netzgemeinde an sich beteiligt wird. Denn nicht nur die Vernetzung der Erzeuger ist wichtig, sondern vor allem auch die Meinung der Kunden.

Darum hat er an einige Besucher seines Blogs ein Glas zum Probieren geschickt. Er möchte, dass wir das Produkt bewerten, Empfehlungen weitergeben oder auch Kritik äussern und Verbesserungsvorschläge einreichen.

Freeses Lammkeulenwürfel in feiner Curry-Orangensauce

Im Web geht oft etwas schief, so hatte auch Ludger ein kurzfristiges Problem zu lösen. Ursprünglich sollte die Sauce in 500 ml Gläsern gekocht werden, aber dann waren nicht genug Gläser da. Also hat er kurzfristig auf 250 ml Gläser umdisponiert und uns auch den Grund dafür offen und ehrlich beschrieben.

Als Beilage hatte Ludger Rosmarinkartoffeln und Böhnchen, sowie ggfs. einen schönen Rotwein empfohlen. Aber wenn ich eine Curry-Orangensauce im Kopf habe, denke ich aufgrund des indischen Einschlags zuerst an Reis.

Da das Gericht im Weckglas geliefert wird, konnte ich einfach das Gummi abziehen und das Glas in der Mikrowelle erwärmen. Auch den Reis hatte ich bereits vorgekocht und konnte ihn schnell mit im Zauberkasten heiss werden lassen.

Die Lammkeulenwürfel und die Sauce haben mir gut gefallen. Das Lammfleisch war unheimlich zart und die Sauce schmeckte leicht nach Curry und einem Hauch Orange. Wenn ich das ganze noch ein zweites Mal esse, würde ich vielleicht noch mit ein wenig Curry nachwürzen.

Als Foodblogger interessiere ich mich auch immer für die Zutaten. Sie sind der Grund, wieso ich etwas länger darüber nachgedacht habe, wie ich über das Gericht berichten soll.

  • Lammfleisch (36%)
  • Fleischbrühe (30%)
  • Gemüse (12,5%)
  • Orangensaft (5%)
  • Sahne
  • Speisesalz
  • Kräuter
  • Gewürze
  • Sahnepulver
  • modifizierte Stärke
  • Maltodextrin
  • Aromen
  • Verdickungsmittel: Guarkernmehl
  • Hefeextrakt

Die Hauptzutaten sind ok, die würde ich auch in der Küche selber verwenden. Aber ab Sahnepulver wird es für einen kritischen Foodblogger problematisch. Warum setzt Ludger Sahnepulver ein, wenn er doch schon Sahne verwendet?

Maltodextrin wird wie modifizierte Stärke zur Verdickung, aber auch als Stabilisator, Füllstoff oder Konservierungsmittel benutzt. Mit dem Guarkernmehl sind dann drei Verdickungsmittel enthalten.

Ich vermute, dass diese Pülverchen dem Produktionsprozess geschuldet sind. Wenn die Sauce direkt im Glas zubereitet und geschlossen gekocht und so konserviert wird, kann die Flüssigkeit nicht wie im Topf durch Verdunstung angedickt werden. Auch in der privaten Küche verwendet man dann, wenn es z.B. schnell gehen muss, eine Mehlschwitze oder einen Slurry (wie heisst die Stärke-Aufschlämmung eigentlich im Deutschen? ;-)). Beides nutzt die Eigenschaft von Stärke, Wasser zu binden - genau wie die Produkte oben. Welche Vorteile bieten einem aber die oben aufgezählten Verdickungsmittel in der Produktion?

Hinter Aromen kann sich wiederum alles mögliche verstecken, sie sind nicht einmal als "natürliche" Aromen gekennzeichnet. Was wird hier im Detail genutzt und warum?

Und zu guter Letzt enthält es noch eine Zutat, die man auch immer mehr in anderen kommerziellen Fertiggerichten findet: Hefeextrakt. Hefeextrakt enthält freies Glutamat nicht in isolierter Form und gilt deshalb nach Gesetz nicht als Geschmacksverstärker. Darum besitzt es auch keine E-Nummer. In Tütensuppen wird oft "ohne Zugabe von Geschmacksverstärkern" geworben, aber dann doch Glutamat in Form von Hefeextrakt zugegeben. Keine Sorge - die Lebensmittelindustrie hat noch verschiedene andere Glutamatquellen in Petto, sollte Hefeextrakt auch einmal in Verruf geraten.

Über die Auswirkungen von Glutamat kann man streiten. Ich esse und nutze auch Glutamat, schliesslich ist es z.B. in Sojasauce, Parmesankäse oder Tomaten in relativ hoher Konzentration enthalten. Wenn es aber wie in der Industrie dazu genutzt wird, schlechte Ware geschmacklich zu "verbessern", werde ich misstrauisch.

Darum wundere ich mich, wieso Ludger einen Geschmacksverstärker in dieser Form überhaupt hinzufügt. Die Ausgangsmaterialien sind von guter, wenn nicht sehr guter Qualität. Es sollte nicht nötig sein, deren Geschmack künstlich aufzupeppen.

Das sind Fragen, die mich in den ersten Tagen nach Erhalt des Gerichtes beschäftigt haben. Und weil Ludger sich auch kritische Stimmen gewünscht hat, schreibe ich jetzt darüber. Denn genau dieser gegenseitige Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen, sowie die daraus entstehenden Diskussionen sind die Basis der "neuen" sozialen Medien. Und sie sind wichtig, weil sie jedem Mitglied der Netzgemeinschaft ermöglicht, Verbesserungen einzubringen, neue Sachen zu lernen und vor allem auch an andere weiterzugeben.

Und deswegen frage ich jetzt abschliessend natürlich auch: Habt Ihr auch etwas dazu zu sagen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 10

Warum mache ich auch den Fehler und schaue auf Zutatenlisten?

Unbehandelte Orangen zu bekommen ist heutzutage nicht einfach, selbst in Bioläden sind diese oft gewachst oder anders auf glänzend getrimmt. Natürlich kann man das Wachs gegebenenfalls abwaschen, aber den Aufwand wollte ich mir für ein kleines Experiment nicht antun.

Also habe ich mich im Supermarkt nach bereits geriebenen Orangenschalen umgeschaut und etwas von Dr. Oetker Finesse gefunden: Natürliches Orangenschalen Aroma laut Vorderseite "aus frischen Orangen für besonders natürlichen Fruchtgeschmack".

Orangenschalen-Aroma

Spannend ist dann die Zutatenliste auf der Rückseite:

Natürliches Aroma wird aus natürlichen Grundstoffen erzeugt und muss in der Natur vorkommen. Allerdings kann es auch sein, dass ein Himbeeraroma aus Holzspänen gewonnen wird.

Es ist in Deutschland aber gesetzlich vorgeschrieben, dass natürliche Aromen nur aus dem bezeichneten Lebensmittel stammen dürfen, wenn dessen Bezeichnung im Namen integriert ist. Natürliches Orangenaroma dürfte also wirklich aus Orangen(schalen) hergestellt worden sein. Im Gegensatz dazu kann "natürliches Aroma Erdbeer" aus anderen Quellen als Erdbeeren gewonnen werden.

Aber wieso wird hier erst Orangenaroma aus Orangenschalen gewonnen, um es dann mit Zitronen- und Grapefruitschalen, Zucker, Öl und anderen unaussprechlichen Zutaten wieder als Orangenschalen wirken zu lassen?

Ich verstehe die Lebensmittelchemiker einfach nicht, die sich sowas ausdenken....

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 19

An dieser Salsa wären selbst die hartgetrocknetsten Nachos zerbrochen...

epic fail photos - Recipe Fail

(via Failblog)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 16

[Hurz, was ist das? Als Entwurf gespeichert, aber nicht veröffentlicht? Da stimmt doch was nicht... *nachhol*]

Gibt es schon Untersuchungen zum Thema Blogfaulheit? Da muss es doch was in der Apotheke geben oder von... - ach lassen wir das.

Hier also eine Nachlieferung aus Juli(!):

Bento: Paprika, Wurstsalat, Nürnberger Würstchen und Fladenbrot

Ein schnelles "Fast-Food"-Bento sammelt man sich einfach im Kühlschrank zusammen: Auf die Verwertung wartende Nürnberger Würstchen mit einem halbierten Fladenbrot (indischer Art), ein paar Paprikastreifen und etwas Wurstsalat kombinieren. Fertig, knackig, lecker.

Das Bento ist übrigens das zweite aus Düsseldorf. Es ist wieder die "klassische" Version mit zwei Ebenen und einem Deckel, in dem sich statt Stäbchen dieses Mal Senf versteckt hatte.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Nov 16

Was gibt es schöneres, um eine schon länger dauernde "Blogdepression" zu beenden (hoffentlich), als das jährliche DFssgF (Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete) Event von Rosa?

Nachdem ein großer Teil der Empfänger seine Pakete schon veröffentlicht hat, konnte ich meines heute morgen von der Post abholen und vor den Augen meiner staunenden Kollegen auspacken.

DFssgF 6 - Das Paket

Geschickt wurde es von Mareen von kochend-heiss.de, die vor langer Zeit meine Slow-Cooker-Verlosung gewonnen hatte. Die deutsche Foodblogger-Szene scheint doch kleiner zu sein als ich dachte...

Und das hier war drin (zumindest der Cocos-Schokoriegel ist es nicht mehr ;-)).

DFssgF 6 - Der Inhalt

  • Münchner Oktoberfest-Schüttelbrot
  • Cocos-Schokoriegel
  • Tomabella pflanzliche Pastete
  • Bulgur
  • Senf-Dill-Sauce
  • Chili Kakao Tee

Bis auf das Schüttelbrot hat alles Bio-Qualität. Ich bin gespannt und freue mich schon aufs Probieren. Vor den pflanzlichen Pasteten habe ich schon mehrfach gestanden und überlegt, ob ich sie mitnehmen soll. Und ich liebe Senf-Dill-Sauce :-).

Und Chili Kakao Tee? Wieso wusste ich vorher nicht, dass es sowas gibt? Da sind gleich drei Bestandteile im Namen, die mich glücklich machen ;-)

Vielen Dank für das schöne Paket. Ich werde auch wieder mehr bloggen. Versprochen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 14

Oha. Jetzt wird es aber Zeit, sonst verpasse ich noch das Event zum 6. Geburtstag(!) vom Kochtopf. Das Thema dieses Mal lautet: "In Hülle und Fülle". Eigentlich hatte ich Kohlrouladen im Slow-Cooker machen wollen, aber das hat zeitlich einfach nicht dazwischen gepasst.

Darum habe ich mir gestern kurzfristig etwas anderes überlegt und mich dafür entschieden, einen sehr einfachen Snack nachzumachen. In den Niederlanden bekommt man den Snack unter dem Namen Saucijzenbroodje sogar in Automaten. Bei uns findet man ihn sehr häufig in Tankstellen und Selbstbedienungsbäckereien unter dem Namen "Geflügelrolle".

Ursprünglich war es eine Art Hackfleischrolle in Blätterteig, die wohl aus England stammt, aber auch in Südafrika, Australien und Neuseeland sehr beliebt ist. Unsere niederländischen Nachbarn waren dann vermutlich die ersten, die statt Hackfleisch eine Frikandel eingewickelt haben.

In Deutschland haben sich einige Varianten verbreitet, die z.B. "Würstchen im Schlafrock" oder auch "Wursthuller" bzw. "Wurstwecken" heissen. Je nach Gebiet, wird hierfür Mettwurst, Bockwurst oder ähnliches verwendet. Allerdings ist hier das Umhüllen mit Blätterteig in diesem Fall nur eine Variante, denn ursprünglich werden die Würstchen in Brot- oder Brötchenteig gewickelt.

Saucijzenbroodje / Geflügelrolle

Für die einfachste Form, die ich gestern gemacht habe, nimmt man einfach Tiefkühl-Blätterteig und lässt ihn nach Packungsanweisung 10 Minuten auftauen. Frikandeln gibt es ebenfalls in der Tiefkühltruhe.

Die Frikandel wird dann in eine Scheibe Blätterteig gewickelt, der Blätterteig auf der Oberseite etwas eingeschnitten und mit etwas Milch oder Eigelb bestrichen.

Die Rollen legt man auf ein mit kaltem Wasser abgespültes Backblech in den auf 200 Grad Celsius vorgeheizten Ofen. Nach 20-25 Minuten (in meiner Heissluftmikrowelle gerne auch mal 45 Minuten) müssten die Geflügelrollen knusprig und fertig sein.

Sie schmecken warm besonders lecker, aber auch kalt kann man sie noch gut essen. Allerdings muss man sein schlechtes Gewissen gehörig in den Hintergrund schieben, weil die Kombination von Blätterteig und Würstchen nicht unbedingt in die kalorienarme Kategorie gehört.

Interessant wird es, wenn man sich Gedanken zu möglichen Variationen macht. Man könnte die Frikandeln z.B. aufschneiden und mit Senf beschmieren oder ein paar Streifen Käse zwischen die Wursthälften geben. Und natürlich schmeckt alles besser mit Bacon. Wieso also nicht die Würstchen mit Frühstücksspeck umwickeln? Ich könnte mir auch vorstellen, die Rollen in kleinere Stücke zu schneiden und mit Ketchup und anderen Dips oder Saucen als Fingerfood zum DVD-Abend zu reichen...

Habt Ihr noch andere Ideen für Saucijzenbroodje-Variationen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 13

Ein "kaltes" Bento kann man morgens auch schnell aus dem Handgelenk schütteln:

Bento: Kohlrabi, Frikadelle und Tomaten-Zwiebelsalat

(PS: Kürzester Blogbeitrag? ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 27

Es sind Semesterferien in der Fachhochschule, viele Kollegen machen Urlaub - inklusive der Besetzung unseres Bistros. Gibt es einen besseren Grund, wieder mit dem Packen von Bentos anzufangen?

Also habe ich gestern Abend noch ein mit Paprika und Knoblauch mariniertes Hähnchen angebraten, in Streifen geschnitten und eine Tasse Couscous in heissem Wasser quellen lassen. Etwas Mangold aus dem eigenen Containergarten mit in der Pfanne gedünstet und zwei kleine - ebenfalls selbst angebaute - Tomaten dazu gegeben und fertig war mein heutiges Mittagsmenü.

Bento: Paprika-Knoblauch-Hähnchen mit Couscous und Mangold

Die Bento-Box habe ich vor ein paar Tagen während meines Kurztrips nach Düsseldorf gekauft. Sie hat nur eine Ebene, ist dafür aber einiges breiter als meine bisherigen Boxen. Wie so oft hat der Deckel einen kleinen Stauraum für Stäbchen. Auf der Klappe steht "Pleasure Supply. The simple form makes a beautiful and practical lunch box. You can have full realization of its high quality, use by use.". Wenn ich mich richtig erinnere, hat die Box ein Fassungsvermögen von 850 ml.

Düsseldorf ist übrigens voll mit kleinen japanischen Läden, aber Bentos scheint es höchstens mal in der Hello-Kitty-Version für Kinder zu geben.

Umso glücklicher war ich, als ich bei der Takagi GmbH in der Marienstr. 41 fündig geworden bin. Die Bedienung dort war unglaublich nett. Als ich berichtete, wie schwer es sei Bento-Boxen zu finden, wurden extra noch welche aus dem Lager geholt.

Es waren ein paar Boxen mit schönen Verzierungen dabei. Aber ich als denke halt männlich-praktisch und habe mich für zwei eher schlichte und moderne Boxen entschieden.

Wer in Düsseldorf ist sollte mal bei Takagi vorbeischauen oder im Online-Shop stöbern. Leider werden die Bentos dort nicht gelistet. Aber die Inhaber sind auch per Mail zu erreichen und freuen sich bestimmt auch über Bento-Anfragen :-). Vielen Dank nochmal von hier für die nette Beratung.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 23

Weit über ein halbes Jahr habe ich keine Gemüsekiste mehr bestellt. Das musste dringend geändert werden.

Im Sommer enthält die regionale Kiste ausschliesslich Bioland-Produkte aus der Region:

Gemüsekiste 2010-07-15

  • Buschbohnen
  • Minigurken
  • Spitzkohl
  • Basilikum
  • Möhren, neue Ernte
  • Gourmet-Tomaten
  • Bundzwiebeln
  • Zucchini (statt Salat)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 15

Event: Kulinarisches aus Film und Literatur
Ich habe ja gelegentlich mal Fotos von Gerichten, deren Anblick eher abschreckt. Hierfür gibt es hauptsächlich zwei Gründe. Erstens gebe ich mir beim Fotografieren nicht besonders viel Mühe und gestalte den Teller nicht vor einem Foto. Zweitens muss man mit einer Handykamera sehr viel Glück haben, dass ein schönes Bild entsteht.

Bei dem Gericht, dass ich im Rahmen vom Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus Film und Literatur veröffentliche, reicht ein Foto eigentlich nicht, um den Ekelfaktor der Mahlzeit so richtig zu zeigen.

Die auf dem Bild zu sehenden Schlangenwürmer drehen und winden sich nämlich noch auf dem Teller. Und das ist wichtig, denn wie eine alte klingonische Redensart sagt, gibt es nichts schlimmeres als halb-totes Gagh (gesprochen: "Gaach").

Filden Gagh

Es gibt über 50 verschiedene Arten von Gagh. Die beliebtesten Variationen sind Torgud Gagh (schlängelnd), Filden Gagh (drehend und windend), Meshta Gagh (hüpfend), Bithool Gagh (mit Beinen) und Wistan Gagh (eingelegt in Targ-Blut). Targ-Blut habe ich leider nicht bekommen können, so dass ich einfaches Filden Gagh zubereitet habe. Wobei "zubereitet" natürlich etwas übertrieben ist. Schliesslich isst man originales Gagh ohne Beilagen, Saucen und ohne Gewürze.

Der Geschmack ist sehr deftig und auch ziemlich pikant, bzw. scharf, darum wird es in menschlichen Restaurants meist in verarbeiteter Form verzehrt. Es gibt zum Beispiel sehr leckere Eintopf-Gerichte mit Gagh. Hierfür wird eine große Schüssel Würmer in eine Mischung aus Süß- und Salzwasser (30% / 70%) für zwei Tage eingelegt. Anschließend kocht man die Brühe mitsamt der Würmer etwa eine Stunde, wobei man den Geschmack durch Kräuter und Gewürze leicht anpassen kann. Ist das Gagh zu pikant, gibt man zwei Tassen Targ-Tran unter ständigem Rühren hinzu, bis sich eine gelbliche Schicht auf den Würmern bildet. Diese verleiht dem Gericht den typisch schalen Geschmack des Targ-Trans.


Egal, ob Science-Fiction-Fan oder nicht. Das Stichwort Klingonen gehört meiner Meinung nach zum Allgemeinwissen, genauso wie man schon mal vom Star-Trek-Universum gehört haben sollte. Und da es noch ein paar Jahre dauert, bis wir fremde Welten erkunden und sich die Vereinigte Föderation der Planeten bilden wird, musste ich etwas improvisieren.

Das "Gagh" besteht aus japanischen Udon-Nudeln, den dicksten Nudeln der japanischen Küche. Sie werden 10 Minuten in (ungesalzenem) Wasser gekocht. Üblicherweise schreckt man die Nudeln anschließend ab, bevor sie z.B. in heisser Brühe serviert werden.

Bei mir gab es keine Brühe. Ich habe die noch heißen Nudeln nur mit schwarzer Bohnenpaste vermengt. Die Paste habe ich zum ersten Mal verwendet. Sie ist so aromatisch, dass keine weiteren Gewürze nötig sind. Um etwas Schärfe reinzubringen, habe ich aber noch etwas Sriracha-Soße benutzt. Das Ergebnis war ein einfaches kleines Nudelgericht, das sich aber bestimmt auch als Beilage eignet.

Sowohl die Udon-Nudeln als auch die schwarze Bohnenpaste gibt es im gut sortierten Asia-Laden.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 9

Vor ein paar Tagen war ich dienstlich in Düsseldorf, der Stadt mit der größten japanischen Community Deutschlands. Natürlich habe ich mich in Bahnhofsnähe auch gleich auf die Suche nach Läden gemacht, in denen man Bentos kaufen kann.

Das ist leider nicht ganz so einfach, wenn man es nur auf gut Glück versucht.

Trotzdem habe ich einen kleinen Imbiss ergattern können, so dass ich wenigstens auf der Rückfahrt nicht verhungern musste.

Düsseldorf Bento

So sieht also ein Fertig-Bento aus einem "Schnellimbiss" aus.

Das frittierte Hähnchen schmeckte kalt leider nicht besonders gut, das kalte Fett kam zu sehr durch. Dafür waren die Beilagen wirklich gut. Leider weiss ich nicht genau, worum es sich dabei handelte. Bei dem einen hatte ich sehr schmal geschnittenen und gedünsteten Weisskohl im Verdacht.

Neue Bentos-Boxen habe ich auch noch ergattert, vielleicht wird so mal wieder das "Feuer" entfacht und ich packe mir endlich mal wieder welche. Irgendwie bin ich in den letzten Monaten ziemlich (blog-)faul geworden.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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