Jun 21

Noch im Mai war ich Gast auf der Hochzeit von Mareike & Tobias. Die eigentliche Hochzeitsfeier fand im Restaurant "Freiberger" statt. Und mich hat das Essen dort wirklich begeistert.

Aber nicht nur mit seinem Essen hat der Koch einen dicken Pluspunkt gelandet. Bereits im voraus hatten Mareike & Tobias alle Vegetarier, Lebensmittelallergiker und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten um einen Hinweis gebeten. Denn der Koch wollte den Abend für alle Teilnehmer zu einem schönen und unvergesslichen Ereignis werden lassen.

Leider weiss ich nicht, worauf überall geachtet wurde. An einem Tisch war mir z.B. eine kleine Karaffe Olivenöl aufgefallen, die statt Butter serviert wurde (Butter-Allergie). Rücksicht genommen wurde unter anderem auch auf Laktose-Allergiker und natürlich Vegetarier.

Vor dem eigentlichen Menü gab es einen "Amuse gueule / Amuse bouche" - einen kleinen Gruß des Hauses. Dieser bestand aus einer Mischung aus Schweinefleisch, Bratwurstbrät und Kartoffeln - richtig, das ist Saumagen - auf Linsen. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ans Fotografieren gedacht.

Gartenfrische Blattsalate mit lauwarmem Kartoffeldressing, gebratenen Speckstreifen und Kräutercroutons

Das erste Gericht bestand dann aus gartenfrischen Blattsalate mit lauwarmem Kartoffeldressing, gebratenen Speckstreifen und Kräutercroûtons. Alles war sehr schön auf dem Teller angerichtet.

Rahmsuppe von Strauchtomaten und Estragonsorbet im Duett

Dann wurden uns eine Rahmsuppe von Strauchtomaten und Estragonsorbet im Duett serviert. Hierbei hat mich besonders die Kombination aus warmer Suppe und kaltem Sorbet fasziniert. Ein Sorbet aus Kräutern kannte ich noch nicht. Aber das Geschmackserlebnis war schlichtweg genial.

Schweinelende im Wirsingmantel mit Champagner-Senfsauce, Münsterländer Spargel und Kartoffel-Majoranplätzchen

Der nächste Schwung war Schweinelende im Wirsingmantel (mit Eierstich) mit Champagner-Senfsauce, Münsterländer Spargel und Kartoffel-Majoranplätzchen oder Frühkartoffeln. Nachgelegt wurde extrem akkurat in Rauten geschnittenes Marktgemüse und Kartoffel-Lauchgratin.

Das Dessert vom Buffet sah auf dem Teller dann nicht mehr so toll aus, darum gibt es kein Foto. Zur Auswahl standen Mango-, Passionsfrucht- und Limonensorbet, marinierte Erdbeeren, Ananassalat mit Basilikum, Herrencrème, helles und feinherbes Schokoladenmousse, Ofenschlupfer mit Sabayon und Vanilleeis.

Davon hätte ich den ganzen Abend essen können :-). Auch hier war eine enorme geschmackliche Überraschung dabei: Sehr fein geschnittene Ananasstückchen mit Basilikum. Eine unglaublich geniale Kombination, die man eigentlich nicht für möglich halten möchte.

Rein kulinarisch hat man uns an dem Abend mehr als verwöhnt. Nette Gäste und ein kleines Programm machten den tollen Abend dann zu einem insgesamt schönen Erlebnis.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 31

Das passt ja mal wieder wunderbar. Ich habe in der letzten Woche überlegt, was ich aus einem Restprodukt machen kann, das üblicherweise im Abfall landet. Und genau in dem Moment veröffentlich Küchenlatein ein Radieschengrün-Pesto.

Bei mir sind es die Blätter vom Kohlrabi, die durch die schroffe Behandlung beim Transport und Lagerung im Laden oft sehr unansehnlich sind.

Kohlrabi-Kohlrouladen auf gelben Erbsen.

Die feineren Kohlrabi-Blätter aus meinen Gemüsekisten habe ich oft schon mit in der weißen Soße verarbeitet, die ich klassisch zu Kohlrabi mache. Aber wieso sollte man nicht auch die großen Blätter verwenden können?

Also habe ich mir auf dem Markt zwei schöne Kohlrabis mit großen, möglichst unversehrten Blättern ausgesucht. Die Marktfrau war zwar etwas verwirrt, weil die Leute darauf wohl eher nicht achten. Aber als ich Ihr mein Vorhaben erklärte, gab es direkt eine kurze Diskussion über eine mögliche Zubereitung:

Die Blätter vom Kohlrabi lösen, waschen und den Stengel vom Blatt schneiden. Dabei auch das harte "unbeugsame" Stück im Blatt dünner schneiden oder gleich mit raustrennen.

Anschliessend die Blätter kurz in kochendem Wasser blanchieren. Dadurch werden die Blätter weicher und lassen sich besser wickeln. Ausserdem wird das kräftige Grün noch intensiver.

Für die Füllung habe ich dieselbe Hackfleischmischung genommen, wie ich sie für die "falschen Frikadellen" gemacht habe. Allerdings habe ich noch ein Ei ergänzt, was den Teig etwas "fluffiger" gemacht hat.

Jeweils eine passende Portion von dem Teig in ein Blatt wickeln und je nach Geschmack zu einer Rolle binden oder einfach nur auf die Nahtstelle in eine Auflaufform legen. Wenn die Blätter feucht sind, lassen sie sich auch versetzt übereinander legen, um größere Rouladen zu wickeln.

Ich habe die Rouladen anschliessend einfach im Ofen gegart. Leider sind die Blätter dabei sehr ausgetrocknet und waren teilweise brüchig wie angeschmortes Papier. Beim nächsten Mal versuche ich das mit etwas Flüssigkeit zu korrigieren. Die Blätter sind im Vergleich zu Wirsing oder Weißkohl auch sehr dünn. Vielleicht sollte man mehrere Schichten wickeln? Ausserdem könnte man direkt den Kohlrabi selbst mit im Ofen garen.

Faul wie ich war, habe ich die Rouladen dann einfach auf "Gelbe Erbsen mit Suppengrün" gelegt. Das ist eine Dose von "Bonne Cuisine", die ich in meinem Einkaufsmarkt gefunden habe. Grundsätzlich hätte ich da die üblichen Geschmacksverstärker, usw. erwartet. Aber laut Zutatenliste sind nur Gelbe Erbsen, Wasser, Suppengrün (gewürfelte Karotten, Porree und Petersilie), sowie Salz enthalten. Davon wird bestimmt gelegentlich eine Dose in meinem "Notfall-Fastfood-Ergänzungs"-Kellervorrat landen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 11

Eigentlich bin ich ja eher ein deftiger Frühstücker. Wurst und Käse mag ich irgendwie lieber auf Brot als Marmelade. Seit einigen Monaten gibt es aber hauptsächlich kernige Haferflocken mit Quark oder Joghurt und Früchten oder mal ein belegtes Brötchen aus der Mensa.

Am Sonntag bin ich dann erst spät aufgewacht und hatte irgendwie Hunger auf etwas anderes. Und gestern habe ich dann überlegt, dass es zum 5. Geburtstags-"Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway" passen könnte: Pancakes - die amerikanische Version unserer Pfannkuchen.

Pancakes mit Erdbeeren

Pfannkuchen-Rezepte gibt es ungefähr so viele wie Sterne am Himmel. Es gibt Pfannkuchen, die mit Buttermilch, normaler Milch, vielen Eiern, wenig Eiern, Vollkornmehl, Vanillezucker, usw. gemacht werden. Es gibt deftige und süße Varianten, dünne große und dickere kleine und ich finde das macht sie interessant.

Ich habe eines der einfachsten Rezepte benutzt, bei dem kein Abwiegen von Zutaten nötig ist. Einen Becher Mehl, einen Becher Milch und ein Ei in eine Schüssel geben und gut verquirlen. Es dürfen keine Klümpchen mehr zu sehen sein. Je nach Geschmack gibt man zu dem Mehl noch eine Prise Zucker und eine Prise Salz. Ja, auch süße Pfannkuchen vertragen eine (kleine) Prise Salz.

Für die kleineren, "fluffigen" amerikanischen "Pancakes" habe ich noch einen gehäuften Teelöffel Backpulver mit an das Mehl gegeben. So gehen die Pancakes etwas mehr auf.

Den Teig gibt man dann in eine heisse Pfanne (kleine bis mittlere Stufe) mit etwas Öl. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, die Pancakes umdrehen und noch einen Moment braun werden lassen.

Die leicht gezuckerten Erbeeren hatte ich noch vom Vortag im Kühlschrank. Zu den Pancakes passt noch der obligatorische Ahornsirup - oder, weil ich keinen hatte, einfacher Honig.

Ich denke, so ein Stapel Pancakes würde sich auch auf einem Brunch-Buffet gut machen - oder nicht?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 3

Eine einfache Suppe mit ein wenig Pfiff aufpeppen macht gleich Appetit auf mehr.

Ich glaube, in England ist die Kombination von Erbsen und Minze sehr beliebt. Vermutlich habe ich das mal in einer Sendung mit einem der britischen Chefs gesehen und jetzt dachte ich mir, ich probiere das einfach mal.

Erbsensuppe mit Minze

Wie bei den meisten Suppen gibt es nicht viel einfacheres. Eine Packung Tiefkühl-Erbsen (300 g?) in einem Topf mit Brühe bedecken und köcheln lassen, bis die Erbsen gar sind.

Die Blätter von einem Bund frischer Minze lösen, fein hacken und zu den Erbsen geben. Beides noch einen Moment köcheln lassen.

Die Erbsen pürieren und wenn die Suppe zu dick wird noch mit etwas Wasser oder Brühe verdünnen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wie immer würde dazu ein Klecks Creme Fraiche oder saure Sahne passen - wenn denn gerade welche im Kühlschrank ist.

Ich fand die Kombination sehr interessant. Durch die Minze wird das ganze viel frischer. Ich könnte mir die Suppe in der Form sogar in der kalten Version gut im Sommer vorstellen.

Wie immer gibt es unzählige Möglichkeiten die Suppe zu verändern. Wie wirkt sich z.B. ein Spritzer (grüner) Tabasco aus? Das Feuer des Tabascos plus die kühlende Empfindung der Minze ist bestimmt interessant. Oder man nimmt vor dem Pürieren ein paar Erbsen raus und gibt diese anschliessend wieder dazu.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 19

Bei einem leckeren Sonntagsfrühstück war ein halber Camembert übrig geblieben, der verbraucht werden wollte. Das Schnitzel hatte dann die schöne Idee, sich doch damit bedecken zu lassen. Dem konnte ich nur zustimmen.

Camembert-Schnitzel mit Paprikasalat

Das Schnitzel panieren und von einer Seite in einer Pfanne anbraten. Umdrehen, mit Camembert-Scheiben bedecken und auf der zweiten Seite fertig garen.

Die "Gnocchi" bestehen aus dem vom Panieren übrig gebliebenen Ei und den restlichen Panko-Bröseln. Gewürzt mit etwas Salz und Pfeffer und dann mit in der Pfanne angebraten, eine unerwartete kleine Beilage.

Für den Paprika-Salat eine Paprika und eine Zwiebel klein schneiden und mit einem Dressing aus weissem Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer anmachen. Ursprünglich sollte die Paprika auch mit in der Pfanne gebraten werden, aber dann war mir plötzlich mehr nach einem knackigen Salat. Es ist schon praktisch, wenn man das Endergebnis selbst in der Hand hat.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 15

Wo ich gerade ein wenig bei einfarbigem Essen bin. Manchmal gibt es das auch bei uns im Mensa-Bistro.

Hähnchenbrust, Nudeln und Salat

Gedämpfte Hähnchenbrust, Pasta, Salat (mit wenigen, kaum zu sehenden orangenen Fleckchen, die wohl Mandarinen oder etwas ähnliches waren) und Soße mit wenigen Kräutern. Alles in weiß.

Da wirkt der Nachtisch gleich viel abwechslungsreicher.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 13

Ich mag mein Frühstück eher kernig / deftig oder eben auch mal völlig anders. Eine Kombination aus Rührei und Hüttenkäse klang spannend und wollte natürlich direkt probiert werden.

Hüttenkäse-Rührei auf Tomaten

Eine Tomate in Scheiben schneiden und in einer Pfanne anbraten. Die Scheiben auf einen Teller legen und etwas klein gehackte Zwiebel darüber geben. Mit Kräutersalz würzen.

Zwei Eier verquirlen und in einer Pfanne anbraten. Eine Packung Hüttenkäse hinzugeben, mit dem Ei verrühren und kurz mit warm werden lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen Kräuter besonders gut. In meinem Fall Kresse und Basilikum.

Eine interessante Kombination, allerdings hatte ich anschliessend etwas viel Flüssigkeit auf dem Teller. Nichts desto trotz war es eine leckere Abwechslung.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 11

Ähnlich einfarbig wie die Fenchel-Zucchini-Broccoli-Lauchsuppe ist diese rote Variante bestehend aus Tomaten und Paprika.

Paprika-Tomatensuppe

Eine Zwiebel und eine rote Paprika (wer es bunter mag, nimmt eine grüne) putzen und klein schneiden. Beides in etwas Olivenöl anbraten und mit 500 g stückigen Tomaten und etwas Gemüsebrühe ablöschen.

Köcheln lassen, bis die Paprikastücke gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Klecks saure Sahne oder Creme Fraiche passt zur Verzierung, aber damit lenkt man vom langweiligen rot ab ;-).

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 9

Ich bin ein großer Fan von Pfannengerichten. Es ist für mich regelrecht Fast-Food, wenn ich etwas Fleisch und Gemüse fix in der Pfanne schwenken kann. Anschliessend gibt es nicht viel abzuwaschen und die Portion ist für mich als Single genau passend.

Mangold-Zwiebelgemüse mit Feta und Hähnchenbrustfilet

Für das Gericht eine Hähnchenbrust in etwas Öl anbraten. In der Zwischenzeit eine Zwiebel und etwas Mangold kleinschneiden und mit in die Pfanne geben. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen und gelegentlich rühren, bis sowohl Gemüse als auch das Fleisch gar sind.

Für ein wenig Abwechslung habe ich noch ein paar Feta-Würfel auf dem Gemüse verteilt. Das gab dem Gemüse dann den letzten Pfiff.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 7

Oft wird beim Kochen / Anrichten von Gerichten darauf geachtet, dass der Teller schön bunt aussieht. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Die letzten zwei Tage bestand meine Ernährung aus Weissbrot und stillem Wasser. Einfarbig, extrem langweilig, aber wenigstens hat mein Magen es verkraftet.

Einfarbige Gerichte können aber auch lecker sein. Wie diese "grüne" Suppe mit Fenchel, Zucchini, Broccoli und Lauch.

Grüne Fenchel-Zucchini-Broccoli-Lauchsuppe

Eine Zwiebel, eine Fenchelknolle, zwei kleine Zucchini, Broccoli und eine Stange Lauch putzen und in mundgerechte Stücke teilen.

Zwiebeln, Fenchel und Lauch in einem Topf mit etwas Olivenöl kurz anschwitzen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und 5 Minuten köcheln.

Die Zucchini und den Broccoli dazugeben, evtl. noch Brühe auffüllen und alles so lange köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Portion Curry abschmecken.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mär 9

Dieses Gericht liegt schon wieder seit über einer Woche bei mir im "zu bloggen"-Ordner und schafft es einfach nicht auf die Homepage. Schuld ist natürlich nicht das Gericht, sondern meine Blog-Faulheit... Gibt es eigentlich irgendwie Tabletten, die dabei helfen? ;-)

Slow-Cooker-Chili mit Kaffee, Bier und Kakao

Das Chili ist einer der Favoriten im Crockyblog und hat dementsprechend auch seinen Weg in das Slow-Cooker Kochbuch von der Blog-Betreiberin Gabriele Frankemölle geschafft. Das Buch enthält viele tolle Rezepte, Basisinformationen und Tipps zum Umgang mit Slow-Cookern.

Das Chili beinhaltet auf den ersten Blick ungewöhnliche Zutaten: dunkles Bier, Kaffee und (Back-!)Kakao, die sich während der Garzeit aber mit den anderen Zutaten zu einem leckeren Chili verbinden. Eine interessante Variante ist es auch deshalb, weil es nicht nur Hackfleisch, sondern auch kleine Fleischwürfel enthält.

Ich bin kein Biertrinker und habe das dunkle Bier durch ein nicht ganz so süßes Malzbier ersetzt. Da das aber vermutlich trotzdem noch einiges süßer ist, habe ich auf den braunen Zucker verzichtet.

Mein 3.5 L Slow-Cooker war nach dem Einfüllen der Bohnen definitiv übervoll und absolut bis zum Rand gefüllt. Vielleicht sollte man von den Flüssigkeiten etwas weniger nehmen.

Am ersten Tag fand ich das Chili auch noch etwas zu flüssig, aber am zweiten Tag hat mir die Konsistenz dann besser gefallen. Wie bei vielen Chilis schmeckt das ganze am nächsten Tag gleich nochmal so gut. Gut die Hälfte habe ich auch in Gläser abgefüllt und für die kochfaulen Tage in den Vorrat aufgenommen.

Das Rezept ist definitiv ein "Keeper" und wird in die Hall of Fame aufgenommen ;-). Allerdings würde ich mich über genauere Inhaltsangaben freuen. Ich frage mich immer, was "kleine Dosen Tomatenmark" oder "3 Dosen Kidneybohnen" sind. Eine Gewichts- oder Volumenangabe halte ich da für einiges besser.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 28

Ich habe einige Tage "mit Rücken" flach gelegen, in der Zeit macht das Stehen in der Küche dann weniger Spass. Oft muss dann der Vorrat reichen, der aus selbstgemachten Suppen, aber auch Dosenfutter besteht.

Darum hatte ich anschliessen Hunger auf ein wenig Fast-Food:

Chicken Nuggets mit Karottenstifte und Dips

Für die Nugget habe ich eine Hähnchenbrust gewaschen in Streifen geschnitten und ohne Mehl oder Ei direkt in Panko gewälzt und dann in der Pfanne angebraten.

Panko habe ich durch Zufall in einem großen Supermarkt in der Nähe von Münster gefunden und direkt eingesackt. Es handelt sich dabei um japanisches Paniermehl, welches eine - meiner Meinung nach - wesentlich krossere Hülle gibt.

Die Karotten habe ich einfach in feine Stifte geschnitten und dann kurz mit in die Pfanne gegeben, so dass sie noch ordentlich Biss hatten.

Da zu Nuggets auch Dips gehören, habe ich noch ein wenig Joghurt mit Senf für den einen Dip und für den anderen mit Curry und etwas Tomatenmark gemischt. Mit ein wenig Salz abgeschmeckt passten die beiden Soßen eigentlich sehr gut zum Gericht.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 3

Blog-Event "Weiss wie der Schnee"
"Weiss wie der Schnee" ist der aktuelle Event im Kochtopf. Die Idee für das Thema stammt dieses Mal von Jan von Jans Küchenleben.

Das folgende Gericht ist wie so oft aus einer kleinen Not entstanden. Ich habe schon öfters mal Kartoffelpüree mit Blumenkohl gestreckt, weil es einfach einen interessanteren Geschmack gibt. Auch dieses Mal sah der Plan das eigentlich so vor, aber eine sauer gewordene Packung Milch hat mir hierbei einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So entstanden meine drei "Schneebälle" auf etwas andere Weise.

Frischkäse-Blumenkohlpüree mit Bratwurst

Knapp 500 g Blumenkohl waren bereits gekocht oder eigentlich besser: gedämpft. Da ich nur zwei Kochplatten habe, dämpfe ich mein Gemüse oft in der Mikrowelle. Die hat ein automatisches Programm für frisches Gemüse. Pro 100 g Gemüse muss ich einen Esslöffel Wasser dazugeben, zwischendurch einmal umrühren, den Rest macht das Gerät von alleine.

Glücklicherweise hatte ich rechtzeitig gemerkt, dass die Milch sauer geworden war. Ich hätte jetzt den Blumenkohl einfach als Röschen zur Bratwurst essen können, aber dann ist mir eine angebrochene Packung Kräuter-Frischkäse im Kühlschrank aufgefallen - abgesehen davon, dass ich den Blumenkohl schon ziemlich weich gegart hatte.

Von dem Frischkäse habe ich einfach drei oder vier Esslöffel mit dem Blumenkohl in eine Schüssel gegeben und dann ordentlich gestampft. Während man bei Kartoffeln keinen Pürierstab benutzen sollte, wäre das in diesem Fall vermutlich auch möglich gewesen. Das Problem bei Kartoffeln ist, dass diese beim Pürieren zu viel Stärke abgeben. Der Brei wird dann oft eine unheimlich klebrige Pampe.

Das Ergebnis war ein festes Frischkäse-Blumenkohl-Püree, das sehr gut zur Bratwurst passte. Interessant ist diese Variante vielleicht für die Low-Carb-Diätfraktion, bei denen Kartoffeln aufgrund der enthaltenen Kohlenhydrate ja nicht auf dem Speiseplan stehen dürfen. Gegarte Kartoffeln haben pro 100 g ca. 15 g Kohlenhydrate. Kräuterfrischkäse hat laut Bundeslebensmittelschlüssel 2,4 g, frisch gegarter Blumenkohl liegt mit 1,6 g Kohlenhydraten pro 100 g auch im sehr niedrigen Bereich.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 1

"Mehr Hülsenfrüchte" steht schon seit längerer Zeit auf meinem Kochplan. Umso praktischer, dass Robert von lamiacucina gerade ein interessantes Rezept veröffentlicht hat.

Wenn man sich dann nicht an die Vorgaben hält und eine größere Menge rote Linsen aus dem Vorrat etwas zu lange kocht, sowie eher mehlige Kartoffeln benutzt und eine Mettwurst in Scheiben zusammen mit dem grünen Pesto einrührt, erhält man etwas, das mit schlechter Handy-Kamera fotografiert eher wie ein Eintopf aussieht (und lange Sätze, bei denen man sich mit der Kommasetzung nicht mehr sicher ist):

Linsen-Kartoffeln mit Basilikumpesto

Geschmeckt hat es trotzdem, vor allem weil das Basilikumpesto erstaunlich gut zu den Linsen passt. Ich wäre jedenfalls vorher nicht auf die Idee gekommen, die beiden zusammen zu verwenden.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 7

Gilt das hier schon als schwäbisches Fast-Food oder wäre das ein zu großer Widerspruch?

Geschmelzte Maultaschen mit Spiegelei

Maultaschen aus dem Kühlregal in Streifen schneiden, in einer Pfanne anbraten / schmelzen und auf einen Teller geben. Zwei Spiegeleier in die Pfanne hauen und falls in der Pfanne noch Platz ist, ein paar Semmelbrösel mitrösten. Die Eier salzen und mit den Semelbröseln auf die Maultaschen geben.

Schnell fertig und lecker.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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