Jul 12

Der Grund für unseren zweitägigen Kurztripp nach Hamburg in der letzten Woche war ein Besuch bei FRoSTA. Unsere FRoSTA-Scout-Ansprechpartner Sylwia, Marike und seit kurzem auch Stefanie hatten uns zu einem Besuch im Zusatzstoffmuseum und anschließender Gesprächs- und Probier-Runde ins Hamburger FRoSTA-Bistro eingeladen.

Das Zusatzstoffmuseum ist ein Projekt der Hamburger Lebensmittelstiftung und wird unter anderem von FRoSTA und der durch ihre Saftboxen und Saftblog bekannten Kelterei Walther unterstützt. Beide Firmen verzichten bei der Herstellung ihrer Produkte konsequent auf den Einsatz von Zusatzstoffen. An der wissenschaftlichen Entwicklung sind die Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Georg Schwedt und Udo Pollmer beteiligt.

Der erste Eindruck beim Besuch des Museums war für mich eher enttäuschend, denn eigentlich gibt es nicht viel zu sehen. Wenn man das Museum betritt, erklärt eine Zeittafel die Nutzung von Zusatzstoffen im Verlauf der Geschichte. Auffällig sind im Hauptraum die bedruckten Wände, die den Eindruck von Regalen in einem Supermarkt machen. Im Museum selber gibt es eher wenige Ausstellungsstücke, dafür aber umso mehr Informationen.

Gleich beim Eintritt steht man vor einem Regal, in dem eine Auswahl an erlaubten und verwendeten Zusatzstoffen zu sehen ist.

Regal mit Zusatzstoffen

Insgesamt dürfen in der EU tausende von Zusätzen zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Hierzu zählen Aroma- und Farbstoffe, Enzyme und natürlich Geschmacksverstärker. Viele müssen nicht einmal bei den Zutaten aufgelistet werden, da sie nur für die Produktion verwendet werden, aber im endgültigen Produkt nicht mehr vorkommen.

Wer jetzt glaubt, dass er durch den Kauf vor Bioprodukten vor diesen Stoffen geschützt ist, liegt falsch. Auch im Bio-Bereich sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt.

Ich schrieb bereits, dass das Museum auf den ersten Blick eher schlicht erscheint. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass man sich eine kleine Führung von einem Experten gönnt. In unserem Fall hat uns Herr Niemeyer in einer kurzen Runde die wichtigsten Informationen gegeben. Und diese haben es wirklich in sich.

Ich beschäftige mich jetzt seit einiger Zeit mit meiner Ernährung und versuche immer darauf zu achten, was ich so zu mir nehme. Aus diesem Grund habe ich mich auch mit Geschmacksverstärkern beschäftigt und wusste, dass "natürliche Aromen" nichts mit den eigentlichen Früchten zu tun haben.

Duftstation: Essigsäure + Schwefelsäure + Alkohol = Bananenaroma

Trotzdem blieb mir bei den Ausführungen von Herrn Niemeyer regelmässig der Mund offen stehen. Es ist wirklich unglaublich, wie dreist die Industrie uns Verbraucher an der Nase herumführt. Für die Glutamat-Verachter unter Euch hier ein kleiner Tipp: Achtet in Zukunft auch mal auf die Begriffe Hefeextrakt, Würze, Trockenmilcherzeugnis, usw.

Die tollsten Aromen werden übrigens unter anderem mit Schimmelpilzen hergestellt. Für Zitronensäure kann man sich einfach mal in einem schlecht geputzten Badezimmer umschauen. Für Himbeeraroma nimmt man einfach etwas Zedernholzspäne, mischt sie mit Wasser, Alkohol, verschiedenen Geheimzutaten und kocht das ganze etwas ein. Und weil Zedernholz in der Natur vorkommt, ist das ganze ein "natürliches Aroma".

Schuld an der Misere sind unter anderem wir Verbraucher. Solange wir Produkte immer noch billiger haben möchten, wird die Nahrungsmittelindustrie auch weiterhin Zusatzstoffe mit Sparpotential finden. So gab es eine Schautafel, in der gezeigt wurde, wie teuer es ist, 100 kg Joghurt zu aromatisieren: Frische Himbeeren: 31,50 Euro; Natürliches Aroma (Himbeeren als Grundstoff): 12,50 Euro; Natürliches Aroma Typ Himbeere (aus Sägespäne): 3,65 Euro; Naturidentisches Himbeeraroma (aus künstlichen Grundstoffen): 0,06 Euro.

Spannend war auch der Ausblick in die nähere Zukunft, in der wir vermutlich unsere Pizza nur bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzen dürfen, wenn sie noch nach Salami schmecken soll. Überschreitet man die Temperatur, muss man sich mit Thunfisch-Geschmack begnügen. Natürlich ist das nicht für uns wichtig, sondern für die Industrie. Diese kann dann in einem Produktionsablauf unterschiedliche Geschmäcker produzieren, ohne viel umstellen zu müssen.

Leider mussten wir relativ schnell weiter zu unserem Anschlusstermin. Man hat Herrn Niemeyer angemerkt, dass er mit uns locker das dreifache der Zeit hätte verbringen können. Auch mir hätten bestimmt noch ein oder zwei Fragen auf der Zunge gelegen, aber man wartete bereits im Bistro auf uns.

Dort wurden wir von einem Trupp von Mitarbeitern erwartet, die sich nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Ahlers selbst vorgestellt haben. Bereits mit im Museum waren Sylwia, Steffi, Marike, Jessica (Öffentlichkeitsarbeit) und Julian (Büro Bistro). Im Bistro haben sich neben Herrn Ahlers noch Herr Matthias (Trade Marketing), Herr Haliw (Büro Bistro), Herr Blunck (FRoSTA Bistro) und Herr Ehlers zu uns gesellt.

Begrüssung durch Herrn Ahlers

Die Gespräche im Bistro waren ebenfalls sehr interessant. Natürlich wurden wir Scouts zu unseren Erfahrungen mit den FRoSTA-Produkten befragt, aber auch wir haben viele Informationen über die Produkte und die Produktion bekommen. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass es für das FRoSTA-Team nicht einfach nur die Pflicht "Öffentlichkeitsarbeit" war. Man hat gemerkt, wie wichtig FRoSTA die Meinungen der Kunden sind und dass man stolz auf seine Produkte ist.

Leider waren neben Holger und mir nur noch drei oder vier andere Scouts anwesend. Aber nicht jeder ist so verrückt und nimmt für so einen Termin fast 600 km Fahrt auf sich :-).

Während der Diskussionen wurden uns vom Team des Bistros die verschiedensten Gerichte aufgetischt, so dass wir uns durch einen kleinen Teil der FRoSTA-Produkte probieren konnten. Das Sortiment von FRoSTA ist in einem Tiefkühlschrank des Bistros zu bestaunen.

Das FRoSTA-Sortiment

Der gelungene Abschluss des Abends war dann der Nachtisch, den es leider in der Form nicht als Tiefkühlware zu kaufen gibt ;-). Allerdings benutzt man im Bistro auch hierfür Mangos und Co. aus der FRoSTA-Produktion.

Schokokuchen, Mangoquark und Obstsalat

Alles in allem war das Treffen sehr interessant. Vielen Dank an das Scout-Team für die Einladung und die Organisation. Vielleicht schaffen wir es ja wirklich uns bei einem Besuch der Produktion wiederzusehen. Das wären sogar ein paar Kilometer weniger ;-).

(Die Fotos stammen zum großen Teil von Marike, mehr findet man im Flickr-Set "FRoSTA Scouts in Hamburg").

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 6

Nach diesem Gericht habe ich etwas länger gesucht. Schade eigentlich, da es mir besser als die Wildlachs-Varianten gefällt.

FRoSTA Seelachs-Filet Dijon-Senfsauce - vorne

Seelachs ist eine der wenigen Fischsorten, die ich auch mal esse. Aber dann ist es wichtig, dass die Beilagen gut passen und ich eine leckere Sauce habe, mit der ich den Fisch etwas in den Hintergrund rücken kann ;-).

"FRoSTA Gourmet: Seelachs-Filet Dijon-Senfsauce" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 27

Seit ein paar Tagen redet mir Chef Todd Mohr ins Gewissen, dass man den Gar-Grad von Fleisch nur mit Hilfe eines Thermometers bestimmen kann. Natürlich gibt es andere grobe Varianten: Aufschneiden des Fleischs und nachschauen, aber dann läuft Fleischsaft aus und es sieht auf dem Teller nicht mehr schön aus. Eine andere Methode ist das Betasten des Fleisches - was mir noch nie geholfen hat.

Wirklich sicher kann man aber nur sein, wenn man die Temperatur im Inneren des Stückes messen kann.

Also habe ich seit kurzem ein neues Küchen-Gadget:

Einstichthermometer

Sehr passend fand ich, dass Ludger von der Fleischerei Freese in seinem "Essen Kommen!"-Blog am selben Tag als das Päckchen geliefert wurde, seinen Artikel "Kernforschung" veröffentlicht hat. Das kann ja irgendwie kein Zufall sein ;-).

Zum Messen der Temperatur nimmt man das Stück Fleisch aus der Pfanne (man will ja nicht aus Versehen durchstechen und die Pfannentemperatur prüfen) und sticht das Thermometer an der dicksten Stelle bis ungefähr zur Mitte ein. Man kann die Hitze oft schon einige Grad vor der gewünschten Temperatur herunterdrehen, weil die Hitze noch etwas nachzieht.

In der Wikipedia findet man einen Artikel, in dem die einzelnen Kerntemperaturen von unterschiedlichen Fleischsorten aufgelistet werden.

Mein digitales Thermometer zeigt sowohl Celsius als auch Fahrenheit an. Der Messbereich reicht von -45 bis +200 °C, bei einer Messgenauigkeit von ca. einem °C. Die Sonde ist 12 cm lang. Das Thermometer kann in der Schutzhülle wie in einem Stift transportiert werden. Außerdem hat die Schutzhülle Löcher, durch die man das Thermometer stecken kann. So hat man eine Art "Griff", wenn man z.B. heisse Flüssigkeiten messen will, deren Dampf einem sonst die Finger verbrühen würde.

Wenn ich jetzt nur daran denke, das Fleisch rechtzeitig zu messen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 24

Noemi fragt zu Recht, was ich denn aus der Gemüsekiste gemacht habe.

Bei frischem Spinat geht mein erster Gedanke immer Richtung Pasta.

Maritati-Nudeln mit Spinat-Rindfleisch-Tomatensosse

Zwiebeln und Rindfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Dann den Spinat hinzugeben und dünsten, bis er zerfallen ist

Mit Soja-Creme (oder Sahne) ablöschen, mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern abschmecken und etwas Tomatenmark hinzugeben.

Zusammen mit (nicht von mir) handgemachten Maritiati-Nudeln, die sehr dick sind und eine kräftige Soße vertragen, und etwas Parmesan gibt das ein leckeres Mittagessen.

Die Möhren, die Zucchini und Brokkoli habe ich ganz einfach in eine Pfanne geworfen und mit etwas Reis ebenfalls zu Mittag gegessen. Gurke und Tomaten sind jeweils in einem Salat gelandet und die Erdbeeren waren mit Joghurt und kernigen Haferflocken ein hervorragendes Frühstück. Das ist meist schneller gemacht als fotografiert und verbloggt, darum schreibe ich da selten drüber ;-).

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 22

Diese Woche gibt es keine Gemüsekiste, aber letzte Woche habe ich eine bekommen:

Gemüsekiste 2009-06-17

  • Brokkoli aus der Region von Bioland
  • Erdbeeren aus der Region von Bioland
  • Fair Trade Bananen aus der Dom. Rep. von bcs, fvo
  • eine Gurke aus der Region von Bioland (als Ersatz für den abbestellten Salat, den ich ja selber angepflanzt habe)
  • Möhren (neue Ernte) aus Italien von icea
  • Spinat (neue Ernte) aus der Region von Bioland
  • Cocktail-Tomaten aus NL von eco
  • Zucchini aus Italien von icea

Außerdem gab es einen wirklich schönen Blumenstrauß, den ich leider nicht fotografiert habe. Ich schaue mal, ob ich beim nächsten Mal wieder einen mitbestelle.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 17

Ich habe ein paar ältere Fotos von Gerichten gefunden, die ich hier noch veröffentlichen wollte. Das erste ist eine einfache Spargelsuppe:

Spargelsuppe

Ich habe hierzu eigentlich klassisch die Abfälle eines Spargelgerichtes verarbeitet. Die holzigen Enden und die Schale, die sonst einfach in den Müll wandern, wurden ca. 4 Stunden mit Wasser bedeckt im Slow-Cooker auf High ausgekocht. Nach dem Entfernen der "Abfälle" hatte ich eine lecker spargelige Brühe.

Da es nichts zum Pürieren gab, habe ich ein paar Tage später daraus mit Hilfe einer Mehlschwitze eine Suppe gemacht. Die Suppe ist so dunkel, weil ich Vollkornmehl benutzt habe.

Und so kann man aus dem was sonst oft einfach auf dem Müll landet noch ein leckeres Essen zaubern und Geld sparen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 7

Ich hatte ja schon mal auf die interessanten Anmerkung von Ulrike hingewiesen. Sie warnte davor, das Essen direkt in der Verpackung in die Mikrowelle zu geben, da sich dann die gefährliche Chemikalie Bisphenol-A aus dem Kunststoff lösen und ins Essen gelangen könnte.

BPA ist eine vielproduzierte Alltagschemikalie. Laut Wikipedia werden werden weltweit jährlich mehr als drei Millionen Tonnen davon hergestellt. Es wird als Hauptbestandteil bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen (z. B. für Compact Discs, Plastikschüsseln, Babyfläschchen) und Epoxydharzlacken (z. B. für Beschichtungen von Konservendosen und Folienverpackungen) verwendet.

BPA hat estrogenartige Wirkung und steht im Verdacht sowohl gesundheits- als auch erbgutschädigend zu sein. Als Hormon stört es nicht nur die Sexual-, sondern auch die Gehirnentwicklung bei Mäusen und Vögeln. Ausserdem steht es im Verdacht, eine der Ursachen für die zivilisatorische Fettleibigkeit zu sein.

Dementsprechend sollte man sich mit dem Thema wirklich einmal genauer beschäftigen. Also habe ich unsere FRoSTA-Scout-Kontakte angeschrieben, die mir die Informationen vom Produktmanager besorgt haben. Marike schrieb dazu das folgende:

Nach Rücksprache mit dem Lieferanten schließt er [der Produktmanager] aus, dass dieser Stoff in das Produkt übergeht.

Unabhängig davon lassen wir alle unsere Verpackungen insbesondere auch auf solche Stoffübergänge überprüfen. Gerade auch dieses innovative Produktkonzept der Gourmet Mahlzeiten haben wir von einem anerkannten Forschungsinstitut für Packstoffe (ISEGA; http://www.isega.de/index.html) testen lassen, da die Zubereitung in der Mikrowelle ein viel diskutiertes Thema ist.

FRoSTA hat sich also auch hier Gedanken gemacht, was ich sehr lobenswert finde.

Man könnte jetzt einfach Entwarnung geben, aber ich wollte es noch genauer wissen. Die FRoSTA-Verpackung ist am Boden markiert mit dem Recycling-Symbol für Polyethylenterephthalat (PET):

PET 01
Auch hier muss ich mich wieder auf die Wikipedia verlassen. Im englischen Artikel zu Bisphenol-A steht, dass bei Verpackungen, die mit 1 (PET Polyethylenterephthalat), 2 (PE-HD High-Density Polyethylen), 4 (PE-LD Low-Density Polyethylen), 5 (PP Polypropylen), oder 6 (PS Polystyrol) gekennzeichnet sind, kein Bisphenol-A während der Polymerisierung oder Formung verwendet wird.

Dementsprechend sollte die Verpackung kein Bisphenol-A enthalten und so den Stoff natürlich auch bei einer Erhitzung in der Mikrowelle nicht abgeben können.

Und jetzt kontrollieren wir alle mal unsere Wasserkocher. Denn diese sind oft mit einer Beschichtung versehen, die Bisphenol-A enthält und dieses auch an das Wasser abgeben kann. Getestet wurde das z.B. im ÖKO-TEST Verlag. Wenn ich überlege, von wie vielen Kunststoffen wir täglich umgeben sind, wird es vermutlich nicht einfach, alle möglichen Gefahrenpunkte zu erkennen bzw. zu vermeiden.

Ich werde mir aber auf jeden Fall das Wort Polyethylenterephthalat für meine nächste Runde Galgenmännchen merken. :-)

Das oben verwendete PET 01-Bild stammt aus der Wikipedia und wurde vom User Tomia erstellt.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 6

Auch nach Nachfragen wird es hier in den umgebenden Märkten leider keine größere Auswahl an Gourmet-Gerichten geben. Ich weiß leider nicht, wie FRoSTA die Produkte vertreibt, aber vielleicht sollte es "Mixkartons" geben, in denen die unterschiedlichen Gerichte in allen Varianten vorkommen.

Getestet habe ich diesmal etwas für mich eher untypisches. Obwohl ich kein wirklich großer Fischfan bin, kam das Wildlachs-Filet Tomate-Crème Fraîche in die Mikrowelle.

FRoSTA Wildlachs-Filet Tomate-Crème Fraîche vorne

Die Verpackung entspricht dieses Mal wieder der üblichen Variante und ist überwiegend in edlem schwarz-gold gehalten.

"FRoSTA Gourmet: Wildlachs-Filet Tomate-Crème Fraîche" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 2

Ich habe schon länger keine Suppe mehr veröffentlicht. Aber das wird sich in den nächsten Tagen wohl ändern.

Zucchinisuppe mit Gnocchi

Diese Zucchinisuppe mit Gnocchi gab es bereits gestern.

Die Zucchini putzen, grob stükeln, in einem Topf zusammen mit Chili, Knoblauch und Currypulver kurz in etwas Öl anschwitzen und soviel Brühe hinzugeben, dass die Zucchini gerade bedeckt sind. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Zucchini weich sind.

Mit einem Pürierstab, im Standmixer oder in der Küchenmaschine pürieren, etwas Sahne (oder Kochcreme, Soja-Creme oder ähnliches) und Gnocchis hinzugeben und für ein paar Minuten gar ziehen lassen.

Tipp: Hierbei sollte man darauf verzichten, in der Zwischenzeit einen kurzen Blogbeitrag schreiben zu wollen. Denn ansonsten sind die Gnochis sehr weich und pappen zum größten Teil am Boden. Lieber einmal kurz zwischendurch umrühren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig, lecker.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jun 1

Gestern habe ich endlich mal wieder etwas Neues probieren können. Ich habe nämlich suchen müssen, um die Hauptzutat überhaupt zu finden: Quinoa.

Quinoa-Gemüse-Pfanne

Quinoa ist ein "Pseudogetreide", da es nicht zu der Familie der Gräser gehört. Es enthält wie Amarant kein Gluten. Angebaut wurde Quinoa schon vor über 6000 Jahren von den Inkas. Sie nannten es auch die "Mutter aller Getreide" und hielten es für so wertvoll, dass der jeweilige Herrscher die erste Aussaat mit goldenen Werkzeugen durchführte.

Dass es für die Inkas einen derart hohen Wert hatte, hat einen einfachen Grund. Der Gehalt an Eiweiß und Mineralien wie Magnesium und Eisen übertrifft den anderer gängiger Getreidearten. Die Samen enthalten nur wenig Fett (und das zu über 50 % ungesättigt), allerdings auch kein Vitamin A oder C. Das konnten die Inkas ohne Lebensmittelchemiker natürlich nicht herausfinden, trotzdem haben sie den (Nähr-)Wert offensichtlich auch so erkannt.

Als die spanischen Eroberer im 16. Jahrhunder Kriege gegen die Inkas und Azteken führten, wurde der Anbau von Quinoa verboten und sogar unter Todesstrafe gestellt. Das erklärte Ziel war, die Völker zu schwächen. Das ist dann auch die Ursache, wieso die meisten von Euch das Nahrungsmittel vermutlich garnicht kennen. Denn das als "unchristlich" eingestufte Pseudogetreide wurde in Europa erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.

Gefunden habe ich Quinoa schliesslich im Supermarkt in der Bio-Abteilung, wo es auch Dinkel, Hafer und Konsorten gibt.

Gekocht wird es im für Getreide üblichen Verhältnis ein Teil Quinoa zu zwei Teilen Wasser. Ich habe mit dem Quinoa eine kleine Gemüsepfanne gezaubert:

Zwiebel, Knoblauch, eine Chili und Currypulver in etwas Öl anschwitzen. Quinoa und Wasser (oder Brühe) hinzugeben und 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit anderes Gemüse wie Zucchini, Paprika und Möhren in kleine Stücke schneiden, dazugeben und garen, bis das Gemüse gar ist. Abschliessend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich denke, Quinoa wird bei mir als schöne Abwechslung zu Reis öfter mal auf den Tisch kommen. Mal schauen, was man damit noch alles machen kann. Ich habe auch schon gelesen, dass Quinoa sich auch auf dem Frühstückstisch gut machen soll.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 29

Es ist garnicht so einfach, die FRoSTA Gourmetgerichte in den "kleineren" Märkten in der Umgebung zu finden. Bei allen REWE-Märkten in der Umgebung scheint es wenn überhaupt nur zwei Sorten zu geben, bei Kaisers habe ich gar kein FRoSTA gefunden. Erst bei einem wirklich großen Supermarkt "Ratio" wurde ich fündig, der liegt aber etwas ausserhalb. Dort gab es dann allerdings 4 Sorten zur Auswahl.

Eine davon ist das Hähnchen-Filet Curry-Ananas, das ich gestern getestet habe.

FRoSTA Hähnchen-Filet Curry-Ananas vorne

Die Packung sieht anders aus als die restlichen Gourmet-Gerichte, die ich bisher sehen konnte. Identisch ist aber das große Sichtfenster, das den direkten Blick auf das Gericht ermöglicht.

"FRoSTA Gourmet: Hähnchen-Filet Curry-Ananas" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 23

Heute habe ich beim Einkauf direkt auf die FRoSTA Gourmetgerichte geachtet, denn schliesslich sollen wir die testen und darüber berichten.

Leider gibt es bei meinem präferierten REWE nur zwei Sorten. Eine davon ist Hähnchenfilet Asia-Teriyaki mit Basmatireis und grünen Sojabohnenkernen. Bezahlt habe ich dafür 3,99 Euro.

FRoSTA Hähnchen-Filet Asia-Teriyaki - vorne

Auffällig an der Packung ist das edle Design in schwarz, mit goldfarbener Schrift und das große Sichtfenster. Während andere Hersteller auf Ihrer Packung mit einem sehr schönen und schmackhaften "Serviervorschlag" werben, zeigt Frosta hier schonungslos das tiefgefrorene Gericht. Das sieht dann vielleicht im Laden nicht so schmackhaft aus, aber dafür wird man zuhause auch nicht enttäuscht.

"FRoSTA Gourmet: Hähnchenfilet Asia-Teriyaki " vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 21

Einer der Gründe, wieso ich mich als FRoSTA-Scout beworben habe, ist das Reinheitsgebot, das FRoSTA seit 2003 umsetzt. Gehört hat davon vermutlich schon jeder, genauso wie die meisten sicher Peter von FRoSTA aus der Werbung kennen. Aber was hat es damit eigentlich auf sich?

FRoSTA Reinheitsgebot
Eine nicht repräsentative Umfrage unter Bekannten hat ergeben, dass die meisten Leute - mich eingeschlossen - garnicht genau wissen, was FRoSTA damit meint. Für die meisten Leute bedeutet es, dass FRoSTA auf Konservierungsstoffe oder künstliche Aromastoffe verzichtet. Da das aber auch für viele andere Produkte gilt, hält man es nicht für etwas Besonderes.

FRoSTA geht allerdings einen großen Schritt weiter, der mich ehrlich gesagt etwas überrascht hat, nachdem ich mich damit beschäftigt habe. Darum schreibe ich jetzt mal im Detail auf, worum es bei dem Reinheitsgebot wirklich geht:

Keine Farbstoff- und Aromazusätze
Das beinhaltet auch die "natürlichen Aromen", die zwar aus Naturprodukten gewonnen werde, aber das meistens im Labor... Gewürzmischungen wie Curry werden bei Frosta aus den einzelnen Gewürzen (Curcuma, Bockshornkleesamen, Fenchel, Senfsaat, Koriander, Cayennepfeffer und Kreuzkümmel) selber zusammengestellt. Statt aber nur mit Pulvern zu würzen, werden unter anderem frisch angeschwitzte Zwiebeln und gehackter Knoblauch verwendet. Reines Steinsalz ohne Trennmittel, Rieselhilfen und Jodzusätzen muss in der Produktion oft erst aus großen Brocken gebrochen werden, um dann in einer Salzmühle gemahlen werden zu können. Warum sollte auch Salz mit Rieselhilfen verwendet werden, wenn das Salz in den fertigen Gerichten sowieso gleichmäßig verteilt ist?
Kein Zusatz von Geschmacksverstärkern
Das schliesst auch die Verwendung von Hefeextrakt aus, der in der Nahrungsmittelindustrie als Quelle für Mononatriumglutamat genutzt wird, aber laut Gesetz nicht als Geschmacksverstärker gekennzeichnet werden muss. Statt fertiger Brühen, Geschmacksverstärkern, Aromen und Hefeextrakte werden traditionell gekochte Fonds verwendet.
Keine Emulgatoren- und Stabilisatorenzusätze
Das bedeutet, dass z.B. Sahne kein Carragen enthält. Anstelle von High-Tech-Produkten aus industrieller Verarbeitung wie Trockenmilcherzeugnissen, Milcheiweiß oder Milchzucker kommen auch nur frische Milchprodukte zum Einsatz. Im Gegensatz zu den industriellen Produkten sind diese natürlich oft nur wenige Tage haltbar, was den logistischen Aufwand größer macht. Schmelzkäsezubereitungen sind kein Ersatz für traditionell gereiften Käse und Edelschimmelkäse wie Gorgonzola und Parmesan (natürlich frei von Nitraten und Farbstoffen).
Keine chemisch modifizierten Stärken und gehärteten Fette
Diese würden die Produktion erheblich vereinfachen, aber die kommen natürlich auch nicht in die Gerichte. Verwendet werden ausschließlich ungebleichte Kartoffel- oder Reisstärke. Olivenöle stammen nur aus erster (Kalt-)Pressung.

Hierbei gilt das Reinheitsgebot nicht nur während der Produktion der Gerichte, sondern für alle verwendete Zutaten. Wird in einem Gericht Butter verwendet, enthält diese keine Farbstoffe, Sahne muss ohne Stabilisatoren auskommen und Salz wird ohne Trennmittel, Rieselhilfen oder Jodzusätzen verwendet.

Ich bin dabei etwas ins Grübeln gekommen, denn FRoSTA achtet bei der Produktion mehr auf die Inhaltsstoffe als ich. Überlegt doch mal, ob Ihr jedes Mal eine Gemüsebrühe selber ansetzt oder doch auf fertiges Pulver zurückgreift (auch wenn Ihr da auf die Zutaten achtet). Wie schwer Sahne ohne den Stabilisator Carragen zu bekommen ist, hat Foodfreak vor einigen Monaten selber herausfinden müssen.

Um das Reinheitsgebot schlussendlich umzusetzen, hat man bei FRoSTA in über 30 000 Arbeitsstunden Entwicklungsarbeit das komplette Sortiment überarbeitet. Hierbei wurden innerhalb von 2 Jahren 200 Zutaten neu definiert und dabei knapp 100 verschiedene Zusatzstoffe eliminiert. Der im Lebensmittelbereich bekannte Lebensmittelchemiker und Buchautor Udo Pollmer hat dabei geholfen, auch die zum Teil versteckten Stoffe aufzuspüren. Am Ende konnte nicht einmal für alle Zutaten Ersatz gefunden werden, so dass z.B. Wein (wird mit Sulfit geschwefelt) oder schwarze Oliven (meist mit dem Farbstoff Gluconat behandelt) aus den Rezepturen herausgenommen wurden.

Ich muss gestehen, dass ich nicht mit einem solchen Aufwand gerechnet habe und finde die Vorgehensweise von FRoSTA ehrlich bemerkenswert. Hättet Ihr das gewusst?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 15

Vor ein paar Wochen habe ich mich bei FRoSTA als FRoSTA-Scout - also als "Botschafter im Auftrag des guten Geschmacks" beworben. Der Grund war eine Stellenanzeige im FRoSTA-Blog und grundsätzliches Interesse an den FRoSTA-Produkten. Aber dazu später mehr.

Vor ein paar Tagen bekam ich dann eine Mail von Sylwia und Marike (meinen Ansprechpartnern bei FRoSTA), dass meine Bewerbung angenommen wurde und gestern wurde dann auch mein Scout-Startpaket geliefert. Die beiden hatten beim Zusammenstellen der Pakete offensichtlich eine Menge "Spaß".

FRoSTA-Scout Grundausstattung

Natürlich enthält das Paket viel vom klassischen Werbe- und Marketingmaterial von FRoSTA. Klasse finde ich die nur für die Aktion bestickte Schürze. Aber nun zum genauen Inhalt:

  • Gourmet-Fahrplan, der die grundlegenden Informationen für uns Scouts erhält
  • FRoSTA-Scout-Handbuch, mit Informationen über das Unternehmen, die Produkte und das Reinheitsgebot
  • Gourmet-Gutschein über 25 Euro für Gourmet-Mahlzeiten
  • 5 Fragebögen, mit denen ich Verwandte, Freunde und Bekannte nerven kann ;-)
  • eine Scout-Küchenschürze
  • 10 Visitenkarten, damit ich mich auch als Frosta-Scout ausweisen kann
  • 1 Packung Solino-Kaffee, Fair gehandelter Espresso aus Äthiopien
  • 1 frankierter Rückumschlag, damit ich den Gutschein und die Fragebögen auch zurück sende

Der Solino-Kaffee stammt aus einem von FRoSTA unterstützten Projekt. Felix Ahlers hat in einem Blog-Artikel etwas über die Details geschrieben.

Ausserdem ist eine Menge zusätzliches Material enthalten:

  • 10 Verbraucherbroschüren mit Infos rund um FRoSTA
  • 5 Kühlschrankmagnete
  • 10 E-Nummern Listen mit Erklärungen zu den Inhaltsstoffen
  • 10 Reinheitsgebote-Flyer
  • 3 FRoSTA Büro-Bistro Flyer, für den Chef
  • 1 Zusatzstoff-Museum Flyer

Ich arbeite mich jetzt erstmal durch das Material, bevor ich Euch mit weiteren Informationen versorge.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Mai 15

Nachdem ich in der letzten Woche kein Foto von der Kiste gemacht habe, gibt es diese Woche eine Kiste mit relativ viel Obst:

Gemüsekiste 2009-05-15

  • Äpfel aus dem alten Land von Bioland
  • eine Aubergine aus Spanien von caee
  • Birnen aus Argentinien von argencert
  • Brokkoli aus Spanien von caee
  • Möhren aus der Region von Bioland
  • rote Paprika aus Spanien von caee
  • Salat aus der Region von Bioland (nicht im Bild)
  • Zucchini aus der Region von Bioland
  • Bundzwiebeln aus der Region von Bioland

Ein zusätzlich bestelltes 6er Pack Eier ist ebenfalls nicht mit auf dem Foto gelandet.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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