Mär 23

Was? Da schreibt Balu monatelang gar nichts mehr in seinem Blog und dann kommt er plötzlich mit Werbung um die Ecke? Was soll denn der Mist?

Ganz einfach. Ich wurde quasi gerade von Sammelhamster mit einer kleinen Überraschung angestupst.

Und weil ich die Aktion von MySwissChocolate toll finde, nehme ich einfach dran teil. Es ist ja schliesslich mein Blog hier. Also hört auf zu meckern ;-).

Natürlich sammeln sie damit Links auf Ihre Seite, aber die Aktion hätten sie so oder so gemacht und es hätten garantiert auch viele Blogs mitgemacht. Wenn sie jetzt noch etwas für Japan spenden ist es doch umso besser.

Ich weiss nur nicht, ob ich noch Blogs finden werde, die noch nicht teilnehmen :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 27

Von 3Dsupply hatte ich hier im Blog schon mal berichtet. Auch damals gab es für einen Blogartikel ein T-Shirt kostenlos.

Mir gefallen der Laden und auch die Produkte sehr gut. Das Shirt hatte damals eine wirklich gute Qualität und der Aufdruck hat sich auch nach einigen Wäschen noch nicht gelöst. Das ist für mich die Grundlage dafür, dass ich nochmal einen solchen "Werbe"-Beitrag schreibe.

I love pixel

Vor kurzem hat 3Dsupply dann den gesamten Shop und auch die Produktpalette umgestellt. Inzwischen gibt es alle Drucke auch in Übergrößen und soweit ich sehen kann auch in kompletter Farbauswahl. Neben T-Shirts gibt es auch Poloshirts und Sweatshirts als "Kingsize"-Versionen. (Hey, ich bin ein König! ;-))

Darum versuche ich jetzt bei der neuen Shirt4Link-Aktion mal wieder ein Gratis-Shirt zu erhalten. Und zwar das oben gezeigte. Ich bin gespannt, wie die Qualität der neuen Shirts ist. Ausserdem brauche ich so langsam mal Ersatz für meine in Einzelteile zerfallenen, durchgehend schwarzen Thinkgeek-Shirts.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 17

Ich muss mir mal Kartoffelsalat machen. Habe ich glaube ich noch nie. Wieso mir das gerade einfällt?

Und Rückenschmerzen kriege ich wahrscheinlich auch gleich...

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 11

Die Firma The Phonehouse hat in ihrem Firmenblog vor ein paar Tagen nach dem ältesten funktionierenden Handy Deutschlands gefragt.

Ich hatte "funktionierend" als "man kann damit telefonieren" gedeutet und das älteste Handy rausgekramt, was ich dazu finden konnte. Hätte ich nur gewusst, dass auch die alten C-Netz-Koffer erlaubt sind, ...

So konnte ich jedenfalls endlich mal ein wenig mit der Webcam und iMovie spielen. Das macht mehr Spaß, als ich gedacht hätte :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 26

Eigentlich wollte ich nach meiner Auflistung der zentralen Punkte (bei denen z.B. noch die freie Bildung für jedermann fehlt) im Programm der Piratenpartei in den letzten Tagen noch einen kleinen Beitrag darüber schreiben, wieso ich nicht eine der alteingesessenen Parteien wählen werde, sondern die Piraten.

Beides hat Enno aber heute schon für mich gemacht.

Noch ein Wort zur Statistik: Die Piraten haben inzwischen vermutlich die 10 000er Mitglieder-Marke überschritten und wachsen stetig weiter. Der derzeitige Altersdurchschnitt liegt bei ca. 28 Jahren. Während andere Parteien (GRÜNE 47 Jahre; FDP 51 Jahre; CDU 56 Jahre; SPD 58 Jahre; LINKE 63 Jahre) sich Sorgen um ihren Nachwuchs machen, muss in der Piratenpartei wohl darüber nachgedacht werden, eine Sparte für die "Senioren" einzurichten.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 24

Die folgenden Themen der Piratenpartei sind teilweise recht schwer zu beschreiben / greifen, aber nicht weniger wichtig bzw. interessant.

Unter dem Begriff Open Access versteht die Piratenpartei den freien Zugriff auf Informationen, die von der Allgemeinheit finanziert wurden. Die Grundidee dahinter ist, dass der Staat eine Vielzahl an schöpferischen Tätigkeiten finanziert, deren Ergebnisse anschliessend aber urheberrechtlich geschützt werden.

Ich z.B. würde gerne auf Geo- und Kartendaten der Länder zugreifen, deren Produktion ich als Bürger mit meinen Steuergeldern finanziere.Trotzdem muss ich als Privatperson erneut für die Nutzung bezahlen.

Ein anderes Beispiel hierfür sind wissenschaftliche Veröffentlichungen. Ergebnisse aus staatlich finanzierter oder geförderter Forschung und Lehre werden oft in kommerziellen Verlagen publiziert. Sie durchlaufen eine Überprüfung durch ebenfalls oft staatlich bezahlte Wissenschaftler. Anschliessend bekommen nicht einmal Forschungseinrichtungen oder öffentliche Bibliotheken Zugriff auf diese Publikationen. In einem solchen Fall zahle ich mit meinen Steuern daher quasi dreifach: Für die Produktion, die Überprüfung/Qualitätssicherung und die Nutzung, während der Verlag einen Gewinn einstreichen kann.

Aus diesem Grund fordern die Piraten den freien Zugang zum wissenschaftlichen und kulturellen Erbe der Menschheit. Das Internet ist hierfür das ideale Medium um diese Informationen zu sammeln und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Leider passiert heutzutage genau das Gegenteil. Der freie Austausch von Wissen wird durch Patent- und Lizenzgebühren stark eingeschränkt. Nur ein freier Zugriff auf diese Daten erlaubt es Forschern, Lehrern und Bürgern auf diesen Informationen aufzbauen, sie zu prüfen und zu verbessern.

Natürlich verstehe ich die Idee hinter dem Patentwesen, aber muss es deswegen Patente auf Lebewesen oder Gene geben? Sollten Geschäftsideen oder Software patentiert werden können? Die schiere Anzahl an Patenten macht es selbst großen Firmen unmöglich zu prüfen, ob ein neues Produkt evtl. die Patente eines anderen Unternehmens berührt. Sie haben dann aber oft noch die Möglichkeit ihre eigenen Patente als Gegengewicht zu benutzen - im Sinne von "Greifst Du mich nicht an, greife ich Dich nicht an.". Für kleine Unternehmen bedeutet ein solcher Fall schlicht den Untergang. Heutzutage werden auch immer mehr triviale Ideen patentiert, um es der Konkurrenz zu erschweren, in einem Bereich Fuss zu fassen.

Open Access kann und sollte auch auf Software angewendet werden. In der öffentlichen Verwaltung wird mit staatlichen Mitteln Software produziert, die der Öffentlichkeit zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt werden sollte. Hierbei muss auch der Quelltext ein Teil der Veröffentlichung sein. So lassen sich eventuell doppelte Entwicklungen derselben Hilfsmittel in unterschiedlichen Verwaltungen vermeiden. Ausserdem zeigt die Open-Source-Bewegung, dass Software von Verbesserungen durch die Öffentlichkeit profitieren kann. Als Nebeneffekt wird die IT-Infrastruktur der öffentlichen Hand verbessert und die Abhängigkeit von Softwareanbietern verringert.

Ein sehr schwieriges Thema, zu dem die Piraten noch keine Lösung haben, aber ein Umdenken und eine Diskussion zu Lösungsmöglichkeiten fordern ist das Urheberrecht.

In meiner Kindheit war es kein Problem, Kassetten für Freunde aufzunehmen oder zu kopieren. Soweit ich mich erinnern kann, stand ich dafür jedenfalls nie mit einem Bein im Gefängnis. Nutzen die Kids von heute die ihnen zur Verfügung stehenden Technologien, laufen sie Gefahr 10 000e an Euro Strafen zahlen zu müssen oder bis zu 5 Jahre (?) ins Gefängnis zu gehen. Und trotzdem machen sich täglich Millionen von Bürgern strafbar, weil sie Bilder, Filme oder Musik - also Kulturgut - für den privaten Gebrauch kopieren oder weitergeben.

Hier laufen die aktuellen Gesetze meiner Meinung nach aus dem Ruder. Als Privatperson muss man heute schon Angst haben, wenn man eine gekaufte(!) CD bei Ebay weiterverkauft. Haben sich die Verwertungsrechte für diese CD geändert, fängt man sich schneller eine Abmahnung ein, als einem lieb ist.

Und selbst bei gekaufter Musik wird man heutzutage eingeschränkt. Geht der MP3-Spieler kaputt, ist allzu oft auch sämtliche dafür erworbene Musik verloren, da sie nicht auf andere Geräte übertragen werden darf oder kann.

Wie schwer und vor allem umfangreich nur das Thema Urheberrecht ist, hat Kristian Köhntopp vor ein paar Tagen in einem Blogeintrag zur Einthemenpartei beschrieben.

Die Piraten setzen sich darum für ein sinnvolles und faires Urheberrecht ein, das die Schöpfer schützt, aber auch die Gesellschaft kulturell bereichert.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 24

Kommen wir nun zu Teil 3 in meinem kleinen Exkurs zur Piratenpartei.

Die Piraten fordern einen transparenten Staat. Das bedeutet, sie setzen sich für einen Staat ein, der keine Geheimnisse vor seinen Bürgern hat. Politische Entscheidungen sollen nachvollziehbar sein und auch öffentlich diskutiert werden können. Ebenso sollen Steuergelder sorgfältig und offen dokumentiert eingesetzt werden.

Ich finde diesen Punkt wichtig, weil ich immer öfter das Gefühl habe, dass sich die Politik die Entscheidungen von der Wirtschaft abnehmen lässt. So habe ich irgendwann einmal in einer Dokumentation gelesen, dass in einer Arbeitsgruppe oder einem Ausschuss ein Gesetz zur Energiewirtschaft ausgearbeitet wurde. Und in den Beratungspause standen die Beteiligten dann immer in Kontakt mit den großen Energiekonzernen, haben diese über die aktuellsten Diskussionen und Änderungen informiert und sich neue Wünsche und Vorschläge diktieren lassen.

Ich habe nichts gegen Lobbyarbeit, wenn ich aber höre, dass im Bundestag Gesetzesvorschläge auf dem Briefpapier von Pharmaunternehmen abgegeben werden (ich kenne die genaue Geschichte nicht, aber irgendwie so ist es wohl gelaufen), drehen sich mir die Fussnägel hoch. Lobbyisten wird es immer geben und nicht alle von denen sind nur auf ihr Eigenwohl aus, aber ich wüsste gerne, welche externen Gruppen an Entscheidungen beteiligt sind. Statt dessen werden geheime Verträge geschlossen, auf die selbst die Abgeordneten keinen Zugriff haben. Ein Beispiel hierfür ist der Mautvertrag.

Ein anderes Beispiel: Im Zuge der Finanzkrise hat unsere Regierung schnell reagiert und der schwer getroffenen Wirtschaft und den Banken 480 Milliarden (480 000 000 000) Euro zur Stabilisierung zugesprochen. Das ist mehr als das doppelte des aktuellen Bundeshaushalts. Während bei diesem aber jedes Jahr darüber diskutiert wird, ob 10 Millionen hierfür ausgegeben werden sollen oder lieber 5 Millionen dafür, gibt es keinerlei Informationen darüber, wie diese Milliarden verwendet werden.

Selbst die Parlamentarier wissen nicht, was mit dem Geld passiert. Es gibt zwar ein Kontrollgremium für die Bankenrettung, aber deren Mitglieder sind zu absolutem Stillschweigen verpflichtet. Sie haben auch keine Entscheidungsgewalt, sondern werden quasi nur über die Entscheidungen informiert. Eigentlich widerspricht das den Grundrechten der Parlamentarier, schliesslich ist es deren Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren. Im Chaos der Finanzkrise hat das Parlament aber zugelassen, dass ein von einer externen Anwaltskanzlei erstellter Gesetzesvorschlag unter Umgehung aller Fristen innerhalb einer Woche durch die Gremien gepeitscht und schliesslich verabschiedet wurde. Und leider wurden so auch die wichtigen Optionen zur Kontrolle der Regierung in diesem Zusammenhang mit abgegeben.

PlusMinus hat in einer Sendung im Mai darüber einen Bericht gezeigt, den ich vor kurzem auch im Internet gesehen habe:

Ich kann darüber eigentlich nur den Kopf schütteln. Abgesehen von den bereits geschriebenen Punkten bin ich immer davon ausgegangen, dass neue Gesetze in Gremien und Ausschüssen diskutiert und dann vorgeschlagen werden. Aber offensichtlich werden viele der Gesetzesvorschläge einfach von extern eingereicht. Ich kann vermutlich die meisten der Entscheidungen sowieso nicht nachvollziehen, aber ich hätte zumindest gerne die Möglichkeit dazu. Hier muss der Staat transparenter für die Bürger werden.

Es ist dann aber auch darauf zu achten, dass diese Transparenz nicht durch "politiksprech" verwässert wird. Die Informationen für die Bürger müssen in einer Sprache verfasst werden, die sie auch verstehen können. Politiker haben leider die Angewohnheit, sehr ausufernd und mit vielen neu ausgedachten Worthülsen zu reden. Das hilft nicht, wenn man die Bürger transparent informieren will.

Und nicht nur das. Für mich wirken solche Berichte oft, als würden die alten Parteien nur noch von Lobbyisten und Geldgebern gesteuert. In diesem Fall wäre es vermutlich einfacher, direkt die Lobby-Organisationen zu wählen.

Ich als Wähler hätte ausserdem gerne die Möglichkeit, auch zwischen den Wahlen Einfluss auf die Politik nehmen zu können. Die Piraten nennen das Direkte Demokratie.

Neue Medien wie das Internet erlauben z.B. direkte Diskussionen auch zu ernsten Themen. Hier kann jeder teilnehmen, der sich für das jeweilige Thema interessiert. So kommen die Wünsche von Bürgern und Experten auf den Tisch und können sachlich, aber vor allem auch offen besprochen werden. Im Grunde können sich so riesige Arbeitsgruppen bilden und unabhängig von Zeit und Ort diskutieren.

Bei den Piraten kann schlicht jeder mitmachen. Selbst als Nicht-Pirat bin ich auf den Stammtischen ein gern gesehener Gast und man freut sich über jede Diskussion. Ich bin hier sehr gespannt, ob die Piraten es schaffen werden, diese Diskussionen an der Basis mit in die Politik zu nehmen. Das wichtigste Werkzeug hierzu - das Internet - kennen sie jedenfalls wie ihre Jackentasche.

Als Ergebnis könnte ich ich als Bürger mich durchgehend an der Politik beteiligen und hätte nicht nur alle vier Jahre die Chance, bei der nächsten Wahl meine Meinung durch ein Kreuzchen zu zeigen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 19

So, nun wird es aber wirklich Zeit, dass ich hier mit den Piraten weitermache, sonst ist die Wahl vorbei und die Piraten werden wirklich für eine Ein-Themen-Partei gehalten...

Nach der Wahrung der Grund- und Bürgerrechte halte ich - gerade im Zusammenhang mit der immer stärker werdenden Überwachung durch den Staat - insbesondere den Datenschutz und die Privatsphäre jedes einzelnen für enorm wichtig.

Hierfür gibt es den Begriff "Informationelle Selbstbestimmung". Dieser beschreibt das Grundrecht jedes Menschen, die Verwendung seiner persönlichen Daten kontrollieren zu können. Dass es sich hierbei um ein Grundrecht handelt, hat das Bundesverfassungsgericht schon 1983 im so genannten Volkszählungsurteil anerkannt.

Trotzdem es Vorschläge gab, das Grundgesetz um dieses Grundrecht zu erweitern, konnte bisher die dafür erforderliche Mehrheit nicht erreicht werden.

Die Datenschutz-Skandale der letzten Jahre zeigen, dass es gerade in diesem Bereich einen Handlungsbedarf gibt. Ein paar Beispiele gefällig?

Schon 1995 berichtete der Focus darüber, dass eine Wirtschaftsauskunftei die Daten von Millionen Bundesbürgern sammelt. Enthalten waren Daten über Gerichtsverfahren, Mahnbescheide und strafrechtliche Verurteilungen. Sogar vertrauliche Details wie Krankheiten und Vorstrafen wurden von den Schnüfflern der Firma erfasst.

Firmen wie Lidl, KiK, die Telekom oder die Bahn überwachen ihre Mitarbeiter detailliert mit Kameras, spähen deren Krankendaten aus oder beschaffen sich die die Bonitätsdaten der Mitarbeiter.

Die Telekom hat über Jahre die Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten ausgespürt und verglichen, um undichte Stellen im Unternehmen ausfindig zu machen. Ausländische Abteilungen haben sogar das Sexualleben von Mitarbeitern und Bewerbern ausgekundschaftet.

Im August 2008 konnte die Verbraucherzentrale zum Schein sechs Millionen Datensätze kaufen, von denen knapp vier Millionen sogar Bankdaten enthielten. Sie hatte bereits im Vorfeld zehntausende Datensätze erhalten, die von betrügerischen Unternehmen dazu benutzt wurden Vertragsabschlüsse mit Lottogesellschaften vorzugaukeln oder kleinere Beträge von enthaltenen Konten abzubuchen.

Und erst vor ein paar Tagen sind Mitglieder der Piratenpartei bei eBay auf fast 500 gefüllte Bewerbungsmappen inklusive aller Unterlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse und private Adressen gestossen, die dort anonym versteigert wurden.

Aber das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Es wird vermutet, dass die Daten aller Bürger für Marketingzwecke und Verkaufsakquisen im Umlauf sind und damit ein schwunghafter Handel getrieben wird.

Eine Quelle für diese Daten könnten interessanterweise die Meldeämter selber sein. Wer weiss schon, dass die in den Städten und Gemeinden erfassten Daten an die GEZ, politische Parteien, Kirchen und religiöse Gemeinschaften weitergegeben werden dürfen? Je nach Bundesland können die Daten auch an private Unternehmen wie Adressbuchverlage verkauft werden.

Diese privaten Unternehmen verdienen anschliessend Geld damit, die Daten zu verfeinern und regelrechte Profile zu erstellen. Dank Bonuskarten lassen sich z.B. Einkaufsprofile erstellen, auch Bewegungsprofile lassen sich durch geschickte Zusammenführung von verschiedenen Daten erstellen. Und dank der Gemeindedaten ist es dann sogar möglich, jemanden von der Wiege bis zur Bahre zu verfolgen - auch über Umzüge hinweg.

Was viele nicht wissen ist, dass man dieser Weitergabe widersprechen kann. Über dieses Recht sollte man sich darum unbedingt einmal in seinem Meldeamt erkundigen. Erst vor ein paar Tagen gab es hierzu einen bundesweiten Aktionstag, der auf diese Möglichkeit hingewiesen hat, den #optoutday.

Bisher handelte es sich hauptsächlich um Skandale, die durch Firmen verursacht wurden. Aber welche Daten werden eigentlich durch unseren Staat erfasst und was passiert damit?

In meinem ersten Beitrag hatte ich ja schon über die immer stärker werdende Überwachung berichtet. Zu nennen sind hierbei Sachen wie die Vorratsdatenspeicherung, die Anti-Terror-Datei, biometrische Daten und Fingerabdrücke im Personalausweis, Fluggastdaten, die neue lebenslang gültige Steueridentifikationsnummer, zusammengeführte Daten der Polizeibehörden, usw.

Aktuell wird an der elektronischen Gesundheitskarte gearbeitet, die die kompletten Krankendaten eines Menschen zentral speichert und abrufbar macht. Das hört sich an, als könnte es die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ärzten und den Krankenkassen vereinfachen. Aber möchte ich, dass mein Zahnarzt auch weiss, dass ich in psychologischer Behandlung bin?

Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass der Staat sehr viel über seine Bürger weiss. Aber müssen diese Informationen auch noch gezielt zusammengeführt werden? Ist mir der Schutz vor Terrorismus wirklich wichtiger als der Schutz meiner Privatsphäre oder der Gefahr eines Datenmissbrauchs?

Die USA ist in diesem Zusammenhang auch eine der sprichwörtlichen Datenkraken. Sie haben Zugriff auf Fluggastdaten, die dort für 15 Jahre gespeichert werden. Es werden sensible personenbezogene Daten der deutschen Polizei an Behörden in die USA weitergegeben und seit Mitte des Jahres will die EU die Weitergabe sämtlicher Bankdaten und Geldtransaktionen in die USA vertraglich erlauben.

Was ist denn nun so schlimm an der Überwachung und Datensammlung und -Auswertung durch den Staat? Ich habe doch nichts zu verbergen?

Wer nicht weiss, welche Informationen über sein Verhalten gespeichert, vorrätig gehalten und analysiert werden, passt sein Verhalten aus Vorsicht an. Aus Vorsicht deshalb, weil man ja evtl. doch einen Verstoss begehen könnte. Das fängt damit an, dass man sich nicht mehr traut im Kino in der hinteren Reihe zu knutschen, weil der Saal zum Schutz vor Raubkopierern mit Nachtsichtgeräten überwacht wird und endet in einer von Kameras lückenlos überwachten Innenstadt, in der man nicht mehr an regierungskritischen Demonstrationen teilnimmt.

Die Piraten fordern deswegen Politik nach der Devise "Öffentliche Daten nützen - private Daten schützen".

Wie steht Ihr zu Datenschutz und Eurer Privatsphäre? Habt Ihr noch Ergänzungen oder Erweiterungen?

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 9

Meiner Meinung nach ist einer der wichtigsten Punkte im Programm der Piratenpartei der Schutz des Grundgesetzes und der Bürgerrechte.

Leider wurden in den letzten Jahren viele dieser Bürgerrechte immer weiter eingeschränkt. Deswegen finde ich es wichtig, dass eine Partei sich um diese Punkte nicht nur Gedanken macht, sondern sie auch auf den Tisch bringt.

Der eine oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen - Bürgerrechte? Wann wurden denn meine Bürgerrechte eingeschränkt? Und genau das ist das gefährliche an diesem Themengebiet. Es gibt da einen schönen Vergleich mit einem Frosch, der in heisses Wasser gesetzt wird:

Werfen wir also mal einen Blick auf das Thermometer und schauen, auf welche Weise unsere Rechte in den letzten zwanzig Jahren nach und nach beschnitten wurden:

"Piratenpartei - Grund- und Bürgerrechte" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 7

Am Donnerstag habe ich mal wieder eine kleine Tour gemacht und bin nach Köln gefahren. Dorthin hatte der O'Reilly Verlag eingeladen, der die Veröffentlichung des Twitter-Buches zu feiern hatte.

Dieses Mal hatte sogar noch jemand einen weiteren Weg als ich auf sich genommen. Marie Dietz hatte sich sogar aus Bayern auf den Weg gemacht. Allerdings war es für sie nur ein "Zwischenstopp", während ich anschliessend 400 Kilometer mehr auf dem Tacho hatte :-).

O'Reilly Merchandising

Leider war der Hinweg aufgrund diverser Baustellen und Staus etwas langwieriger als erhofft, aber auch ich habe noch ein Stück Pizza und eine O'Reilly-Merchandising-Tüte mit dem oben gezeigten Inhalt abbekommen: Streichhölzer, Relaxa-Kopfmassagegerät, einen aktuellen Katalog, ein Lesezeichen, einen Kugelschreiber und natürlich das neue Twitter-Buch.

Es war interessant, mit den Leuten aus dem Verlag und den anderen angereisten Twitterern zu diskutieren. Durch den Besuch hat sich meine schon existierende Meinung zum Verlag bestätigt. Dort arbeiten Menschen, die wissen wie wir Geeks ticken und die viel Wert auf die Community und deren Meinung legen.

Weitere Impressionen gibt es im O'Reilly-Blog.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Sep 5

Ich habe lange überlegt, ob ich zu diesem Thema hier im Blog etwas veröffentliche. Ursprünglich wollte ich hier nur über meine Ernährung bloggen, darüber, was ich esse, wie ich es zubereite und manchmal auch Rezepte mit veröffentlichen.

Seit einiger Zeit beschäftigt mich aber ein anderes Thema ebenfalls sehr stark, was ich lange nicht für möglich gehalten habe: Politik.

Ich bin 35 Jahre alt und habe schon einige Wahlen hinter mir. Dabei bin ich nie einer Partei treu geblieben, sondern habe bei fast schon allen größeren Parteien mein Kreuzchen gemacht. Die Entscheidung war jeweils einem Bauchgefühl geschuldet, welche Partei zum Zeitpunkt der Wahl meiner Meinung nach etwas in unserem Land bewegen könnte oder sollte.

Ich habe zwar gewählt, weil ich das für eine meiner wichtigsten Pflichten als Bürger in einem demokratischen Land halte, aber wirklich für Politik interessiert habe ich mich nie. Politik war für mich immer etwas nicht wirklich greifbares. Ich habe mich darauf verlassen, dass unsere Regierung schon weiß, wie sie unser Land regieren muss, damit es uns gut geht.

Leider wurde ich diesbezüglich auch oft enttäuscht. So hatte ich z.B. die Hoffnung, dass die aktuelle große Koalition die Kraft dazu hat verschiedene Probleme in unserem Land gemeinsam anzufassen und durchzusetzen. Das hätte vielleicht geklappt, wenn die Parteien sich nicht dauernd selbst/gegenseitig im Wege gestanden hätten. Aber es muss wohl so sein, dass die CDU grundsätzlich erstmal dagegen ist, wenn die SPD etwas plant - und natürlich auch andersrum. Auch, wenn das Ziel noch so gut für die Bürger wäre.

So wurde an verschiedenen Stellen rumgedoktort und erweitert, wo meiner Meinung nach dringend umfassende Reformen nötig gewesen wären. Sowohl Gesundheits- als auch Sozialwesen wären hier wichtig gewesen.

Zu allem Überfluss wurden in den letzten Jahren zwar langsam aber stetig unsere Grundrechte immer weiter eingeschränkt. Grundrechte, die einfach zu wichtig sind, um einfach wegzuschauen und die Politiker machen zu lassen.

Alles das hat dazu geführt, dass ich mich doch wieder mehr mit Politik beschäftigt und mich für die Piratenpartei interessiert habe. Ich werde dieses Mal die Piraten wählen.

Und weil die Piratenpartei in den Medien oft auf eine "Ein-Themen-Partei" reduziert wird, die Kinderpornographie fördert und das Urheberrecht abschaffen will, gibt es in den nächsten Tagen meine Gründe für diese Entscheidung.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jul 28

Ach, ich bin schon wieder so blogfaul im Moment. Dabei gibt es ja noch etwas vom zweiten Tag in Hamburg zu berichten.

Holger hatte sich morgens direkt das Auto geschnappt, um damit Bekannte zu besuchen. Also habe ich mir eine Fahrt mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken gegönnt.

Dort angekommen habe ich mich aber nicht lange aufgehalten, sondern bin direkt zu Fuß weiter Richtung Speicherstadt gegangen. Auf dem Weg kommt man am Museums-Segelschiff "Rickmer Rickmers", was als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs gilt vorbei.

Museums-Segelschiff Rickmer Rickmers

Außerdem liegt dort das weltgrößte Museums-Frachtschiff, die "Cap San Diego", am Anleger.

Museums-Frachtschiff Cap San Diego

In der Speicherstadt hatte ich dann ein etwas anderes Spektakel vor mir - einen Besuch im Miniatur Wunderland, der größten Modelleisenbahn der Welt. Ich war relativ früh dort, so dass ich nur eine Wartezeit von etwa 30 Minuten zu überstehen hatte.

Ich bin eigentlich kein großer Modellbahn-Fan und habe mich auch relativ wenig um die vorbeifahrenden Züge gekümmert. Wirklich interessant sind aber die ganzen Details, die um die eigentliche Bahn herum existieren. Wahrzeichen und Städte aus allen Ecken der Welt, fahrende LKWs, brennende Häuser, die natürlich einen Feuerwehreinsatz nach sich ziehen, Menschenansammlungen, Konzerte, große Containerschiffe und noch so viel mehr.

Hin und wieder kommt man an einem Knopf vorbei, der kleine Aktionen im Gelände startet. So wird z.B. ein Baum gefällt, ein Space-Shuttle startet, im Stadion wird gejubelt, usw.

Sehr überrascht hat mich dann auch, als es plötzlich dunkel wurde. Die Beleuchtung im Wunderland simuliert nämlich auch Tag und Nacht. Und Nachts wird es dann gleich nochmal interessanter. Tausende - ach Millionen - von kleinen Lämpchen beleuchten die Autos, Attraktionen, Kirmes, ...

Las Vegas bei Nacht (Miniatur Wunderland)

Ihr merkt schon. Man kann dort locker Stunden verbringen und sich die Details anschauen. Aber am frühen Nachmittag sollte ich ja wieder mit Holger zusammentreffen. Nachdem er irgendwann einen Parkplatz gefunden hatte, stand eine weitere Sehenswürdigkeit an: Das Hamburg Dungeon, welches direkt neben dem Miniatur Wunderland liegt.

Das Hamburg Dungeon ist eine Art geführtes Gruselkabinett, in dem verschiedene Epochen aus der Hamburger Geschichte durchlebt werden können. So erfährt man etwas über die Zeit der Pest, erlebt die Sturmflut von 1717, den Großbrand in Hamburg oder Störtebeckers Hinrichtung. Insbesondere die Zeit der Inquisition war für mich eine Überraschung. Die mir vorgeworfenen Untaten werde ich hier lieber nicht aufzählen...

Ihr solltet Euch übrigens überlegen, wen Ihr nach Hamburg einladet. Es gibt Leute, die danken Euch das so:

Hamburg Dungeon

Anschließend sollte es dann auch schon wieder nach Hause gehen, was sich als nicht ganz so einfach erwies. Unser Navigationssystem führte uns dazu erst einmal Richtung A7. Bereits auf dem Weg hierhin war kilometerlanges Stop-and-Go angesagt. Als wir endlich auf die Autobahn auffahren konnten, stand dort ebenfalls alles. Also sind wir direkt in der Auffahrspur geblieben und die nächste Abfahrt sofort wieder raus.

Dann waren wir und das Navigationssystem nicht einer Meinung. Irgendwie meinte das nämlich, uns immer wieder auf die A7 zurückführen zu wollen. Das führte dazu, dass wir erst durch verschiedene Stadteile getourt sind und schließlich das Navigationssystem einfach ausgeschaltet haben. Es sollte ja auch möglich sein, über die Beschilderung der Stadt zur A1 zu finden. Das klappte auch ganz gut, nur mussten wir dazu wieder quer durch die Stadt und zwar genau den Weg zurück, auf dem sich inzwischen auch alles staute.

Nach über zwei Stunden hatten wir es dann endlich aus Hamburg raus geschafft und waren auf der Autobahn. Als kleine Pause haben wir noch Halt in Bremen gemacht. Dort befindet sich der Spar-Markt des Shopbloggers, den ich auch einmal besuchen wollte. Glücklicherweise hat der Markt rund um die Uhr geöffnet, so dass unser Tour durch Hamburg uns davon nicht abhalten konnte.

Auch Björn hatte noch nicht Feierabend gemacht und war etwas verwirrt, als jemand "den Chef" sprechen wollte. Sein Gesichtausdruck war jedenfalls herrlich, als ich das Pfandgeld für diese Kiste eintreiben wollte. Er konnte sich kaum daran erinnern, da die Aktion ziemlich genau ein Jahr her war.

Wir haben uns dann kurz über diese und jene Geschichten aus dem Laden unterhalten, bevor Holger und ich mit ein wenig Proviant weitergezogen sind und dann kurz nach Beginn des neuen Tages auch endlich wieder in Münster waren.

Insgesamt hatten wir zwei schöne Tage, mal weg von Stress und täglichen Einerlei-Arbeitsleben. Und Hamburg wird uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen haben ;-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Apr 23

Gimahhot bietet in seinem Blog eine Abwrackprämie für den ältesten, lustigsten und abgewracktesten tragbaren Musikplayer.

Also habe ich mal ein paar Fotos von meinem Musik-Abspielgerät gemacht:

Universum Cassetten-Tonbandgerät Modell CT 2717

"Universum Cassetten Tonbandgerät Modell CT 2717" vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 12

Vor ein paar Tagen bin ich bei Youtube über das folgende Video gestolpert. Es zeigt "Dub FX", der mit einer Loop-Box und einem Effektgerät auf der Strasse Musik macht.

Es ist eigentlich nicht ganz meine Musikrichtung, aber wenn mein Kopf mitwippt, haben die Songs meistens schon gewonnen - ganz abgesehen davon, dass ich seine Performance ziemlich beeindruckend finde.

Dub FX hat eine eigene MySpace-Seite (Vorsicht Sound), auf der man auch eine CD bestellen kann. Bezahlt wird per PayPal und schon nach ein paar Tagen hatte ich die CD im Briefkasten.

Ich habe mir also eine CD gekauft von einem unbekannten Künstler, der derzeit irgendwo in England auf der Strasse Musik macht und auf den ich per Zufall gestossen bin.

Toll, dieses Internet.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Feb 10

Ich habe einen neuen PC und wie das Leben so spielt, gibt es damit im Moment kleinere Probleme. Ich kann z.B. keine Bilder von meiner Handykamera ziehen. Und Blogbeiträge ohne Bild machen nur halb so viel Spass.

Darum ist es hier im Moment etwas ruhiger, aber ich werde die geschossenen Fotos und Beiträge auf jeden Fall in den nächsten Tagen nachliefern.

Bis dahin gibt es ein kleines Rätsel. Die folgende Spezialität enthält neben einer leckeren Schokohülle und Nougat (und den Nüsschen obenauf) noch eine weitere Hauptzutat.

Welche könnte das sein?

Spezialität mit Pfiff

Als kleiner Tipp: Ich habe es in der Käsetheke gekauft. Ja, wirklich. :-)

Die Antwort gibt es auf der Folgeseite.

"Neuer PC, neue Probleme..." vollständig lesen

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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