Jan 7

Mein 3.5 L-Slow-Cooker hat Platz genug für zwei Tage. Darum gab es auch gestern und heute leckeres und vor allem schön scharfes (Habanero-Style)-Chili Con Carne.

Chili Con Carne

Da es aber schon genug Chili-Rezepte für den Slow-Cooker gibt und meins noch etwas Optimierungsbedarf hat, werde ich es nicht im Detail beschreiben.

Ich hatte es am Vorabend vorbereitet, indem ich das Hackfleisch angebraten, die Zwiebeln, Paprika Möhren und Chili-Schoten kleingeschnitten und dann alles zusammen mit Tomaten und Chili-Bohnen aus der Dose im Slow-Cooker-Einsatz gemischt habe. So brauchte ich es morgens nur aus dem Kühlschrank holen, noch mit ein wenig Paprikapulver, Salz, Kreuzkümmel, Korianderpulver und Habanero-Pulver würzen und dann - geplante - 4 Stunden auf High zu köcheln.

Leider ist mir etwas dazwischen gekommen, so dass das Chili 5 1/2 Stunden gebrutzelt hat. Das hat ihm natürlich nicht weh getan, mir aber dank des Slow-Cookers auch nicht. Ich konnte nämlich den Pott einfach vor sich hin schmurgeln lassen, ohne zwischendurch nachzuschauen oder mir Gedanken machen zu müssen.

Als ich dann endlich essen konnte, war das Chili noch viel zu flüssig. Im Slow-Cooker verdampft so gut wie keine Flüssigkeit. Also habe ich noch eine Tube Tomatenmark untergerührt und habe so jetzt doch das Rezept beschrieben :-).

Der Vollständigkeit halber sind hier zum Abschluss noch wichtige Chili-Fakten zu erwähnen, die ich schon vor ein paar Monaten im Crockyblog gelesen habe:

  • Chili Con Carne ist kein mexikanisches Gericht, sondern kreative Resteverwertung, die im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet entstanden ist: Zähes (oder zu lang abgehangenes) Rindfleisch wurde mit vielen Gewürzen weichgeschmort.
  • Ein Chili ist ein Fleischragout, kein Gemüseeintopf. Paprika und Mais gehören nicht hinein, in manchen Landstrichen nicht einmal Bohnen.
  • Chili wird mit süßlichem Maisbrot (oder allenfalls Baguette) serviert, wer mag reicht saure Sahne oder geriebenen Käse als Garnitur. Nudeln oder Reis? Geht gar nicht.

Wenigstens mit dem Baguette lag ich dann ja noch halbwegs richtig. :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Jan 1

Heute habe ich dann meinen neuen schwarzen Slow Cooker eingeweiht und mich an einer Kohlsuppe versucht:

Kohlsuppe

Zutaten:

  • 500 g Weißkohl
  • Sellerie
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 2 Fenchelknollen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Gemüsebrühe
  • Basilikumblätter
  • etwas Olivenöl

Das Gemüse putzen, klein schneiden und mit dem Olivenöl in den Slow Cooker geben. Mit ca. 1 L Gemüsebrühe auffüllen und 4-5 Stunden auf High garen.

Mein 3.5 L Modell war mit der Menge an Gemüse schon fast überladen. Das Gemüse blieb trotz der langen Garzeit relativ knackig, was bei einer Suppe vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist. Aufgefallen ist mir aber, dass ich weniger Gemüsebrühen-Pulver gebraucht habe, weil die Brühe schon so einen intensiven Geschmack hatte - aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ;-).

Mal schauen, ob ich es schaffe wie Ulrike (deren Blogbeiträge einer der Gründe für die Anschaffung des Slow-Cookers waren) und jede Woche eine Suppe oder einen Eintopf auf den Tisch bringe :-)

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

Dez 31

Ich glaube vor ein paar Monaten habe ich das erste Mal in einem meiner vielen abonnierten Food-Blogs von einem "slow cooker" gelesen. Geräte dieser Art sind auch als "Crock-Pot" bekannt. "Crock-Pot" ist ein Markenname, der ähnlich wie "Tempo" für Papiertaschentücher als allgemeiner Begriff in den Sprachgebrauch übernommen wurde. Bis dahin hatte ich noch nie von diesem Gerät gehört.

Es handelt sich dabei um einen elektrisch betriebenen Kochtopf, in dem Speisen bei relativ geringen Temperaturen gegart werden. Üblicherweise haben die Töpfe heutzutage einen herausnehmbaren Keramik- oder Porzellan-Einsatz, in dem das eigentliche Gericht gegart wird. Der Keramik-Einsatz dient sowohl als Kochgeschirr als auch als Wärmespeicher und kann ausserdem zum Servieren benutzt werden.

Morphy Richards Slow Cooker Modell 48720

Die meisten Geräte haben mehr als eine Temperatur-Einstellung - üblich sind zwei: Low (niedrig), zum Garen bei etwas über 70 °C, und High (hoch) für eine Temperatur um die 90 ° C. Andere Geräte haben auch noch eine Einstellung Medium (mittel) oder eine Warmhaltestufe. Ist eine Automatik-Stufe vorhanden, heizt diese erst eine Stunde auf High und schaltet dann auf Low runter. So wird die gewünschte Gartemperatur schneller erreicht. Egal bei welcher Einstellung überschreitet die Gartemperatur niemals 100 °C. Hat ein Gerät mehrere Temperaturstufen, so kann die Garzeit gezielter geplant werden. Eine Stunde auf High entspricht üblicherweise zwei Stunden auf Low.

Es gibt slow cooker in allen erdenklichen Größen zwischen 500 ml und 7 L. Weit verbreitet sind Geräte mit 3,5 L und 6,5 L oder Zwischengrößen.

Ein oft aus Glas bestehender Deckel auf dem Keramik-Einsatz sorgt dafür, dass die Hitze und die zum Garen nötige Flüssigkeit nicht aus dem slow cooker entweicht. Der Deckel sollte dabei niemals während eines Kochvorgangs abgenommen werden, da sonst ein Großteil der Hitze verloren geht und der Topf erst wieder auf Temperatur gebracht werden muss.

Das Besondere am slow cooker sind die langen Garzeiten aufgrund der niedrigen Temperaturen. Diese haben für viele Gerichte nicht zu unterschätzende Vorteile: Das Aroma von Suppen und Eintöpfen wird intensiver, Fleisch wird durch den langen Garprozess zarter und Soßen bekommen mehr Geschmack. Die Bauweise der Geräte erlaubt es auch, den Topf schon morgens anzustellen, zur Arbeit zu gehen und wenn man Abends nach Hause kommt, ist eine leckere Mahlzeit fertig.

Der Stromverbrauch soll dabei wesentlich geringer sein, als etwas auf dem Herd oder im Ofen bei niedrigen Temperaturen zuzubereiten.

Aber auch Nachteile werden genannt. Vitamine werden bei niedrigen Temperaturen durch Enzyme zersetzt. Diese Enzyme lassen sich nur durch hohe Temperaturen "deaktivieren", weshalb oft empfohlen wird Gemüse vorher kurz in kochendem Wasser zu blanchieren. Manche Sorten Bohnen enthalten Gifte, die erst durch einen Kochprozess ungefährlich werden. Bohnen aus der Dose wurden bereits gekocht, aber rohe Bohnen sollte man darum ebenfalls vorkochen.

Da ich gerne Suppen, Eintöpfe und Aufläufe esse, fand ich diese Art von Geräten sehr interessant. Und spätestens seitdem ich weiß, wie lecker sehr lange köcheln gelassenes Ragu (Bolognese-Sauce) schmeckt, habe ich auch den Sinn hinter dem langsamen Kochen verstanden. Für mich stand also sehr schnell fest, dass ich so einen Apparat brauche.

Der Weihnachtsmann war dann auch so nett, mir das oben abgebildete Modell als Geschenk zu machen.

Geschrieben von Thomas "Balu" Walter

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